Karneval

Mit frischem Schwung in Rheinhausen in die neue Session

Präsident Peter Bier (l.) erweckt Hoppeditz Rainer Schütten im Stellwerkhof. Der Beginn einer wunderbaren Session. Foto:

Präsident Peter Bier (l.) erweckt Hoppeditz Rainer Schütten im Stellwerkhof. Der Beginn einer wunderbaren Session. Foto:

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Rheinhausen.  Die KG Blau-Silber startet nach zweijähriger Durststrecke mit Optimismus durch und wird zur Herrensitzung wie auch zum Lumpenball einladen

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„Karneval bringt Schwung bei Alt und Jung“ – Unter diesem Motto startete die KG Blau-Silber Rheinhausen am vergangenen Donnerstag mit dem Hoppeditzerwachen in die „fünfte Jahreszeit“. Die Mitglieder der seit 1957 bestehenden Karnevalsgesellschaft können aufatmen. Zwei Jahre lang ging es dem Verein nicht gut. „Wir standen kurz vor dem Exitus“, bringt es Vizepräsident Rainer Schütten auf den Punkt.

2017 stellten sich die Probleme ein. Der oft als „singende Präsident“ auftretende Horst Schmitz schied altersbedingt aus. „Zudem haben wir damals gesehen, dass wir finanziell nicht mehr gut aufgestellt waren“, schildert Schütten die Situation. Also hätten drei Augenpaare auf die prekäre Lage geschaut. Schnell habe der Entschluss festgestanden, die Ärmel hochzukrempeln. Rainer Schüttten: „Unsere Prämisse war, dass wir einen Verein, der so alt ist, nicht vor die Hunde gehen lassen können. Wir haben zunächst die Mitglieder gebeten, ihre Beiträge zu bezahlen.“ Senats-Präsident Hans Viefers und seine Ehefrau Marlies (Schatzmeisterin) streckten ihre Fühler zu altbekannten Künstlern aus und baten sie, für ein kleineres Salär aufzutreten. „Wir haben uns richtig ins Zeug gelegt“, zieht der Vizepräsident Bilanz und ergänzt: „Wir haben vermehrt Anzeigen und Sponsorengelder reingeholt. Außerdem werden wir weiter um Mitglieder werben. Sechs neue haben wir in diesem Jahr gewinnen können, so dass wir jetzt einen Stand von 30 Mitgliedern haben.“

Erste Erfolge gab es schon

Erste Erfolge gab es bereits in der vergangenen Session 2018/2019. Unter dem Motto „Hurra, wir feiern wieder“ luden die Blau-Silbernen zum Herrenabend in die Erlöserkirche an der Beethovenstraße. Diesen Abend habe die Karnevalsgesellschaft zwar mit einem kleinen Minus, dafür den ein paar Wochen später stattfindenden Lumpenball mit einem kleinen Plus abgeschlossen, der Verein erhielt zudem zwei Spenden, freut sich Rainer Schütten. Auch einen neuen Veranstaltungsort hat die KG Blau-Silber gefunden. Bislang fanden die Karnevalsfeiern stets in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums statt. Mit dem Hoppeditzerwachen am Donnerstag zog die Gesellschaft erstmals zum Stellwerkshof um.

„Wir müssen noch mit dem Wirt sprechen. Wir würden den Stellwerkshof, der 300 Gäste unterbringen kann, gerne zu unserem Standquartier machen“, sagt der Vizepräsident. Fakt ist, dass sämtliche Veranstaltungen im nächsten Jahr dort stattfinden werden: wieder eine richtige Herrensitzung am 19. Januar und der Lumpenball am 21. Februar. Auch der Hoppeditz wird im Stellwerkshof beerdigt, gemeinsam mit der eng befreundeten KG Rot-Weiß Rheinhausen.

Für eine Kindertanzgarde fehlt das Geld – vorerst zumindest

Die Gesellschaft will nun weiter an der Stabilität des Vereins arbeiten, wird deshalb auch keine kostenintensiven Projekte in Angriff nehmen, wie zum Beispiel eine Kindertanzgarde, die es vor vielen Jahren einmal gab. Rainer Schütten: „Das können wir uns in den nächsten Jahren finanziell nicht erlauben. Schließlich müssen die Kinder zum Beispiel eingekleidet werden. Es sei denn, es kommt ein Großsponsor um die Ecke.“

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