Schwalbenplatz Beeckerwerth

Flickschusterei auf dem Schwalbenplatz Duisburg-Beeckerwerth

Der Schwalbenplatz in Duisburg Beeckerwerth sieht nach Kanalbauarbeiten nicht mehr schön aus.

Der Schwalbenplatz in Duisburg Beeckerwerth sieht nach Kanalbauarbeiten nicht mehr schön aus.

Foto: Kerstin Bögeholz

Beeckerwerth.   Nach Bauarbeiten ist die Fahrbahn ein Flickenteppich mit Schlaglöchern. SPD-Ratsherr Manfred Kaiser rügt den Zustand. Stadt: Es wird repariert.

Fast eine Million Euro hat der Umbau der einstigen Beeckerwerther Kreuzung Ahrstraße/Haus-Knipp-Straße vor knapp zehn Jahren gekostet. Herausgekommen war ein verkehrsberuhigter Platz, der allemal hübscher war als die überdimensionierte Kreuzung. War. Denn jetzt, nach Abschluss der Kanalsanierung, sehen die Menschen einen Flickenteppich.

Ratsherr Manfred Kaiser kritisiert die Stadt Duisburg

„Katastrophal“ findet das der SPD-Ratsherr Manfred Kaiser aus Laar. „Wenn ich so eine Arbeit sehe, frage ich mich, wie die Stadt die nur abnehmen kann.“ Bliebe der Platz so, wie er sich jetzt präsentiert – mit Schlaglöchern, beschädigter „Bemalung“ – würde ihm sicherlich jeder zustimmen.

Aber: Es handelt sich nach Auskunft der Wirtschaftsbetriebe und der Stadt Duisburg nur um ein Provisorium. Beide berichten auf Anfrage unserer Redaktion, dass die endgültige Fertigstellung noch erfolgen werde. Bekannt gemacht wurde das bislang nicht.

Kanalbauarbeiten sind erst frisch abgeschlossen

Die Erneuerung des Abwasserkanals in der Ahrstraße sowie auf dem Schwalbenplatz ist erst im März abgeschlossen worden. Dann kam eine provisorische Decke drauf. Vermutlich wird der Platz noch in diesem Jahr komplett saniert, zumindest sollen die Arbeiten 2019 beginnen, erfuhr unsere Zeitung von den Wirtschaftsbetrieben. Selbiges gilt für die Ahrstraße.

Sie wird laut Auskunft von Silke Kersken, Sprecherin der Wirtschaftsbetriebe, zwischen Heimersheimer Straße und der Hausnummer 13 nicht nur repariert, sondern neu gestaltet – inklusive Gehweg. „Das Geld ist allerdings noch nicht freigegeben“, sagte sie. Sie geht davon aus, dass die benötigten 360.000 Euro bald zur Verfügung gestellt werden, so dass die Auftragsvergabe noch in diesem Jahr erfolgen könne.

Kostenbeteiligung, wegen der umfangreichen Arbeiten

Die Neugestaltung der Ahrstraße werden die Anlieger allerdings nicht zum Nulltarif bekommen. Die Stadt Duisburg will die umstrittenen Straßenbaubeiträge (dagegen läuft gerade eine Volksinitiative, auslöst durch den Bund der Steuerzahler) eintreiben. Dabei geht es um den gesamten Abschnitt der Ahrstraße zwischen Walporzheimer Straße und Sinzinger Straße.

Die Stadt begründet das so: Erneuert werde ja nicht nur die Fahrbahndecke. Vielmehr gebe es zusätzlich einen neuen Gehweg auf der Nordseite, neue Straßenlampen und Parkstreifen. Und das „löst eine Beitragspflicht aus“. Die Ahrstraße wird als Hauptverkehrsstraße eingestuft. Deshalb werden die Anlieger wie folgt zur Kasse gebeten: Für die Fahrbahn und die Straßenbeleuchtung sollen sie 30 Prozent der Kosten übernehmen, für den neuen Gehweg und die Parkstreifen 70 Prozent der beitragsfähigen Kosten.

Keine Beitragsrechnung für Anlieger des Schwalbenplatzes

Anders sieht es für die direkten Anlieger des Schwalbenplatzes aus: Sie bekommen keine Rechnung. „Der Ausbau erfolgt auf Kosten der Wirtschaftsbetriebe Duisburg“, teilt Sebastian Hiedels, Sprecher der Stadt Duisburg, auf Anfrage mit.

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