Mietwohnungen

Haus von Altro Mondo wegen Brandschutzmängeln gesperrt

Das Haus an der Albert-Einstein-Straße in Duisburg-Neumühl wurde schon im Juni von der Stadt Duisburg für unbewohnbar erklärt. Es gehört Altro Mondo.

Das Haus an der Albert-Einstein-Straße in Duisburg-Neumühl wurde schon im Juni von der Stadt Duisburg für unbewohnbar erklärt. Es gehört Altro Mondo.

Foto: Gregor Herberhold

Duisburg.  Nach dem Aktionstag gegen das Immobilienunternehmen Altro Mondo hat die Stadt Duisburg ein weiteres Haus für unbewohnbar erklärt.

Ein Haus an der Wetzlarer Straße in Obermeiderich wurde am Montag vom Bauordnungsamt wegen akuter Brandschutzmängel für unbewohnbar erklärt. Noch ist unklar, wieviele Wohnungen in dem Objekt am Hagenshof bewohnt sind und wie viele Menschen anderweitig untergebracht werden müssen. Bereits 2017 wurden Wohnungen im Hagenshof versiegelt.

Probleme gibt es auch in anderen Immobilien. Schimmel, Brandschäden, kaputte Fenster: In zehn Städten sind die Ordnungsämter gegen das Immobilienunternehmen Altro Mondo vorgegangen. Letzte Woche wurden zeitgleich zahllose Objekte durchsucht, darunter zwei in Duisburg, für die jetzt eine erste Bilanz vorliegt.

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte die Stadt, dass bei dem Aktionstag Wohnungen und Keller in insgesamt fünf Häusern in drei Stadtteilen kontrolliert wurden. In Homberg, Meiderich und Neumühl wurden defekte Türen und Heizungen, Undichtigkeiten im Keller, defekte oder fehlende Abwasserrohre auf Balkonen und Schimmelbildung durch Feuchtigkeitsschäden festgestellt. Die Mitarbeiter entdeckten auch durch Vandalismus zerstörte, leerstehende Wohnungen, die zum Teil sichtbare Brandschäden aufwiesen. Geschlossen wurde allerdings keins der kontrollierten Häuser.

Vermieter wurden Fristen zur Sanierung gesetzt

Im Rahmen des Wohnungsaufsichtsgesetzes wurde dem Vermieter je nach Schadensart eine Frist gesetzt, binnen derer die Probleme in den Wohnungen und Häusern beseitigt werden müssen. Passiert das nicht, drohen Zwangsgelder, erklärt Susanne Stölting, Pressesprecherin der Stadt Duisburg.

Der Aktionstag wurde vom Bauministerium initiiert. Schon lange klagen Mieter und der Mieterschutzbund, dass Missstände in den Wohnungen nicht beseitigt werden. Für einzelne Gebäude in Duisburg wurde in der Vergangenheit bereits die Nutzung untersagt, weil die Zustände zum Teil lebensbedrohlich waren. So führte im Hochhaus an der Albert-Einstein-Straße eine defekte Hauptwasserleitung in den Technikraum, wo die Hauptstromleitung lag.

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