Umgehung Meiderich

Baustart für Umgehungsstraße Meiderich noch in diesem Jahr

Das Bild entstand an der Vohwinkelstraße in Meiderich. Für die Umgehungsstraße soll die Eisenbahn künftig über eine neue Brücke fahren, die Straße wird tiefer gelegt, so dass auch Lastwagen drunterher passen.

Das Bild entstand an der Vohwinkelstraße in Meiderich. Für die Umgehungsstraße soll die Eisenbahn künftig über eine neue Brücke fahren, die Straße wird tiefer gelegt, so dass auch Lastwagen drunterher passen.

Foto: Gregor Herberhold

Duisburg-Laar/Untermeiderich.   Die Bezirkspolitik Duisburg-Meiderich hat dem Baustart für die Ortsumfahrung Meiderich zugestimmt. Rat der Stadt soll Montag grünes Licht geben.

Noch in diesem Jahr will die Stadt Duisburg mit dem Bau der Ortsumfahrung Meiderich beginnen. Am kommenden Montag soll der Rat der Stadt grünes Licht geben. Am Donnerstag befasste sich die Bezirksvertretung Meiderich/Beeck mit dem Thema – und stimmte dem 21,5-Millionen-Euro-Projekt zu. Gut drei Jahre später soll der (Durchgangs-)Verkehr, vor allem der Schwerverkehr, dann über die neue Route zwischen Hafen und Autobahn 59 rollen.

„Schikanen“ sollen die Autofahrer zum Umlenken bringen

„Seit 30 Jahren ist diese Straße ein Thema“, sagte Meiderichs SPD-Fraktionssprecher Peter Hoppe. Er ist froh, dass nun endlich etwas passieren soll und hofft, „dass es schnell geht“. Das sieht Nicolas Back (CDU) genauso. Er erwartet, dass die Bürgermeister-Pütz-Straße spürbar entlastet wird. Er und andere Politiker wollten wissen, ob die Stadt nach der Fertigstellung der Straße noch Maßnahmen plant, um auch diejenigen auf Spur zu bringen, die aus Gewohnheit die alte Trasse nutzen wollen.

Es werde diverse Maßnahmen geben, erläuterte Hendrik Trappmann, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung. So soll es ein Lkw-Fahrverbot auf der Bürgermeister-Pütz-Straße geben. Zusätzlich wird dort Tempo 40 eingeführt. Beides verbunden mit Kontrollen. Sprich: Man wird die alte Strecke durch diese und weitere „Schikanen“ wie Aufpflasterungen und Mittelinseln unattraktiv machen und den gesamten „Fernverkehr“ direkt auf die neue Trasse leiten.

Die Anwohner werden durch Aluplatten vor dem Lärm geschützt

Die Anwohner der Vohwinkelstraße werden künftig hinter einer Lärmschutzwand (farbige Aluplatten) leben, die zwischen drei und sechs Meter hoch wird. Der obere Bereich soll „transparent“ gestaltet werden, wobei noch keine Details genannt wurden. Zudem ist lärmreduzierender Asphalt vorgesehen.

Die Vohwinkelstraße ist derzeit 6,75 bis 7,50 Meter breit. Künftig wird das 1700 Meter lange Straßenstück durchgängig eine Regelbreite von sieben Metern haben, sprich zwei Spuren mit je 3,50 Metern. Lkw sind maximal 2,55 Meter breit.

Als erstes wird mit dem Bau einer neuen Eisenbahn-Unterführung begonnen

Als erstes wird mit dem Bau einer neuen Eisenbahn-Unterführung begonnen. Anders als der bisherige „Tunnel“ an der Vohwinkelstraße (Nähe Einmündung Am Nordhafen), der nur für Fahrzeuge bis 2,80 Meter Höhe reicht, wird es künftig eine Durchfahrtshöhe von 4,50 Metern geben.

Die Arbeiten seien bereits mit der Deutschen Bahn abgesprochen. Schon im Mai 2020 sollen diese erfolgen. Dafür muss die Deutsche Bahn den Schienenverkehr einstellen und vorübergehend Busse einsetzen.

Mehrere Bauabschnitte sind geplant

Die gesamte Maßnahme wird in mehreren Bauabschnitten durchgeführt. Für das Projekt ist die gerade neugegründete Duisburger Infrastrukturgesellschaft zuständig.

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