Autobahn 42

A-42-Brücke im Kreuz Duisburg-Nord wird aufwendig saniert

Die eingerüstete Autobahnbrücke A 42 im Bereich Hamborner-/Beecker Straße. Die Brücke wird massiv verstärkt.

Die eingerüstete Autobahnbrücke A 42 im Bereich Hamborner-/Beecker Straße. Die Brücke wird massiv verstärkt.

Foto: Gregor Herberhold

Alt-Hamborn/Beeck.  Bis Oktober wird die A-42-Brücke im westlichen Bereich des Kreuzes Duisburg-Nord massiv verstärkt. Ende 2019 beginnt die Fahrbahnerneuerung.

Eine Autobahnbaustelle, von der der Autofahrer praktisch nichts mitbekommt. Die gibt es derzeit auf der Westseite des Kreuzes Duisburg-Nord. Unter der auf Stelzen stehenden Trasse, die über die Hamborner- und Beecker Straße hinwegführt, werden Verstärkungen eingebaut. Im Oktober dieses Jahres soll die Maßnahme beendet sein, teilt Straßen.nrw auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Wer unter der Brücke langfährt, wundert sich über die filigrane Konstruktion aus Baugerüsten. Von der Brücke selbst ist nicht mehr viel zu sehen: Rohre und Bretter versperren den Blick auf den Beton. Damit der Verkehr ohne Behinderungen fließen kann, wird ein Hängegerüst verwendet. Unter anderem führt die Strecke zu Ikea, da würden Straßensperrungen problematisch.

Gerüst wurde in der Nacht aufgebaut

Entstanden ist eine Baustelle, die einem Kunstwerk gleicht. Selbst Lars Eickmeier, Diplom-Ingenieur bei Straßen.nrw ist beeindruckt von diesem Gewirr aus Stahlrohren und Brettern: „Das ist fantastisch, sehr imposant.“

Aufgebaut wurden die Gerüste über den innerörtlichen Fahrbahnen nachts, wenn der Verkehr praktisch ruht. Somit hat es für die motorisierten Verkehrsteilnehmer keine nennenswerten Einschränkungen und Behinderungen gegeben. Im Oktober, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, soll das Gerüst ebenfalls in der Nacht wieder abgebaut werden.

Maßnahme dient dem Erhalt des Bauwerks

Die Arbeitsplattformen sind nötig, damit unter der Spannbetonbrücke zwischen den Pfeilern Verstärkungen eingebaut werden können. Acht solche Felder gibt es pro Fahrtrichtung. Jedes Element wird mit 100 Tonnen Stahl verstärkt. Der Stahl wird dabei gespannt, so dass er am Ende 300 Tonnen tragen kann. Summa summarum wird diese Brücke also 2400 Tonnen mehr Last übernehmen können.

Es handelt sich um eine Maßnahme, die dem Erhalt des Bauwerks dient. 1977 ist die Brücke errichtet worden, die statistische Lebensdauer beträgt noch 20 Jahre. Was nicht heiße, sie müsse dann umgehend erneuert werden, sagt Lars Eickmeier. Sie kann auch deutlich länger in Betrieb bleiben. Alle sechs Jahre werden solche Konstruktionen auf Herz und Nieren geprüft. Dabei werden auch die aktuellen Anforderungen berücksichtigt. Als die Autobahn vor 40 Jahren entstand, war der Verkehr längst nicht so stark wie heute. Also musste eine Brücke auch nicht so viel tragen können wie jetzt.

Verzögerungen sind nicht zu erwarten

Die Maßnahme hat im Mai begonnen, im Oktober wird sie abgeschlossen. Bisher läuft alles nach Plan. Mit Verzögerungen ist kaum zu rechnen. Da alle Arbeiten im Trockenen – unter der Brücke – laufen, kann selbst schlechtes Wetter den Fortgang nicht (wesentlich) beeinträchtigen.

Gleichzeitig wird auch die Entwässerung der Autobahn-Fahrbahnen erneuert. Die Abwasserrohre verlaufen unter der Brücke. Die Gesamtkosten für die Ertüchtigung dieser Brücke liegen bei 2,7 Millionen Euro.

Ab Ende 2019 wird auf der Autobahn gearbeitet

Nach Abschluss der Arbeiten unter der Brücke wird – voraussichtlich ab Ende 2019 – auch auf der Autobahn selbst gearbeitet. Dei Fahrbahnen bekommen eine neue Deckschicht. Die Lärmschutzeinrichtungen sind noch in einem ordentlichen Zustand und müssen laut Straßen.nrw nicht erneuert werden. Die Auf- und Abfahrten sollen – bis auf kurzfristige Sperrungen – grundsätzlich in Betrieb bleiben. Ende 2021 sollen alle Maßnahmen im Kreuz DU-Nord abgeschlossen sein.

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