Engagement

Zwölfjähriger begeistert Senioren in Homberg mit Magie

Der zwölfjährige Timo Koch unterhält die Senioren des Malteser St. Johannes-Stifts beim Zaubervormittag mit Kartentricks.

Der zwölfjährige Timo Koch unterhält die Senioren des Malteser St. Johannes-Stifts beim Zaubervormittag mit Kartentricks.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Homberg.  Der zwölfjährige Timo Koch begeistert alle zwei Monate die Bewohner des Malteser St. Johannes-Stifts in Homberg – mit Karten- und Zaubertricks.

Alles fing damit an, als Timo Koch im Alter von acht Jahren einen Zauberkasten von seinen Eltern geschenkt bekam. Sofort war er Feuer und Flamme für die darin befindlichen Zauberutensilien, sein Hauptaugenmerk legte er aber direkt auf die magischen Karten. Mit einfachen Kartentricks begann Timo – und sie wurden immer schwieriger. Nach und nach perfektionierte er sie.

Zauberkünstler stammt aus Moers

„Klar, hab ich schon die ‚Ehrlich Brothers‘ in Oberhausen gesehen, aber meine Vorbilder liegen mehr im Bereich Salonmagie“, lächelt der Zwölfjährige. Inzwischen kommt er regelmäßig ins Homberger Seniorenheim des Malteser St. Johannes-Stifts mit seinen Kunststücken. Dort zaubert Timo Koch alle zwei Monate für die Bewohner. Und es ist regelrechte „Magie“, die der aus Moers stammende Zauberkünstler im Gruppenraum verbreitet.

Die zehn versammelten Bewohner der 3. Etage staunen nicht schlecht, als Timo Koch seinen ersten Trick vorführt. „Das ist jetzt erst mal ein kleines Kunststück“, lächelt der ‚Zauberlehrling‘. Er zieht wahllos, vier Karten aus dem Stapel, die alle eine blau gefärbte Rückwand besitzen. Doch auf einmal zählt er sie so ab, dass die ersten Karten mit roter und grüner Hinterseite, die nächste in Orange und die letzte schließlich Lila erscheint. „Oh, das ist ja fantastisch“, sagen einige der Senioren.

Mit Sprüchen und Teleportation

„Jetzt wird es eine Stufe schwieriger“, weiht Timo seine Zuschauer ein. Eine beliebige Karte wird von einer Bewohnerin mit Filzstift markiert, in diesem Fall ist es die Herz Zehn. Ein großer Kreis auf der Front macht sie zum Unikat. Timo Koch reiht sie – für alle Zuschauer sichtbar – inmitten von vier roten Bildkarten, genau zwischen Karo Bube und Herz Dame ein. Nachdem er einen kleinen Zauberspruch genuschelt hat, dreht er die in der Mitte befindliche Herz Zehn wieder um, doch liegen jetzt Herz König und Karo Dame unmittelbar neben ihr. Ein ungläubiges Raunen der Zuschauer bricht sich Bahn.

„Das ist Teleportation, was ich hier mache“, erklärt der junge Zauberer. Aha, also mit seinen bloßen Gedanken will er die Karten vertauscht haben? „Prüfen Sie selbst, ob die Karten gezinkt sind“, sagt er und die Zuschauer dürfen die Blätter betasten. Es bedarf eines weiteren Beweises seiner teleportativen Fähigkeiten: Ein Bewohner zieht drei schwarze Bildkarten, Timo zeigt sie allen und durchmischt sie dann. „Ok, geben Sie jetzt Obacht, die drei Bilder werden alle nacheinander durch meine geistige Übertragungsfähigkeit in Joker verwandelt“, lächelt der kleine Kartenkünstler.

Und tatsächlich – nach und nach deckt er schwarze Joker auf. Selbst die Organisatorin dieses Zaubervormittags, Marion Langenfurth vom Sozialen Dienst, will jetzt verdutzt wissen: „Erklär uns mal, wie machst Du das?“ Doch Timo antwortet nur: „Das ist Magie“. Und alle müssen herzhaft lachen.

Bewohner haben Spaß

Zur Auflockerung der amüsierten Runde spielt Timo dann noch einige Walzer auf seinem Akkordeon, denn seit zwei Jahren ist er Mitglied im Jugendbereich des 1. Akkordeon Orchesters Rheinhausen. Als Zugabe lässt er eine Karte aus dem Stapel verschwinden, so dass er sie später auf unerklärliche Weise zwischen den Zähnen hält. „Das ist ja überwältigend, ihm zuzuschauen macht so viel Spaß“, sagt die 86-jährige Bewohnerin Helga Sturm.

„Ich bin auch schon in unserer Pfarrgemeinde aufgetreten und einige Freunde würde es bestimmt freuen, wenn ich bei ihnen auf dem Geburtstag etwas zaubere“, erzählt Timo von seinen ‚Karriereoptionen‘. Doch in zwei Monaten wird er dann erst einmal die Bewohner der 4. Etage des Homberger Seniorenheims mit seinen Zauberkünsten unterhalten.

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