Sport und Freizeit

600 Sportler bei der Drachenboot-Regatta in Duisburg

Jetzt aber ran. Die Teilnehmer der beliebten Regatta in Duisburg-Rheinhausen brauchen für den Wettkampf jede Menge Kraft und Ausdauer.

Jetzt aber ran. Die Teilnehmer der beliebten Regatta in Duisburg-Rheinhausen brauchen für den Wettkampf jede Menge Kraft und Ausdauer.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Duisburg-Rheinhausen.  Auf dem Duisburger Toeppersee stieg die 16. Drachenboot-Regatta. Die Resonanz war trotz des miesen Wetters riesig. 600 Sportler traten an.

Graziös Bahn ziehende Himmelsboote, wasserliebende Bierteufel, paddelnde Hausdrachen und schwimmende Lokomotiven? Ja, das gibt es wirklich. Und sie trotzten am Wochenende dem regnerischen Wetter. Zu erleben war die sportlich-witzige Konstellation am Samstag auf dem Toeppersee. Der Kanu Club Homberg Gerdt (KCHG) veranstaltete mit Familie König, den Betreibern der Wasserski- und Freizeitanlage am Toeppersee, die 16. Drachenboot-Regatta.

Als eines der größten Sport-Events im Duisburger Westen etabliert, besuchten Drachenboot-Fans aus ganz Nordrhein-Westfalen die Regatta. „Die Resonanz ist riesig“, freute sich Andreas Wisbar, KCHG-Vorsitzender. „47 Teams machen mit. Das sind insgesamt 600 Teilnehmer.“ Die Teams reisten aus Nah und Fern an, kamen aus Oberhausen, Lünen, Koblenz und Hameln.

Auf dem Wasser starteten die Paddler im 9,50 Meter langem 5-Bank-Boot oder im 10-Bank-Boot. „Das 10-Bank-Boot wiegt 250 Kilo und misst 12,50 Meter. Da braucht es von den 20 Paddlern und Steuerleuten viel Kraft, um schnell ins Ziel zu kommen“, weiß Andreas Wisbar. Die Mannschaften wählten zwischen dem Fun Cup, Fun Sport Cup oder dem Sport Cup. Während in den ersten beiden Cups Anfänger an den Start gingen, traten im Sport Cup die Profis an.

Für alle gleich war die 250 Meter lange Wettkampfstrecke. Wer von der Tribüne aus zusah, bemerkte schnell, wie viel Ausdauer das sportliche Treiben erforderte. Mit Anfeuerung aus dem Publikum, Teamgeist und Spaß ging den Paddlern alles leicht von der Hand. Am frühen Mittag lag die Bestzeit bei einer Minute, vier Sekunden. Die Drachenboot-Teams waren vielfältig zusammengesetzt. Nachbarn, Kegelclubs und Arbeitskollegen machten mit.

Erstmals waren die Pink Paddler am Start

Ein Team waren die Kollegen der Wittener Firma Transport Kontor. Sie tauften sich „Apnoetaucher“. Wie es zum Namen kam? „Vor elf Jahren haben wir erstmals bei der Regatta mitgemacht“, erklärte Disponent Markus Kohl. Damals habe man gedacht „ab geht’s“, also „Ap“. Das „Nö“ und „Taucher“ sei später hinzugekommen, als das Boot unterging. „Diesmal sind wir aber wieder auf der Höhe“, lachten die Arbeitskollegen.

Von der Pflegerin über den Lageristen und der Bürokauffrau machten alle mit: „Wir sind zwischen 21 und 68 Jahre alt. Die Regatta gehört für uns dazu, wir wachsen als Team zusammen.“

Kräftig angefeuert wurden auch die Mitarbeiter der Lebenshilfe Viersen. Betreuerin Amanda Ogedegbe begleitete die Rollstuhlfahrer zur Tribüne: „Die Bewohner sind stolz auf ihre sportlichen Betreuer“, sagte sie lachend.

Erstmalig am Start waren in diesem Jahr die Pink Paddler. Die von Brustkrebs betroffenen Frauen und Männer fahren in ihrer Freizeit Drachenboot und begeisterten am Samstag alle mit ihrem Lebensmut. Ein Staffelpaddeln zwischen vier Mannschaften rund um die Seeinsel rundete die gelungene Drachenboot-Regatta ab.

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