Parteitag

SPD Duisburg will Homo-, Familien- und Stahlwerker-Ampeln

Die weltweit erste Bergmannsampel wurde 2018 in Duisburg nach einer Idee von Journalistin Kathrin Hänig eingeweiht.

Die weltweit erste Bergmannsampel wurde 2018 in Duisburg nach einer Idee von Journalistin Kathrin Hänig eingeweiht.

Foto: Christophe Gateau / dpa

Duisburg.  Die SPD Duisburg will nach dem Erfolg der Bergmannsampel auch Ampelfrauen, hetero- und homosexuelle Paare rot und grün aufleuchten lassen.

Die Bergmannsampel feierte in Duisburg 2018 Weltpremiere und bescherte der Stadt schöne Schlagzeilen und Nachahmer im Ruhrgebiet. Der SPD-Ortsverein Stadtmitte-Altstadt-Dellviertel engagiert sich nun für eine noch größere Vielfalt der Duisburger Ampelmännchen: Neben denen mit Grubenlampen sollen auch Ampelfrauen, hetero- und homosexuelle Paare, Eltern mit Kindern, Matrosen und Stahlwerker rot und grün aufleuchten.

Ampelmännchen als Zeichen für Vielfalt und Toleranz

Mit seiner Idee setzte sich der Ortsverein Stadtmitte am Dienstagabend beim Parteitag des Duisburger SPD-Unterbezirks in der Rheinhausenhalle durch.

Dabei hatten der Unterbezirksausschuss und der -vorstand um Ralf Jäger und Sarah Philipp den 166 Delegierten empfohlen, den Antrag abzulehnen. Die Bergmannsampel sei ein Alleinstellungsmerkmal, und ihre Genehmigung durch die Bezirksregierung ein Kraftakt gewesen, so die Gegenargumente.

Das überzeugte die Mehrheit der Genossen allerdings nicht: Sie stimmte für die Idee des Ortsvereins, der mit zwölf unterschiedlich gestalteten Anlagen an Mercator- und Friedrich-Wilhelm-Straße am Hauptbahnhof zeigen will, „wie vielfältig, weltoffen, tolerant und modern Duisburg ist“, so der Vorsitzende Stefan Dellwo.

Die Vielfalt-Ampeln wird nun die Fraktion im Stadtrat auf den Weg bringen.

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