Stadionname

Weiterhin Schauinsland-Reisen-Arena? „Bock hätten wir schon“

Andreas Rüttgers von Hauptsponsor Schauinsland-Reisen (im Juli 2018). Der Zehnjahresvertrag über die Namensrechte zwischen dem Duisburger Familienunternehmen und dem MSV Duisburg läuft aus.

Andreas Rüttgers von Hauptsponsor Schauinsland-Reisen (im Juli 2018). Der Zehnjahresvertrag über die Namensrechte zwischen dem Duisburger Familienunternehmen und dem MSV Duisburg läuft aus.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Schauinsland-Reisen würde gerne weiter mit dem Stadionnamen werben. Ob die Duisburger und der MSV verlängern, hängt von mehreren Faktoren ab.

Nach der Fertigstellung der Arena im Jahr 2005 hatte sich der MSV vergeblich um einen Namensgeber für den Nachfolger des Wedaustadions bemüht – bis Schauinsland-Reisen (SLR) 2010 die Rechte für zehn Jahre kaufte. Der Duisburger Reiseveranstalter ist den Zebras seit den 60er-Jahren verbunden, investiert zurzeit auch in Trikot-Werbung und in die Schauinsland-Reisen-Tribüne. Der Vertrag über die Namensrechte an der Schauinsland-Reisen-Arena läuft am 30. Juni aus. Bereits vor der Corona-Krise hatten sich SLR und MSV nicht auf einen neuen geeinigt.

Dann wurde die Pandemie zum Albtraum für das 102-jährige Familienunternehmen. Nach der Reisewarnung der Bundesregierung sagte es alle Reisen bis zum 14. Juni ab. Die Rückerstattung für 130.000 Kunden, deren Urlaube storniert werden mussten, kostete SLR nach eigenen Angaben 70 Millionen Euro. Zuvor hatte der Veranstalter 15.000 Urlauber nach Deutschland zurückgeflogen, meldete zuletzt Kurzarbeit an, um die Arbeitsplätze zu retten.

Schauinsland-Reisen: Einklang von Sponsoring und Wirtschaftslage, „Verantwortung für 500 Mitarbeiter“

Mit dem MSV und Vermarkter Lagardère sei man weiterhin im Gespräch, sagt Andreas Rüttgers, Leiter des Fluggeschäftes und ehemaliger MSV-Präsident. „Bock hätten wir schon“, antwortet er auf die Frage, ob das Unternehmen sich die Namensrechte an der Arena erneut sichern will. Rüttgers verweist jedoch auf „unsere Verantwortung für unsere 500 Mitarbeiter“. Sponsoring, Wirtschaftslage und Arbeitsplatzsicherung „müssen im Einklang stehen“.

Hoffnung mache, dass Reisen nun bereits im Sommer wieder möglich werden. „Dann würden auch Investitionen ins Marketing wie beim MSV wieder Sinn machen“, sagt Rüttgers. Auch Schauinsland-Reisen zahle dem MSV schließlich „nicht aus Mitleid, sondern für einen Gegenwert“. So hofft der Reiseveranstalter auf den Rückzug des Virus, viele Sommerurlauber – und Zweitliga-Spiele in einer ausverkauften Schauinsland-Reisen-Arena.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben