Verkehr Rheinhausen

Logport: Neue Schilder sollen Irrfahrten verhindern

Ein tägliches Bild: Ein Lkw biegt von der L473n auf die Rheingoldstraße ab. Zu Logport 1 führt diese Straße nur mit großem Umweg durch Wohngebiete.

Ein tägliches Bild: Ein Lkw biegt von der L473n auf die Rheingoldstraße ab. Zu Logport 1 führt diese Straße nur mit großem Umweg durch Wohngebiete.

Foto: Volker Herold

Duisburg-Rheinhausen.   Die Stadt hat auf Anregungen unseres Lesers Robert Kraus sechs Straßenschilder korrigiert, die Brummi-Fahrer zu falschen Terminals lotsten.

Damit hatte vermutlich auch Ideengeber Robert Kraus nicht gerechnet. Die Stadt hat auf seine Anregung reagiert und ändert zusammen mit Straßen NRW die Schilder zwischen A57 und Logport. Robert Kraus, Anwohner der Dahlingstraße in Duisburg-Friemersheim, hatte unklare Hinweisschilder kritisiert, die im Viertel für Irrfahrten der Lkw sorgten.

Jetzt wird nachgebessert - an insgesamt fünf Stellen. „Das ist ja wunderbar“ freute sich Kraus. „Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.“ Jetzt will sich der pensionierte Techniker an die Hafen-AG wenden, um ein Nummern-System für die Logport-Firmen vorzuschlagen und dadurch die Situation weiter zu verbessern.

Umweltgruppe West hatte sich über die Zeitung an die Stadtverwaltung gewandt

Über diese Zeitung hatten sich Kraus und Gisela Komp, beide Mitglieder der Umweltgruppe West, kurz vor den Osterferien an die Duisburger Stadtverwaltung gewandt. Sie leiden immer noch unter den vielen Lkw, die täglich durch die schmalen Friemersheimer Wohnstraßen kurven. Anwohner und Umweltschützer hatten große Hoffnungen in die Tatsache gesetzt, dass seit einem halben Jahr neben der Polizei auch das Ordnungsamt bestehende Durchfahrverbote kontrollieren darf.

Jetzt die Enttäuschung. „Die Situation“, sagte Gisela Komp, „hat sich kaum verändert.“ Sie war es, die letztlich mit einem Bürgerantrag erreicht hatte, dass künftig auch Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Friemersheim blitzen dürfen.

Der Ortsteil soll ruhiger werden

Robert Kraus denkt seit langem darüber nach, wie es in Friemersheim ruhiger werden könnte. Aus Gesprächen mit Brummi-Fahrern hatte er erfahren, dass viele Irrfahrten durch die unklare Beschilderung an der L473n zustande kommen. Er war daraufhin die Strecke von der Autobahnabfahrt Krefeld-Gartenstadt bis Logport 3 abgefahren. Und hatte bereits Am Mühlberg ein Problem ausgemacht.

Hier steht ein Schild: „Hohenbudberg 7901-8000 rechts“ - darunter „Logport 3“, ebenfalls nach rechts. Das Problem laut Kraus: Wer ortsunkundig ist und zum Logport will, liest das, biegt ab - und landet in Friemersheim. Wenn der Fahrer aber zu Logport 1 will, bleibt ihm nur noch ein Weg. Sich unerlaubterweise via Schützen-, Schleusen- und Adlerstraße in diese Richtung zu schlängeln. Weitere Unsicherheiten träten im Verlauf der L473n auf. Kraus: „Hier verweisen Schilder nur noch auf Logport. Keine Angabe, ob 1 oder 3.“

Einigung mit Straßen NRW

Das wird sich künftig ändern, kündigte die Stadtverwaltung an. Das Verkehrsmanagement beim Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement sei gemeinsam mit Straßen NRW übereingekommen, die Schilder zwischen Autobahn und Logport zu aktualisieren, teilt eine Sprecherin mit.

Außerdem wird ein neuer Wegweiser an der Kreuzung L473n/Am Stellwerk/Am Mühlenberg angebracht, der zusätzlich auf Logport 1 verweist. Die Arbeiten werden von Strassen.NRW durchgeführt. Künftig wird noch vor Am Mühlenberg, in Höhe Friedhofsallee, an der Bachstraße und an der Kurve Zum Logport/Friedrich-Ebert-Straße die Beschilderung von Logport in Logport 1 geändert.

Leser fordert zudem ein Nummernsystem

Kraus freute sich, als er davon erfuhr. „Dann wird die Situation für die vielen Lkw-Fahrer klarer.“ Nun verfolgt er sein zweites Ziel. An den Geländen von Logport 1 und 3 wünscht er sich ein Nummernsystem, das die Firmen kennzeichnet. Bisher erhalten die Zulieferer den Namen des Unternehmens und den Straßennamen. In großen Häfen wie Rotterdam sei eine Codierung aber schon lang üblich und habe sich bewährt, weiß Kraus. Als ehemaliger Techniker hatte er viel mit Planung zu tun. „Und da überlegt man ständig: Wie machen es die anderen, damit es besser funktioniert.“

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