Bischof Overbeck besucht Marxloh

Bad in der Menge: So wie in Gelsenkirchen-Buer vor wenigen Wochen, hoffen die Marxloher, auch einen gut gelaunten Bischof Franz-Josef Overbeck erleben zu dürfen.

Bad in der Menge: So wie in Gelsenkirchen-Buer vor wenigen Wochen, hoffen die Marxloher, auch einen gut gelaunten Bischof Franz-Josef Overbeck erleben zu dürfen.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Duisburg-Marxloh.Der Petershof hat am Sonntag, 22. September, hohen Besuch: Bischof Franz-Josef Overbeck wird dann eine Messe lesen, außerdem werden rund 130 Ehrengardisten erwartet, die im Sozialpastoralen Zentrum an der Mittelstraße ihren Verbandstag begehen.

Verbunden mit dem Verbandstag des Diözesanverbandes der Eucharistischen Ehrengarden im Bistum Essen ist ein Herbstfest der Marxloher Einrichtung. Pater Oliver, der den Petershof leitet, wird die Gäste zusammen mit den Mitarbeitern der Einrichtung in mehr als einem Duzend Sprachen begrüßen und damit deutlich machen, wie multinational die Arbeit vor Ort ist.

Im Winter werden wieder viele Obdachlose erwartet

Und er wird berichten, wie schwierig die Arbeit vor Ort ist. So graust Pater Oliver schon jetzt vor dem nächsten Winter. Wie bereits im Vorjahr will er dann für Obdachlose den Kirchenvorraum für die Nacht öffnen. Er hofft, dass der Bereich reicht. Im vergangenen Winter waren bis etwa Ende Februar stets durchschnittlich mehr als ein Dutzend Personen dort untergekommen. „Obdachlosigkeit wird in Marxloh immer mehr zum Problem“, sagt der Ordensmann. Es seien allerdings überraschend wenige Südosteuropäer, die vorbeikämen, stellt er fest.

Insbesondere um Rumänen und Bulgaren hatte sich der Petershof in den zurückliegenden Jahren bekanntlich besonders gekümmert. Vielmehr seien es jetzt Deutsche und Nordosteuropäer – unter anderem Polen und Litauer – die dann sein Angebot annehmen. Darunter Personen, die sich tagsüber am August-Bebel-Platz aufhalten. Für sie will Pater Oliver im kommenden Winter nicht nur eine warme Schlafstätte, sondern auch einfache medizinische Versorgung anbieten.

Ärzte sollen den Bedürftigen helfen

Er will dazu seine Beziehungen nutzen. Früher hatte ein Ärzteteam schon einmal im Petershof ausgeholfen, vor allem Zuwanderern. Dieser Dienst war ab 2016 allerdings zur Malteser-Migranten-Medizin-Praxis in der Altstadt verlagert worden. Aber bis dorthin, weiß Pater Oliver, kommen die Obdachlosen nicht. Für sie müsse vor Ort eine Lösung gefunden werden.

Während des Herbstfestes wird die preisgekrönte Austellung Repicturing Homeless gezeigt. Sie zeigt, dass Kleider Leute machen. So werden Obdachlose allein durch den Kleiderwechsel und das Styling zu Managern, Köchen und Modedesignern.

Die Messe beginnt um 9 Uhr, das Fest um 12 Uhr

Allen Gästen werden über den Tag hinweg Speisen und Getränke angeboten, die aus der Heimat der Petershof-Mitarbeiter stammen. Dazu gibt es Musik.

Die Ehrengarden treten um 8.30 Uhr an. Bischof Franz-Josef Overbeck liest die Messe ab neun Uhr. Gegen elf Uhr beginnt ein Festprogramm im Zelt auf dem Kirchengelände Mittelstraße. Um zwölf Uhr startet das Gemeindefest.

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