Kommunalpolitik

Der Umzug der Isselburger Stadtverwaltung wird konkreter

So stellen sich die Architekten in der Machbarkeitsstudie den neu gestalteten Eingang vor.

So stellen sich die Architekten in der Machbarkeitsstudie den neu gestalteten Eingang vor.

Foto: Badtke / Architektur GmbH

Isselburg.  Das Projekt wird immer konkreter: Das ehemalige Realschulgebäude am Stromberg in Isselburg soll zum Verwaltungssitz umgewandelt werden.

Ein Schulgebäude wird zum Verwaltungssitz umfunktioniert. Das soll in Isselburg geschehen. Der ehemalige Realschultrakt am Stromberg soll nach Wunsch der Politiker zukünftig den Verwaltungsstandort an der Hüttenstraße ersetzen.

Vor rund dreieinhalb Jahren beauftragte der Bau- und Umweltausschuss die Verwaltung, dass geprüft werden soll, ob der jetzige Verwaltungsstandort an der Hüttenstraße in das Gebäude der Realschule verlagert werden kann.

Im März 2017 stellte das Ingenieur-Büro Badtke Architektur GmbH dann die Ergebnisse einer so genannten Machbarkeitsstudie vor. Darin hieß es, dass der Umzug von Teilen der Verwaltung in das Schulgebäude möglich, aber nicht zum Nulltarif zu haben sei. Im Juli 2017 beschloss der Rat dann endgültig die Umnutzung.

Ausschreibungsverfahren beauftragen

In der nächsten Sitzung des Ausschuss für Planung, Vergabe und Wirtschaft wird nun die nächste Stufe des Projekts erreicht. Die Ausschussmitglieder sollen dann das Ausschreibungsverfahren für die Vergabe von Architektenleistungen für den Umbau der ehemaligen Realschule zum Verwaltungsstandort beauftragen.

Aktuell eine Ausweich-Kindertagesstätte

Nach Auslaufen des Schulbetriebs wird das Gebäude inzwischen übergangsweise als Ausweich-Kindertagesstätte genutzt. Das ist nötig geworden, da die Kita im Neubaugebiet Linders Feld noch nicht fertig gestellt wurde. Entsprechend des Beschlusses des Rates vom 10. April dieses Jahres ist diese Nutzung vorerst bis Ende April 2020 genehmigt.

Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb

Vor Beendigung dieser Zwischennutzung können allerdings schon die Planungsleistungen für den Umbau erbracht werden. Hierfür ist ein Ausschreibungsverfahren durchzuführen. Die Verwaltung beabsichtigt, ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb durchzuführen. Interessierte Büros reichen hierbei die in der Ausschreibung geforderten Referenzunterlagen ein. Auf dieser Basis erfolgt eine Auswertung durch die Verwaltung. Die geeignetsten Büros werden im Nachgang zur Angebotsabgabe aufgefordert.

Derzeit prüft die Verwaltung die Einbindung der bereits erbrachten Leistungen des genannten Architekturbüros aus der Machbarkeitsstudie in das Ausschreibungsverfahren.

Konkrete Punkte als Angebotsgrundlage

In der Sitzungsvorlage nennt die Verwaltung dann auch schon einige Punkte als Angebotsgrundlage. Fürs Erdgeschoss sind dies unter anderem ein repräsentativer Eingangsbereich, Sanitärraum und ein Trauzimmer. Im Obergeschoss soll es neben den Büros auch einen Besprechungs- beziehungsweise Sozialraum geben. Zudem sind Aufzug, Dunkelräume auf beiden Etagen für Drucker und Papier Anforderungen.

Die Umsetzung der geltenden Rechtsgrundlagen (etwa Barrierefreiheit, Brandschutz) wird als selbstverständlich erachtet. Es soll darauf hingewiesen werden, dass die vorhandene bauliche Struktur, das Realschulgebäude verfügt über eine klassische Lochfassade, in der Planung zur Kostenreduktion berücksichtigt werden. Die Stadtverwaltung würde den Kostenrahmen auf Basis der ursprünglichen Schätzung im Rahmen der Machbarkeitsstudie vorgeben. Die Kostenschätzung lag vor zweieinhalb Jahren bei 886.200 Euro (netto).

>> Der Ausschuss tagt am 20. November

Die nächste Sitzung des Ausschusses für Planung, Vergabe und Wirtschaft findet am Mittwoch, 20. November, satt. Die Mitglieder des Ausschusses versammeln sich in der Mensa der Verbundschule am Stromberg.

Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 17.30 Uhr. Die Tagesordnung im öffentlichen Teil umfasst elf Punkte. Ausschussvorsitzender ist Dr. Theodor Beine von der SPD.

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