Gemäldebörse

Gemäldebörse: 158 Bilder standen in Rees zum Verkauf

In Koenrad Bosman Museum in Rees stand am Wochenende die Gemäldebörse an.

In Koenrad Bosman Museum in Rees stand am Wochenende die Gemäldebörse an.

Foto: Christian Creon / FUNKE Foto Services

Rees.  In Rees stand erneut die Gemäldebörse im Koenrad Bosman Museum an. 158 Gemälde standen zum Verkauf. 5460 Euro Umsatz allein am ersten Tag.

Viele Menschen unserer Zeit kaufen oder verkaufen schöne Gemälde aus den verschiedensten Gründen. Sei es, man denkt an schöne Erinnerungen, die man immer in seiner Nähe haben möchte. Oder aber man hat Bilder aus einem Nachlass, für die man keine Verwendung hat, die man für wertvoll erachtet, sie aber nicht behalten möchte.

Die Stadt Rees hatte hier eine sinnvolle Idee. In diesem Jahr veranstaltet sie wieder eine Gemäldebörse, auf der man Gemälde kaufen oder verkaufen kann. Am Wochenende warteten im Koenraad Bosman Museum 158 Gemälde aus Privatbesitz auf ihre Käufer.

Bilder von Heinz Scholten oder Willi Angenendt

Bei einem Rundgang durch die Ausstellung war man überrascht von der Vielzahl der Motive und der großen Zahl der Anbieter. Hier konnte man etwa Gemälde von Heinz Scholten und Willi Angenendt sehen, die vor 30 Jahren eine Ausstellung im Rathaus Rees durchführten. Auch der Emmericher Hein Drießen, weithin bekannt durch seine Arbeiten, ist mit Werken vertreten.

Ein Besucher hatte einen besonderen Wunsch. Heinz Dieter Münker kam aus Schermbeck und war auf der Suche nach Gemälden von Manes Peters. Er meinte: „Diese Bilder habe ich schon vor Jahren im Restaurant Nass in Grietherort gesehen. Nass Senior hat sie angekauft und ich habe auch schon ein Gemälde von Manes erstanden. Mal sehen, ob heute noch eines dazu kommt!“

Andrang und Zahl der Bilder sinkt tendenziell

Eine wertvolle Hilfe zum Verständnis der Börse und ihre Entwicklung war Sigrid Mölleken, Fachbereichsleiterin für Schule, Kultur und Stadtmarketing der Stadt Rees. Anhand der Statistik weiß man, dass die Gemäldebörse in den zwölf Jahren ihres Bestehens pro Jahr etwa zwischen 300 und 600 Besucher hatte.

Auch die Zahl der angebotenen Gemälde schwankte zwischen 220 und 350 und ging in den vergangenen Jahren stärker zurück. Der Erlös aus dem Verkauf der Bilder kommt der Koenraad Bosman Stiftung zugute. Dieser niederländische Industrielle war mit seinen finanziellen Mitteln ein wertvolle Förderer des Museums.

>> Am Samstag 5460 Euro Umsatz gemacht

Wichtig zu wissen ist auch, dass in die Börse nur Gemälde zum Kauf angeboten werden, die vom Galerist Heinz Jansen aus Kevelaer positiv begutachtet sind.

Bis Samstagabend zählte die Gemäldebörse 104 Besucher. 23 Bilder fanden einen neuen Eigentümer. Der Umsatz lag zu dem Zeitpunkt bereits bei 5460 Euro.

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