Gericht

Sechs Duisburger sollen Mann über Stunden misshandelt haben

Sechs Duisburger sollen einen Mann misshandelt haben. Wegen Geiselnahme stehen sie nun vor dem Landgericht in Duisburg. (Gestelltes Symbolbild)

Sechs Duisburger sollen einen Mann misshandelt haben. Wegen Geiselnahme stehen sie nun vor dem Landgericht in Duisburg. (Gestelltes Symbolbild)

Foto: Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Prozess vor dem Landgericht: Weil er zwar Geld nahm, aber keine Ware lieferte, sollen sechs Duisburger einen Mann als Geisel genommen haben.

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Wegen Geiselnahme müssen sich sechs Duisburger vor dem Landgericht am König-Heinrich-Platz verantworten. Am 4. Juni sollen die 21 bis 34 Jahre alten Angeklagten einen Mann in einem Ladenlokal in der City über Stunden festgehalten und ihn mit dem Tode bedroht haben. Motiv der Tat war eine gescheiterte Geschäftsgründung.

Vier der Angeklagten, sie sind miteinander verwandt und wohnen unter der gleichen Anschrift im Duisburger Süden, hatten in der Innenstadt eine Immobilie angemietet, um ein Restaurant zu eröffnen. Bei dem späteren Geschädigten sollen sie im März Kücheninventar und Döner-Spieße bestellt und dafür vorab 11.300 Euro auf den Tisch gelegt haben.

Angeklagte sollen damit gedroht haben, säumigen Lieferanten „abzuschlachten“

Doch der Zeuge lieferte nicht. Daraufhin soll im Mai eine Rückzahlung des Geldes vereinbart worden sein. Anfang Juni wollten einige der Männer zumindest eine teilweise Rückzahlung des Geldes erreichen. Doch es nützte nichts, dass sie mit dem Zeugen zu einem Geldinstitut gingen: Sein Konto soll nicht gedeckt gewesen sein.

Daraufhin wurde der Mann in das Ladenlokal gebracht. Er soll an einen Stuhl gefesselt und mit einem Messergriff geschlagen worden sein. Platzwunden und Prellungen habe er erlitten. Über Stunden sollen die Angeklagten den Zeugen festgehalten und ihn mit dem Tode bedroht haben. Wenn er nicht jemanden auftreibe, der das Geld bringe, würden sie ihn „abschlachten“, sollen sie gedroht haben. Der Zeuge soll sich vergeblich telefonisch bemüht haben, den Anordnungen der Angeklagten Folge zu leisten. Schließlich durfte er gehen.

Drei weitere Sitzungstage geplant

Nach der Verlesung der Anklageschrift erörterten die beteiligten Juristen zunächst in einem Rechtsgespräch die Verfahrenslage. Für das Verfahren sind bis Mitte Januar drei weitere Sitzungstage im Landgericht Duisburg vorgesehen.

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