Ralf-Jäger-Nachfolge

SPD-Vorsitz: Bas sieht Philipp und Özdemir in der Pflicht

Thekengespräch in Duisburg-Buchholz im Mai 2019: Der am 8. November zurückgetretene Ralf Jäger (2. v. r.) mit seinen möglichen Nachfolgern Sarah Philipp (2. v. l.) und Mahmut Özdemir (re.). Links: Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske.

Thekengespräch in Duisburg-Buchholz im Mai 2019: Der am 8. November zurückgetretene Ralf Jäger (2. v. r.) mit seinen möglichen Nachfolgern Sarah Philipp (2. v. l.) und Mahmut Özdemir (re.). Links: Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Duisburg.  Wer tritt die Nachfolge des zurückgetretenen Ralf Jäger als Vorsitzen(r) der SPD Duisburg an? Bärbel Bas macht einen Vorschlag.

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Ralf Jäger hat sein Amt als Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Duisburg vorigen Freitag nach 14 Jahren niedergelegt, um mehr Zeit für seine schwer erkrankte Frau Marion zu haben. Sein Rücktritt zehn Monate vor den Kommunalwahlen hat viele Genossinnen und Genossen bewegt und überrascht. Am Tag des Rücktritts, so berichten Vorstandsmitglieder, sei die Neuwahl der Parteispitze noch kein Thema gewesen. Nun hat die Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas auf Nachfrage eine Doppelspitze und vorzeitige Vorstandswahlen empfohlen.

Bärbel Bas: SPD-Vorsitzende(n) Ende März wählen

Die frisch gewählte stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion sieht zwei junge Parlamentarier in der Pflicht, Jägers Nachfolge anzutreten: die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende, die Landtagsabgeordnete Sarah Philipp (36), und den Bundestagsabgeordneten Mahmut Özdemir (32). „Die beiden können und sollten nun Verantwortung übernehmen“, sagt Bas, „am besten ziemlich zügig, vielleicht ja sogar gemeinsam“.

Der Unterbezirk solle nicht bis nach der Kommunalwahl am 13. September kommissarisch geführt werden, findet Bas, die dem Vorstand des Unterbezirks bis 2018 selbst 20 Jahre lang angehörte. „Wir könnten die neuen Vorsitzenden beim Parteitag im März wählen.“ Bei der Delegiertenkonferenz am 28. März will die Partei die Kandidaten für die Kommunalwahl nominieren und ihr Wahlprogramm verabschieden.

Bärbel Bas: keine Zeit fürs Amt der Vorsitzenden

„Die Wahl einer starken Spitze“, meint Bas, „könnte auch für die Wahlen ein wichtiges Signal sein.“ Es gebe einige Argumente für eine Doppelspitze, sagte sie mit Blick auf die Neubesetzung des Vorstandes der Bundespartei. Eine Kampfabstimmung sei im Kommunalwahlkampf kontraproduktiv: „Die beiden sollten sich am besten treffen, in die Augen schauen und herausfinden, was gemeinsam oder eben alleine möglich ist.“ Philipp und Özdemir haben sich zu ihren Ambitionen noch nicht geäußert.

Bärbel Bas selbst strebt den Vorsitz nicht an, sagte die 51-Jährige: Sie habe als Fraktionsvize in Berlin „eine Menge zu tun. Da fehlen mir Zeit und Kraft für dieses Amt. Ich bin raus bei der Frage.“ Der Vorstand des Duisburger Unterbezirks trifft sich kommende Woche. Beim Parteitag in der Rheinhausenhalle am 19. November soll es vor allem um die Bilanz der Berliner Groko gehen.

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