Schulpolitik

Gute Noten für die OGS in Isselburg

Gute Noten vergaben die Eltern auch der OGS in Anholt.

Gute Noten vergaben die Eltern auch der OGS in Anholt.

Foto: Konrad Flintrop / FUNKE Foto Services

Isselburg.  Einziger Streitpunkt bleibt die Verweildauer in den offenen Ganztagsschulen. Eltern wünschen mehr Flexibilität. Gelobt wurde pädagogische Arbeit.

In der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Schule, Sport, Kultur, Soziales wurden die Ergebnisse der Elternbefragung zu den offenen Ganztagsschulen an der Katholischen Grundschule Anholt und am Grundschulverbund Isselschule vorgestellt. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Fragebogen für die Eltern

Zum 1. August vergangenen Jahres wurden mit den Betreuungsträgern der offenen Ganztagsschulen (OGS) einheitliche Kooperationsvereinbarungen geschlossen, denn gewisse Standards sollten vereinheitlicht werden. Daher wurde nach Absprache mit dem Schulträger eine trägerübergreifende, einheitliche Elternbefragung zur offenen Ganztagsschule durchzuführen. Die Ergebnisse der Befragung trugen jetzt in der Ausschusssitzung Stefanie Fonck (OGS Isselburg) und Simone Stüber (OGS Anholt) vor.

Von 36 Familien der OGS Anholt gab es 17 Rückmeldungen, von 48 in Isselburg kamen 19 Fragebögen zurück. Vergeben wurden zu 15 Fragen Schulnoten von 1 bis 6. Mit der Note 1,6 bescheinigen die Eltern beiden OGS ihre große Zufriedenheit.

Das pädagogische Angebot mit Basteln, Sport und Musik fand Anerkennung mit dem Notendurchschnitt 1,7 Anholt und 1,9 Isselburg. Ebenfalls mit 1,3 (Anholt) und 1,7 (Isselburg) wurde das Ferienprogramm bewertet, das neben Ausflügen thematische Angebote bereithielt und das die Kinder nicht nur an ihrem eigenen Standort wahrnahmen, sondern auch diese wechselten. Die Hausaufgabenbetreuung und das Angebot Deutsch als Zweitsprache fand ebenso Zustimmung im Einser-Bereich, wie die Beurteilung des Umgangs der Mitarbeiter mit den Kindern. Eine 1,4 in beiden Einrichtungen belegt, dass die Kinder wertgeschätzt werden, so Fonck und Stüber.

Auf Elternarbeit wird Wert gelegt

Wert gelegt wird auch auf Elternarbeit, die weit über Tür- und Angelgesprächen hinausgehen, auch die Gespräche zum Personal werden mit 1,5 und 1,6 bewertet. Dass die Eltern auch in Erziehungsfragen beraten werden, empfinden sie als hilfreich, zumal die Betreuer im Bedarfsfall die Vernetzung zu anderen Institutionen herstellen.

Was das Spielmaterial angeht, wobei hier auf digitales verzichtet wird, wird die OGS sehr gut beurteilt. Die Noten 2,8 Anholt und 2,6 Isselburg für das angebotene Mittagessen fallen da fast schon aus dem Rahmen. Aber über Geschmack lässt sich immer streiten. Der Zustand der Einrichtung wird in Isselburg, da neuer, mit 1,7 besser bewertet als der in Anholt 2,5.

Diskussionsbedarf gab es aber, nicht nur bei den Eltern, sondern auch im Ausschuss über die Öffnungszeiten, die laut Gesetz eine Anwesenheitspflicht bis 15 Uhr vorschreibt. Hier wünschen sich die Eltern mehr Flexibilität. Von Bevormundung war in einem der die Fragebögen begleitenden Kommentare zu lesen.

Mehr Rücksicht auf familiäre Ereignisse legen

Kevin Schneider (FDP) wies in diesem Zusammenhang auf einen Grundlagenerlass hin, der individuelle Wünsche zulässt. Dazu gibt es beispielsweise bei der OGS Anholt einen Vordruck, in dem zu Beginn der Betreuung familiäre Ereignisse im Jahresverlauf, Vereinstätigkeiten, wie wöchentliches Fußballtraining oder Ferienwochenenden eingetragen werden können. Auch die OGS in Isselburg hat die Erlassänderung berücksichtigt, in Rücksprache mit dem Kreis soll jede Schule selbst bestimmen, wie sie die Freistellung handhabt, denn die Schule muss auch die Fehlstunden bewilligen. „Sie sollten aber die Ausnahme sein“, betonte auch Fachbereichsleiterin Dina Deckers. Auf einem Infoabend vor Beginn des Schuljahrs werden die Eltern über die Vorgaben unterrichtet.

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