Kinder- und Jugendtheater

Spielarten-Festival bietet spannende Blicke in neue Welten

„Mission Laika“ vom Theater Marabu thematisiert die erste Reise eines Lebewesens im All - es war ein HundFoto:

„Mission Laika“ vom Theater Marabu thematisiert die erste Reise eines Lebewesens im All - es war ein HundFoto:

Foto: Theater marabu / Marabu

Rheinhausen.  Beim Spielarten-Festival für Kinder- und Jugendtheater sind im Kom’ma-Theater sechs der zwölf ausgewählten Aufführungen zu sehen.

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Im Kom’ma-Theater geht es in den nächsten Tagen Schlag auf Schlag. Sechs der zwölf Aufführungen des Spielarten-Festivals 2019 gehen dort ab Mittwoch, 6. November, über die Bühne. Der Spielkorb ist prall gefüllt mit besonders gelungenen Aufführungen aus dem Kinder- und Jugendtheater der freien Szene, die künstlerisch und formal die Jury besonders überzeugten. Viele Inszenierungen stammen aus dem Ruhrgebiet, einige aber auch aus den Niederlanden und Belgien. Begleitet werden die Aufführung von einem theaterpädagogischen Programm in den Schulen, das den Theaterbesuch vorbereitet. Dass die Besuche auch im Gesprächen mit den Ensemble nachbereitet werden, gehört auch mit dazu.

Präsentiert wird Tanz, Musiktheater, Performance, eine Bilderbuchadaption, Lustiges, Ernstes und Lehrreiches. Theater stellt Gewohntes in Zweifel, regt zum Nachdenken an und bietet einen Blick auf die Welt durch die Augen eines Anderen. Das schult Empathie und zeigt, dass es nicht nur eine Sicht auf die Dinge gibt. Gemeinschaft ist immer spannend. Kinder können sich oder ihre Mitschüler hier einmal ganz anders erleben.

Eröffnet wird das Festival am Mittwoch, 6. November, um 11 Uhr mit „Mission Laika“ vom Theater Marabu aus Bonn . Die Titelheldin dieses Stücks für Kinder ab 6 Jahren ist eine Hündin, die als erstes Lebewesen in den Weltraum geschickt wurde und lange vor den ersten Menschen im Orbit die Welt umkreiste. „Im lustvollen Spiel mit realen und fiktionalen Vorstellungen vom Universum suchen wir nach den Geschichten, die in den schwarzen Löchern der Weltgeschichte verloren gegangen sind“, heißt es im Programmheft, das ein Weltraumabenteuer zwischen Dokutheater, Performance und Infotainment“ verspricht.

Am Donnerstag, 7. November, folgt um 11 Uhr bereits „Meins wird deins “ mit dem Kölner Theater der Monteure. Es ist ein musikalisches Theaterstück für Kinder ab drei Jahren, das in den verschiedensten Facetten das Thema Teilen beleuchtet. Denn teilen kann man nicht nur Dinge, sondern auch Ideen, Erfahrungen und Perspektiven. „Und wenn man es tut, dann kann man auch spüren, dass Teilen mehr sein kann als ein Verzicht. Vielleicht sogar ein großer Gewinn“, sagen die Kölner. In einer Welt, in der es immer um das Mehrhaben und Bessersein geht, wollen die Kölner ein Zeichen setzen und „fordern dazu auf, sich auf andere einzulassen und ebenso offen andere einzuladen, sich auf uns einzulassen und mutig den anderen Blick, die andere Idee, den anderen Platz einzunehmen“.

Die erste Woche beschließt ein Stück, das schon mit dem Titel klar signalisiert, um was es geht. „Glück Auf!“, heißt das Stück, das die Bochumer Gruppen Wilde Hummel und Hallo Du gemeinsam auf die Bühne bringen, und im Untertitel vom Obendrüber und Untendrunter. Der Bergbau ist inzwischen fast Geschichte und so dreht sich das Stück um den ehemaligen Bergmann Ewald und die Museumsangestellte Doris, die gemeinsam eine Ausstellung aufbauen. Dass es bei dieser Konstellation drunter und drüber geht, kann man sich vorstellen. Auf unterhaltsame Weise bringt das Stück den fünf- bis zehnjährigen Kindern das Leben auf dem Pütt näher. Liesel bringt dem Opa seine vergessenen Kniften und im Flöz ist ein Kanarienvogel. In der folgenden Woche geht es in weiteren Stücken um die Philosophin Hannah Arendt, ein plattes Kaninchen und was es bedeutet, den Tag zu nutzen.

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