Bauarbeiten

Neue Gleise und Oberleitungen für Duisburger Straßenbahnen

Die DVG ist mit ihren Abteilungen Technik/Fahrwege und Gleisbau am Friedensplatz vor Ort, die Arbeiten am Gleisbett führen externe Firmen durch.

Die DVG ist mit ihren Abteilungen Technik/Fahrwege und Gleisbau am Friedensplatz vor Ort, die Arbeiten am Gleisbett führen externe Firmen durch.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg-Ruhrort.  Die DVG erneuert in Duisburg-Ruhrort die Strecke. Die alten Anlagen waren veraltet. Besonders viel Rücksicht nimmt die DVG auf die Anwohner.

Bei der Gaststätte Endstation in der Harmoniestraße ist der Name Programm: Wo sonst stündlich vier Straßenbahnen vorbeirollen, fahren derzeit nur die Baumaschinen: Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) erneuert zwischen Friedrichsplatz und Ecke Bergiusstraße/Landwehrstraße stadteinwärts die Gleise und Oberleitungsmasten. Der Grund: Die Anlagen sind rund 30 Jahre alt und haben ihren Zenit überschritten.

„Hier in Ruhrort ist die Situation besonders, da die Straßen so eng sind – die Strecke wird hier aufgeteilt“, sagt Slawomir Kamann, Projektleiter der DVG. Die Gegenrichtung war bereits im letzten Jahr dran: „Da haben wir zwischen Hafenstraße bis Fabrikstraße Masten und Oberleitungen erneuert, bis zum Friedrichsplatz zusätzlich die Gleisanlagen“, sagt er. „Besonders in diesem Bereich mit vielen Kurven nutzen sich die Gleis stark ab.“

Arbeiten erfolgen in drei Abschnitten

Die DVG ist mit ihren Abteilungen Technik/Fahrwege und Gleisbau vor Ort, die Arbeiten führen externe Firmen durch. Zunächst reißen Bagger die alten Schienenfragmente samt des sie umgebenden Asphalts heraus. Dann werden die neuen Teilstücke eingelegt und einbetoniert. Dann tragen die Arbeiter nacheinander die neuen Asphaltschichten und – im Bereich der Haltestelle Friedrichsplatz – ein neues Pflaster auf. Hier wird das Gleisbett verbreitert. „Damit auch die neuen Modelle durchpassen“, sagt Kamann. Eine neue Schmieranlage, zu erkennen an vier Metallplatten im Asphalt, sorgt dafür, dass die Räder in den Kurven weniger quietschen. Die Arbeit geschieht in Abschnitten. Während vor der Kirche St. Maximilian noch die nackten Schienen im Gleisbett liegen, wird weiter vorn bereits asphaltiert.

„Bei den Masten machen wir das genauso, da müssen wir neue Fundamente einsetzen. Das machen wir aber nacheinander, um die Auswirkungen für Fußgänger möglichst gering zu halten“, sagt Kamann. Überhaupt nehme die DVG viel Rücksicht auf Passanten und Anwohner. „Wir könnten zum Beispiel alle Arbeiten auf einmal durchführen. Dann käme aber niemand mehr vorbei“, sagt er. „Außerdem benutzen wir Saugbagger, wenn wir die Erde ausheben. Das ist zwar teurer, aber dafür leiser.“ Dennoch liege man im Zeitplan.

Kooperation zwischen Baufirmen und Anwohnern

Die Planung für derartige Projekte erfolgt bereits ein Jahr im Voraus. „Wir versuchen, die Anwohner immer frühzeitig zu informieren, auch über die Bürgervereine. Die geben die Informationen zu Sperrungen und Umleitungen dann auch selbstständig weiter. Wenn es dann Beschwerden gibt, versuchen wir immer, individuell eine Lösung zu finden“, sagt Kamann und erzählt von einer Situation, als Anwohner Platz für ihren Umzugswagen brauchten. „Da haben wir dann ein paar Stahlplatten ausgelegt, über die der Wagen drüber fahren konnte.“

Noch bis zum 30. Oktober sind die Homberger Straße, die Harmoniestraße, die Weinhagenstraße und Teile der Bergiusstraße für Autos gesperrt. Die Baukosten belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro, bei der Gegenrichtung waren es 1,4 Millionen.

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