Gericht

Klever nach sexuellem Missbrauch eines Kindes auf Bewährung

Amtsgericht Bocholt am Benölkenplatz

Amtsgericht Bocholt am Benölkenplatz

Foto: Tenbörg

Isselburg/Kleve/Bocholt.   Ein ehemaliger Pfarrer, der in Kleve wohnt, ist am Amtsgericht Bocholt für sexuellen Missbrauch an einem Kind in Isselburg verurteilt worden.

Ein 57-jähriger, ehemaliger Pfarrer, der heute in Kleve wohnt, ist vor dem Amtsgericht Bocholt wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes für ein Jahr und sieben Monate auf Bewährung verurteilt worden. Opfer war ein heute 30-jähriger Isselburger, der vor Gericht nicht aussagen musste, weil der Angeklagte sich geständig zeigte. Die Öffentlichkeit ist aus der Verhandlung gleich zu Beginn ausgeschlossen worden.

Eine Vergewaltigung gab es nicht, so der Richter

Der Klever gab zu, 1997 den Jungen aus der Kirchengemeinde in Isselburg und im Ferienlager in Ameland missbraucht zu haben. Eine Vergewaltigung habe es nicht gegeben, berichtet Richter Sven Wegert nach der Verhandlung. Zum Teil hätten die Handlungen unter der Dusche stattgefunden.

Der ehemalige Pfarrer ist einschlägig vorbestraft. Er wurde bereits für den Missbrauch von zwei Kindern verurteilt. 2006 wurde er als Pfarrer in der Folge suspendiert. Man hätte auch alle drei Fälle damals zusammen verhandeln können, aber der Fall des 30-jährigen Isselburgers ist erst jetzt bekannt geworden.

Das Gericht verhängte eine Bewährungsstrafe

Das Gericht entschied sich unter anderem deshalb für eine Bewährungsstrafe, weil die Tat sehr lange zurück liege und weil der Angeklagte geständig war. Auch eine Schadenswiedergutmachung und weitere Auflagen sprach das Gericht aus. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Berufung ist noch möglich.

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