Demonstrationen

1100 Duisburger stellen sich 270 Pegida-Anhängern entgegen

Auf dem Bahnhofsvorplatz stehen rechts die eher linken Gegendemonstranten und links die rechten Pegida-Anhänger - zwischen ihnen 40 Meter Sicherheitsabstand.

Auf dem Bahnhofsvorplatz stehen rechts die eher linken Gegendemonstranten und links die rechten Pegida-Anhänger - zwischen ihnen 40 Meter Sicherheitsabstand.

Foto: Stefan Arend

Duisburg.  Rund 270 Anhänger der ausländerfeindlichen Pegida NRW zogen am Sonntag durch Duisburg. Ihnen stellten sich über 1100 Demonstranten entgegen.

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Die ausländerfeindliche Organisation Pegida NRW hat am Sonntag in Duisburg demonstriert. Zur Unterstützung hatten sich mehrere selbsternannte Bürgerwehren angekündigt. Ihnen stellten sich zahlreiche Bündnisse von Gewerkschaften, Parteien und Institutionen entgegen.

  • Zu der Kundgebung am Hauptbahnhof konnte Pegida NRW etwa 270 Teilnehmer mobilisieren.
  • Rund 1100 Bürger stellten sich in vier Gegendemonstrationen, organisiert von bürgerlichen und linken Gruppen, dem Aufmarsch entgegen.
  • Die Polizei ist mit dem Einsatz zufrieden. Ein Aufeinandertreffen der Demonstranten konnte mit einem Großaufgebot verhindert werden.
  • Polizisten setzten gegen Gegendemonstranten Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

Eine Chronik des Tages:

20.07 Uhr: Die Pressestelle des Duisburger Polizeipräsidiums schickt eine schriftliche Bilanz. Drei Teilnehmer der Pegida-Demo mussten demnach verbotene Gegenstände abgeben, darunter ein Messer und Quarzhandschuhe. Mehrmals hatten Gegendemonstranten versucht, Polizeisperren zu durchbrechen – Polizisten setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Eine Sitzblockade von sieben Personen an der Kreuzung Musfeld-/Plessingstraße wurde durch Polizeikräfte aufgelöst.

„In 22 Fällen erstattete die Polizei Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und gegen das Versammlungsgesetz“, meldete die Pressestelle.

18.20 Uhr: Begleitet von der Polizei gehen die Teilnehmer der Pegida-Demo in den Hauptbahnhof. Dort begleiten Bundespolizisten einzelne Gruppen bis hinein in die Züge.

18.10 Uhr: Pegida-Anhänger singen das Deutschland-Lied und ziehen zum Hauptbahnhof zurück. Nach Angaben der Polizei wurden in der Spitze 270 Teilnehmer gezählt, denen 1100 Gegendemonstranten gegenüber standen. Für die Polizei ist der Einsatz ein Erfolg, weil verhindert werden konnte, dass die Demonstranten aneinander geraten, sagte ein Sprecher. Zwei Sitzblockaden mussten aufgelöst werden. Acht Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

18.00 Uhr: Im Kantpark sind inzwischen mehr Einsatzkräfte als Demonstranten. Auf der Bahnhofsplatte harren rund 50 Gegendemonstranten im Regen aus.

17.45 Uhr: Linke Demonstranten halten ihre Sitzblockade am Kaufhof aufrecht. Parallel hält Pegida NRW eine Zwischen-Kundgebung im Kantpark ab. Einer der Gründe, warum sich die Demonstration so verzögert hat, ist offenbar, dass es Startschwierigkeiten mit dem Demonstrations-Wagen gab, der von einer Autovermietung geliehen worden war. Die Zeit wird jedenfalls knapp, die Demonstration ist nur bis 18 Uhr angemeldet worden. Am Hauptbahnhof sollen die Demo-Teilnehmer von der Bundespolizei zu ihren Zügen geleitet werden.

17.25 Uhr: Um der Sitzblockade der Gegendemonstranten auszuweichen, die seit dem Nachmittag die Düsseldorfer Straße vor dem Kaufhof versperren, zieht der Pegida-Zug jetzt durch den Kant-Park unmittelbar am hell erleuchteten Lehmbruck-Museum vorbei. Zwischen den Pegida-Anhängern und den Gegendemonstranten liegen Luftlinie etwa 150 Meter.

17.15 Uhr: Am Ende des Zuges laufen Mitglieder der Bruderschaft Deutschland und der Volksgemeinschaft Niederrhein - viele von ihnen tragen Sonnenbrillen und sind vermummt. An der Kremerstraße rufen sie immer wieder Parolen zu den Menschen auf den Balkonen hoch. Aus den Lautsprechern kommt Musik von Xavier Naidoo.

Polizeibeamte schützen auch die Gäste eines Restaurants. Allein an der Ecke Düsseldorfer Straße Ecke Realschulstraße sind über 200 Beamte präsent.

Mit enormem Personalaufwand sichert die Polizei die Düsseldorfer Straße. Dazu spielt die Demo-Playlist "Verdammt ich lieb dich" von Matthias Reim. Anwohner schauen aus den Fenstern dem Treiben zu.

Einsatzkräfte müssen Passanten schützen

17.10 Uhr: Passanten, die "Nazis raus!" rufen, müssen von Einsatzkräften der Hundertschaft geschützt werden. Pegida-Anhänger rufen: "Wer Deutschland nicht liebt, muss Deutschland verlassen!"

17.00 Uhr: Während der Aufzug der Rechten stockt, werden bei den Gegendemonstranten Sitzblockierer von Polizisten weggetragen. Anwohner an der Kremerstraße, wo der Zug entlangführt, sagen, dass ihnen das Geschrei schon Angst mache. Aber sie nehmen die Aufregung in ihrer Nachbarschaft in Kauf, weil sie froh sind, dass man "in unserer Demokratie seine Meinung sagen darf".

Teilnehmer des Pegida-Zuges rufen "Nieder mit der linken Pest!"

16.45 Uhr: Während draußen demonstriert wird, läuft im Lehmbruck-Museum das Winter-Konzert 2019 des Jungen Ensembles Ruhr mit Künstlern aus vier Kontinenten, auch hier geht es um Vielfalt und gegen Rassismus. Besucher Jörg Kiesow (57) von der Sportjugend sagt, dass die Sportjugend auch zur Demo aufgerufen habe. Es gebe aber so viele Veranstaltungen heute, dass das vielleicht auch ein Grund sei, warum nicht so viele den Weg gefunden hätten, um mitzudemonstrieren.

Während die Sonne malerisch untergeht, ist der Kantpark von Blaulicht erhellt. Alle Seitentraßen entlang der Düsseldorfer Straße sind von Polizeiwagen verstellt. Alles bereitet sich darauf vor, dass die Pegida-Anhänger am Lehmbruck-Museum vorbeiziehen. Ein immenser Aufwand. Der Pegida-Marsch wird von Schlager-Musik begleitet.

16.35 Uhr: Die Polizei bereitet sich auf die Begegnung der Demonstrationszüge an der Ecke Düsseldorfer Straße/Friedrich-Wilhelm-Straße vor. Ein Wasserwerfer ist postiert, berittene Polizei und jede Menge Einsatzhundertschaften sind vor Ort.

16.25 Uhr: Die Gegendemonstranten haben es über die Düsseldorfer Straße bis zur Friedrich-Wilhelm-Straße geschafft. Da es hier für sie kein Weiterkommen gibt, ziehen sie wieder Richtung Königstraße. Ein Ehepaar vom Niederrhein, das mit dem achtjährigen Sohn auf dem Weihnachtsmarkt die Demo sieht, sagt, dass das Polizeiaufgebot schon martialisch aussehe, gerade für das Kind. Sie stört der Alkoholkonsum bei manchen Demonstranten. Sonst hätten sie sich der Demo sogar angeschlossen, "denn wir wollen natürlich auch keine Nazis!"

16.15 Uhr: Am Forum verhindern Polizeiketten ein Durchbrechen der Gegendemonstranten. Auf dem Weihnachtsmarkt läuft der Glühweinverkauf davon ungetrübt. Die meisten Besucher schauen sich das Geschehen interessiert an.

16.10 Uhr: Die Anhänger von Pegida NRW beginnen ihre Demonstration. Linke Gegendemonstranten versuchen, dem Zug auf Parallelstraßen zu folgen.

Die Veranstalter von Duispunkt und "Du und Wir" finden es positiv, dass sich erstmals auch Parteien, DGB und die Kirchen angeschlossen haben. Sie sind aber enttäuscht, dass nicht so viele gekommen sind wie vor einigen Tagen in Mülheim, wo über 2500 Demonstranten versammelt waren.

Eckart Pressler, Veranstalter des Kultur-Protestkonzerts auf der Bahnhofsplatte, glaubt dass viele Menschen aus der bürgerlichen Mitte die Veranstaltung gemieden haben aus Angst vor Gewalt und Randale: "Wir dachten nicht, dass sich die Duisburger Zivilgesellschaft hier den Schneid abkaufen lässt."

15.55 Uhr: Etwa 60 Polizisten stehen zwischen den beiden Lagern am Hauptbahnhof. Die Gegendemonstranten rufen "Alerta, alerta, Antifascista" und "Nazis raus!". Pegida NRW ist derweil immer noch nicht losgelaufen. Aus den Boxen krächzt "When tomorrow comes" von Eurythmics, dazu werden Deutschlandfahnen geschwenkt. Ein Sprecher erklärt mit Bezug auf die Kälte und die Gegendemonstranten, patriotischer Widerstand sei nicht immer ein Zuckerschlecken.

15:35 Uhr: Die Gegendemonstranten, die an der Friedrich-Wilhelm-Straße festhingen, sind inzwischen am Hauptbahnhof angekommen.

15.30 Uhr: Es wird aggressiver am Hauptbahnhof. Demonstranten und Gegendemonstranten brüllen sich gegenseitig über den Platz an. Zwischen ihnen liegen 40 Meter. Ein Mann wird festgenommen.

Polizeisprecher Stefan Hausch schätzt, dass Pegida etwa 250 bis 300 Teilnehmer, die Gegendemonstrationen insgesamt etwa 600 Teilnehmer mobilisieren konnten.

15.20 Uhr: Am Ostausgang des Hauptbahnhofs hat der Jugendring Blumen und Kerzen an den Stolpersteinen niedergelegt, die an die Opfer des Nazi-Regimes erinnern.

15.15 Uhr: An der Absperrung steht Sybille Schaal. Die 70-Jährige gehört zu den Omas gegen Rechts. „Wir sind zwar alt, aber nicht stumm. Ich glaub nicht, dass sich jemand traut, eine Oma anzugreifen", sagt die Dinslakenerin. "Deshalb stellen wir uns dazwischen. Wir haben doch eine Verantwortung für unsere Enkel!“

15.07 Uhr: Einige der Blockierer stehen auf, möglicherweise ist es ihnen auch zu kalt. Über eine Durchsage erklärt die Polizei den Linken in der Blockade, wo das nächste öffentliche WC ist. Ein bisschen Spaß muss sein.

15.05 Uhr: Polizeisprecher Stefan Hausch berichtet von einer "dynamischen Lage" und "dem gleichen Spiel wie immer. Einige Gegendemonstranten versuchen, an den Polizeisperren vorbeizukommen". Derzeit werde geprüft, ob die Sitzblockade am Kaufhof als Spontandemonstration genehmigt werde. Der Demonstrationszug von Pegida werde sich voraussichtlich in wenigen Minuten in Bewegung setzen. Die Linken hoffen, den Rechten mit der Sitzblockade in die Quere zu kommen.

14.55 Uhr: Die Teilnehmer der "Duisburg stellt sich quer"-Demo haben an den Mannschaftswagen der Polizei auf der Friedrich-Wilhelm-Straße zunächst den Rückzug angetreten. Viele von ihnen wollen dann aber über den Dellplatz und die Böningerstraße vorbei an der Polizei zurück auf die Düsseldorfer Straße. Nun liefern sich linke Demonstranten und Polizisten ein Katz- und Maus-Spiel.

14.45 Uhr: Der Demonstrationszug der Initiative "Duisburg stellt sich quer", der am Theater am Marientor gestartet war, ist offenbar falsch abgebogen und steckt jetzt mit etwa 200 bis 300 Teilnehmern an der Polizeiblockade auf der Friedrich-Wilhelm-Straße fest. Zu sehen sind kurdische Fahnen, solche der MLPD und mit dem Appell "Keinen Fußbreit den Faschisten!"

Sitzblockade von etwa 20 Linksautonomen

14.40 Uhr: An der Ecke Friedrich-Wilhelm-Straße/Düsseldorfer Straße sitzen etwa 20 Linksautonome eng aneinander gedrängt auf dem Boden, umringt von einer Überzahl an Polizeibeamten. Es ist unklar, wie die Polizei mit dieser Blockade umgehen wird. Die Stimmung ist friedlich.

14.30 Uhr: Wir schätzen, dass Pegida etwa 300 Teilnehmer mobilisieren konnte. Das sind deutlich mehr als zuletzt 2018, als lediglich 20 beziehungsweise 50 Rechte nach Duisburg gekommen waren. Die Gegendemonstranten sind dennoch in der deutlichen Mehrheit: Am Hauptbahnhof sind es etwa 1000.

14.20 Uhr: Auch Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link will den "Rechten nicht den Platz überlassen". Er habe zwar "kein Interesse daran, sich von rechten Splittergruppen den Terminkalender diktieren zu lassen", aber man dürfe "den Rechten auch nicht sehenden Auges die Meinungsherrschaft überlassen. Ich habe hier schon an Weihnachten und im Schnee demonstriert, und heute, am Volkstrauertag, ist wieder ein wichtiger Tag um hier zu sein."

14.15 Uhr: Zum Streckenverlauf der Pegida-Kundgebung macht die Polizei Duisburg weiter keine Angaben. Die Einsatzkräfte blockieren mit mehreren Mannschaftswagen die Friedrich-Wilhelm-Straße, beziehen am Kaufhof und im Kantpark Stellung.

14 Uhr: Angelika Wagner (DGB) und Rainer Bischoff auf die Frage, warum sich nicht alle Gegen-Demonstranten gemeinsam verbünden: "Manche glauben halt, es besser zu machen als andere, aber am Ende kommen alle am Hauptbahnhof zusammen und richten sich gewaltfrei gegen Rechts, das ist es, was zählt."

14.05 Uhr: Linke Gegendemonstranten planen offenbar eine Straßenblockade an der Ecke Düsseldorfer/Friedrich-Wilhelm-Straße. Polizeisprecher Stefan Hausch bestätigt das, er spricht von Demonstranten "aus dem linken Spektrum".

13.45 Uhr: Christine Schächner aus Duisburg steht bei den Gegendemonstranten: "Ich finde es traurig, dass sich nicht alle Organisationen friedlich an einem Platz treffen können, um gegen die Nazis zu protestieren." Sie sagt, sie vermisse Oberbürgermeister Sören Link - der aber ist vor Ort.

13.40 Uhr: Wir schätzen, dass Pegida am Hauptbahnhof aktuell mit 150 bis 200 Demonstranten vertreten ist. Ihnen stehen schätzungsweise 500 bis 600 Gegendemonstranten gegenüber. Im Pegida-Lager sind Frauen eine Minderheit, auf Seiten der Gegendemonstranten sind auch viele Familien mit Kindern vertreten.

Polizei begleitet rechte Demo-Teilnehmer durch den Hauptbahnhof

Polizisten holen die Teilnehmer der Pegida-Demo an den Bahnsteigen ab und begleiten diese durch den Hauptbahnhof zur Kundgebung.

13.30 Uhr: Die "Bruderschaft Deutschland" ist gerade mit etwa 30 Männern angekommen. Sie tragen fast alle schwarze Bomber- oder Tarnjacken. Sie werden nun ins Zelt der Polizei geführt, wo sie durchsucht werden.

13.15 Uhr: Bärbel Bas, Bundestagsabgeordnete der SPD, sagt: "Wie man an den Fahnen sehen kann, sind alle Organisationen zur Gegendemo gekommen. Das ist ein gutes Zeichen. Es ist eine Unverschämtheit, dass Nazis so historische Daten aussuchen, obwohl sie jedes Mal wieder feststellen, dass sie damit hier nicht punkten können. Duisburg kämpft dafür, eine vielfältige Stadt zu bleiben."

Zuletzt, im Dezember 2018, konnte Pegida in Duisburg lediglich 20 Teilnehmer für eine Demo mobilsieren. Im September 2018 trafen 55 Pegida-Anhäger in Duisburg auf etwa 1500 Gegendemonstranten.

13 Uhr:

Die Polizei sortiert die Demonstrationsteilnehmer, die den Duisburger Hauptbahnhof Richtung Innenstadt verlassen: Die Rechten müssen nach links, die Linken nacht rechts. Links haben die Einsatzkräfte ein blaues Zelt aufgebaut, in dem Teilnehmer der Pegida-Demo nach Waffen durchsucht werden. Wir zählen in diesem Bereich aktuell sieben, acht Personen. Etwas versteckt hat die Polizei einen Wasserwerfer und ein Gefangenentransportwagen platziert.

Familien mit Kindern und „Omas gegen Rechts“ demonstrieren gegen Rechte

12.50 Uhr: Reggaemusik auf dem Bahnhofsvorplatz: Menschen aller Altersgruppen, Familien mit Kindern sind gekommen, um sich solidarisch zu zeigen - auch die „Omas gegen Rechts“.

Der Landtagsabgeordnete Rainer Bischoff (SPD) blickt zufrieden um sich: Schon vor dem Start sind viele Duisburger gekommen. „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass Pegida hier nicht willkommen ist.“ Er fürchtet, dass die Rechtspopulisten nach Dortmund hier einen zweiten Standort aufbauen wollen. Da sei es wichtig, deutlich zu zeigen: „Hier nicht!“ Die SPD Duisburg hat all ihre Mitglieder dazu aufgerufen, heute gegen die Rechten Stellung zu beziehen.

12.30: Die SPD Duisburg hat ihre Mitglieder per Mail aufgerufen, sich an den Gegen-Demonstrationen zu beteiligen. Das hat es bei den bisherigen Pegida-Aufläufen nicht gegeben, sagt ein Genosse.

12 Uhr: Der Duisburger Weihnachtsmarkt in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs öffnet am heutigen Volkstrauertag von 14 bis 21 Uhr. Polizeisprecher Stefan Hausch weist darauf hin, dass der Zugang zur Königstraße und zum Markt ab etwa 13 Uhr eingeschränkt sein wird. Die südlichen Zugänge, etwa vom Kantpark und von der Friedrich-Wilhelm-Straße aus, werden durch die Polizei abgeriegelt, da hier Demonstrationszüge geplant sind.

Die U79 kann zwischen den Haltestellen Betriebshof Grunewald und Platanenhof nicht fahren. Die DVG setzt auf dieser Linie Busse ein, die jedoch an Haltestellen Grunewald, Karl-Jarres-Straße, Kremerstraße und Musfeldstraße nicht stoppen können. Zahlreiche Buslinien können können folgende Haltestellen nicht erreichen: Duisburg-Hauptbahnhof-Westeingang, Lehmbruck-Museum, Friedrich-Wilhelm-Platz, Marientor, Kremerstraße, Karl-Jarres-Straße und Heerstraße.

11.30 Uhr: Auf dem Bahnhofsvorplatz fahren immer mehr Mannschaftswagen der Polizeihundertschaft vor. Ein paar Zelte sind aufgebaut.

Polizei vor Großeinsatz in Duisburg wegen Pegida-Demo

Diesen Zeitplan haben die Veranstalter angekündigt:

14 Uhr: Pegida NRW will um 14 Uhr auf dem Portsmouth Platz am Hauptbahnhof mit einer Kundgebung beginnen.

13.30 Uhr: Eine Gegendemo des antifaschistischen Bündnisses "Duisburg stellt sich quer" beginnt am Theater am Marientor und endet mit einer Kundgebung am Hauptbahnhof gegen 15 Uhr.

13 Uhr: Eine Gegendemo beginnt am Hauptbahnhof. Dazu rufen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Duisburg und das „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“ gemeinsam mit der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten“ (VVN/BdA) und „Duispunkt“ (Initiative für Toleranz und Vielfalt in Duisburg) auf.

„Duispunkt“ und „DU+Wir“ wollen um 13 Uhr auf der Bahnhofsplatte ein „Kultur-Protestkonzert“ beginnen, berichtet Veranstalter Eckart Pressler. Laut Pressler rufen neben „Duispunkt“, „DU+Wir“, DGB, VVN/BdA und dem „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“ folgende Organisationen zur Gegendemo auf: Verdi Duisburg, GEW, Evangelischer Kirchenkreis Duisburg, „Cooperative Duisburg“ sowie SPD, Linkspartei und Bündnis90/Die Grünen.

Sperrungen und Einschränkungen in der Innenstadt:

Rund um den Hauptbahnhof soll es laut Polizei Einschränkungen geben. Fahrgäste der Bahn sollen deshalb den Bahnhof nur über den Osteingang und den Busbahnhof betreten oder verlassen. Eine wichtige Information für Autofahrer, die aus dem Norden kommen: In Richtung Süden wird die A-59-Abfahrt Duisburg-Zentrum ab 14 Uhr gesperrt. Mit Behinderungen auf den Straßen in der Innenstadt ist zu rechnen.

Zahlreiche Verbindungen sind laut Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) zwischen 13.30 und 17 Uhr von Straßensperren betroffen. Die U79 kann zwischen den Haltestellen Betriebshof Grunewald und Platanenhof nicht fahren. Die DVG setzt auf dieser Linie Busse ein, die jedoch an Haltestellen Grunewald, Karl-Jarres-Straße, Kremerstraße und Musfeldstraße nicht stoppen können. Zahlreiche Buslinien können können folgende Haltestellen nicht erreichen: Duisburg-Hauptbahnhof-Westeingang, Lehmbruck-Museum, Friedrich-Wilhelm-Platz, Marientor, Kremerstraße, Karl-Jarres-Straße und Heerstraße.

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