Ruhrbistum

Neuer Pilgerweg des Bistums Essen beginnt in Duisburg

Man muss nicht nur gut zu Fuß sein, sondern auch gut sehen können, um  dem kleinen Aufkleber in Magenta am Mast zu folgen.

Man muss nicht nur gut zu Fuß sein, sondern auch gut sehen können, um dem kleinen Aufkleber in Magenta am Mast zu folgen.

Foto: Willi Mohrs

Duisburg.   Ein kleines „e“ an Laternenmasten und Bäumen weist den Pilgerweg zum Essener Dom und zu sich selbst.

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Bevor es ans Gehen geht, hat man die Wahl zwischen zwei Kunstwerken: Der neue Pilgerweg des Bistums Essen beginnt in Duisburg an zwei Stellen: am „Poseidon“ auf der Mercatorinsel, geschaffen von Markus Lüpertz zum 300-jährigen Bestehen der Hafengesellschaft, oder der Skulptur „Rheinorange“ von Lutz Fritsch an der Mündung der Ruhr in den Rhein.

Von beiden Startpunkten aus ist der Pilgerweg an magenta-farbenen Aufklebern an Laternen- und Schildermasten zu erkennen, die Mitglieder des sauerländischen Gebirgsvereins angebracht haben.

44 Kilometer von Duisburg nach Essen

Knapp 44 Kilometer lang ist die Strecke von Duisburg nach Essen, also ins Zentrum des katholischen Ruhrbistums. 9,7 Kilometer verlaufen auf Duisburger Stadtgebiet, vom Hafen über den OB-Lehr-Brückenzug, dann an der Ruhr entlang bis zur Werthacker-Siedlung, über den „Spaghetti-Knoten“ zum Kaiserberg, am Zoo vorbei durch den Stadtwald und letztlich über die Stadtgrenze nach Mülheim. Um 90 Meter hoch liegt der höchste Punkt der Duisburger Etappe, der niedrigste bei 20 Meter.

Gut 200 Kilometer misst der Pilgerweg des Bistums Essen. Er verbindet auf fünf Abschnitten verschiedene Teile des Ruhrbistums mit dem Essener Dom. Offiziell eröffnet wird der Weg am 23. September.

Auf der Duisburger Strecke sind die Markierungen bereits angebracht, alle 250 Meter ein Aufkleber mit stilisiertem „e“ in Augenhöhe, weitere an Kreuzungen und Abzweigungen. Der Sauerländer Norbert Bracht war als Markierer vom Rhein in Kaßlerfeld und im Hafen bis zum Essener Dom unterwegs: „Insgesamt hat das Markieren rund 50 Stunden gedauert.“ Immer wieder ist er mit Bus und Bahn aus dem Sauerland ins Ruhrgebiet gefahren, um ein neues Teilstück auszuzeichnen. „In Städten dauert das deutlich länger, als wenn ich einen einsamen Waldweg markiere.“

Nicht nur, weil er häufiger Rede und Antwort stehen, sondern auch weil er viel mehr Schilder anbringen muss. Denn selbst wenn der Weg nicht die Richtung ändert, muss hinter jedem Abzweig ein neues Schild für Gewissheit sorgen. „Die Schilder bringen wir meist an Laternen, Verkehrszeichen oder Bäumen an“, sagt Bracht.

Bei Bäumen werden die bunten Aufkleber zunächst auf eine dünne Metallplatte geklebt, dann mit einem baumschonenden Spezialkleber an der Rinde befestigt. Der Weg wird übrigens in beide Richtungen markiert. Die Grundregeln des Wanderweg-Markierens hat Bracht bei einem eintägigen Seminar des Sauerländischen Gebirgsvereins gelernt.

Und wozu das Ganze? „Die katholische Kirche an Rhein, Ruhr und Lenne lädt dazu ein, die Vielfalt der Region kennenzulernen – und vielleicht auch neue Seiten von sich selbst zu entdecken“, heißt es beim Bistum in Essen.

>>>Offizielle Eröffnung am 23. September

Ausprobieren sich alle Teilstrecken des Pilgerweges im Herbst. Am Sonntag, 23. September, wird der Pilgerweg des Ruhrbistums eröffnet – mit einer ersten Etappe von der Klusenkapelle (ab 11 Uhr) im Essener Stadtwald zum Essener Dom. Informationen zum neuen Pilgerweg gibt es online unter pilgerweg.bistum-essen.de.

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