Promi-Plausch in der Piano-Bar

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Rolf Milser (61) ist bestens gelaunt, gerade braun gebrannt aus dem jüngsten Thailand-Urlaub zurück und lässt sich satte drei Stunden lang beim exklusiven WAZ-Promi-Talk samt leckerem Drei-Gänge-Menü von fünf Lesern mit Fragen löchern. Schöne, teils skurrile Geschichten kommen beim abendlichen Plausch in der Piano-Par des Landhauses Milser ans Licht. Martha Mielke (60) aus Hamborn, Otto Kleinholz (83) aus Huckingen, Matthias Höfer (68) aus Großenbaum, Dieter Sülzenfuß (72) aus Ungelsheim und der gebürtige Hamborner Horst Weber (64) sprechen mit dem Hotelier und Olympiasieger im Gewichtheben von 1984 unter anderem über...
...eine Blinddarm-Operation im Bethesda-Krankenhaus und ein Wiedersehen nach rund 40 Jahren.

„Das muss etwa 1973 gewesen“, erzählt Milser. „Ich hatte einen Weltrekord angekündigt und plötzlich hieß es: Der Blinddarm muss raus. Ich habe Kühlelemente draufgepackt. Dann ging es. Den Weltrekord habe ich knapp verfehlt, dafür aber noch einen Jux-Zehnkampf in München gewonnen.“ Zwei Tage später taucht Milser im Bethesda auf. „Das war mein erster Krankenhausaufenthalt überhaupt. Ich hab ordentlich Muffe gekriegt. Denn neben mir lag ein Patient, der parallel an der Luftröhre operiert werden musste und da wollte ich nicht unbedingt verwechselt werden...“ Alles geht gut – weiß auch Horst Weber. Er ist damals ebenfalls im Bethesda und kann Milser beim Promi-Talk rund 40 Jahre später davon erzählen: „Ich lag auf Zimmer 210, Rolf Milser auf Zimmer 212. Nachmittags haben sich die Patienten auf der Station mit ihm in einer Sitzecke getroffen und er hat schöne Dönekes erzählt.“


...den Olympiasieg 1984.

„Langsam realisiert habe ich das Ganze erst, als mich über 10 000 Menschen am alten Duisburger Bahnhof empfangen haben“, so Milser. „Ganz viel habe ich meinem alten Trainer Günter Lißek zu verdanken. Ich hatte zuvor bis zu sieben Stunden täglich beim VfL Süd trainiert.“

Otto Kleinholz, früher Lehrer am Mannesmann-Gymnasium, hat während des Leichtathletik-Unterrichts mit seinen Schülern in Hüttenheim erlebt, wie Milser Gewichte stemmte. „Damals hat er den Grundstein gelegt“, erzählt der 83-Jährige beim Promi-Talk. Dieter Sülzenfuß berichtet vom Empfang nach Milsers Olympiasieg auf der Anlage des VfL Süd. „Ich war dabei. Eine tolle Geschichte.“ Nach dem Triumph hat Milser bis heute keine Hantel mehr angepackt. „Ich wollte nicht mehr verlieren.“


...Doping.

„Ich habe nie etwas auf Kosten meiner Gesundheit gemacht, bin während meiner Karriere 156 Mal kontrolliert und nie positiv getestet worden“, so Milser.


...seinen Auftritt in der Komödie „Drei und eine halbe Portion“.

„Das war ein Spaß“, sagt Milser. „Außerdem hab ich damals 200 000 Mark dafür bekommen.“ Als Filmpartner auch an seiner Seite: der frühere Zehnkämpfer Jürgen Hingsen. „Mit ihm verbindet mich bis heute eine enge Freundschaft“, so Milser. „Seine Töchter sind meine Patenkinder.“
...seine Fitness heute.

„2009 bin ich den kompletten Jakobsweg gegangen. Und gleich am Anfang habe ich mir leider durch eine aufgeplatzte Blase am Fuß eine Blutvergiftung zugezogen. Durchgehalten habe ich trotzdem – einen Monat lang täglich 32 bis 42 Kilometer. Dabei laufen Gewichtheber sonst nie mehr als 30 Meter...“, so Milser. „Ansonsten mache ich hier in Duisburg viel Nordic Walking und zwei Mal im Jahr Heilfasten. Das tut mir gut.“

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