Gericht

Zwei Jahre Gefängnis für dreisten Duisburger Serientäter

Der Haupteingang des Land- und Amtsgerichts Duisburg am König-Heinrich-Platz

Der Haupteingang des Land- und Amtsgerichts Duisburg am König-Heinrich-Platz

Foto: Foto: Stephan EickershofF

Duisburg.  Landgericht sprach Urteil: Wegen Diebstählen, Betrügerein und Körperverletzung muss ein 24-jähriger Duisburger zwei Jahre hinter Gitter.

Wegen einer ganzen Reihe von Straftaten verurteilte das Landgericht am König-Heinrich-Platz am Freitag einen 24-jährigen Duisburger zu zwei Jahren Gefängnis. Zwischen Juli 2017 und Februar 2018 hatte er gestohlen, betrogen und Menschen verletzt. Die meisten der acht angeklagten Taten hatte er im Laufe des mehrtägigen Verfahrens gestanden.

Bei einem Diebstahl hatte der Angeklagte aus der Wohnung eines Bekannten in Oberhausen Drogen gestohlen. Seine erste Darstellung, er habe den Mann gemeinsam mit einem Begleiter nur davon abhalten wollen, als Dealer unterwegs zu sein, hatte er wegen erwiesener Unglaubwürdigkeit schnell revidiert: „Wir wollten den abziehen“, gab der 24-Jährige zu. Weitere Bekannte erleichterte er bei seinen Besuchen um eine Playstation und einen Ehering.

24-Jähriger gestand die meisten Taten

In einer Gaststätte im Centro hatte der Duisburger mit einer Begleiterin üppig gespeist. Doch als es ums Bezahlen ging, tischte er nur fadenscheinige Lügen auf und prellte die Zeche. Einer Zeugin verpasste er eine derart kräftige Ohrfeige, dass der ein Trommelfell riss. Bis heute hört sie auf einem Ohr schwer.

Besonders dreist agierte der Angeklagte, als er sich - ohne Geld - angeblich für mehrere Tage in einem Hotel einmietete und, ohne zu bezahlen, bereits nach einer Nacht verschwand. Den Fernseher aus dem Hotelzimmer ließ er dabei mitgehen.

Er saß bereits sechs Jahre hinter Gittern

Viel mehr als das Geständnis und den Umstand, dass die Beute des 24-Jährigen in der Regel nicht besonders üppig ausfiel, hatte das Gericht dem Angeklagten nicht zu Gute zu halten. Auf der Negativ-Seite standen dafür eine ganze Reihe einschlägiger Vorstrafen. Entsprechend gelassen schien der 24-Jährige das Urteil aufzunehmen. Gefängnisaufenthalte sind für ihn nichts Neues. Bereits sechs Jahre seines Lebens saß er hinter Gittern.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben