Büchermarkt

Regen schreckte Besucher des Büchermarktes in Rees nicht ab

Trotz Regen zogen einige Unerschrockene über den Büchermarkt in Rees.

Trotz Regen zogen einige Unerschrockene über den Büchermarkt in Rees.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Rees.  Auch wenn es lange regnete: Der 18. Büchermarkt in Rees fiel nicht ins Wasser. An über 30 Ständen wurden die Bücher angeboten.

Trotz Regen flanierten am Sonntag zahlreiche Besucher auf der Rheinpromenade, um sich den Büchermarkt anzuschauen. Unter bunten Schirmen wanderten die Menschen zuversichtlich am Rhein entlang. Das Wetter hielt sie jedenfalls nicht davon ab, den 18. Büchermarkt zu besuchen.

Die Stände waren mit Dächern, Folienschutz und Regenschirmen geschützt. Die Geduld hatten sich Ständebetreiber wie auch potenzielle Kunden wohl bei der Figur des „Zeitungslesers“ abgeschaut. Der lächelte nämlich trotz Regen, am Anfang der Reihe von deutlich über 30 Ständen, in deren Richtung. Bis zum Ende des Marktes am Krantor gegenüber des Rathauses, konnte man in den Auslagen der Stände stöbern.

Nur wenige Stände blieben komplett leer

Doch bereits lange vorher waren die meisten Händler bereit, um die ersten unerschrockenen Besucher zu beraten. Nur wenige Stände blieben komplett leer. „Der Büchermarkt in Rees ist immer schön, trotz schlechtem Wetter“, meinte ein Verkäufer, der sich auf alte Kinderbücher spezialisiert hat. Bücher wie „Peterchens kleine Mondfahrt“ lagen vor ihm. Die ganz alten Exemplare hätte er nicht mitgebracht, was sich wohl durch die schädliche Feuchte erklären ließ.

Er erwarte nicht viel Ertrag, da er vor allem den Kontakt mit den anderen Händlern an den Ständen pflegen wolle, sagte er, die er im Laufe des seit 2002 immer im August stattfindenden Marktes kennen gelernt hat. Zielgruppe für die Ware waren Sammler und Lesende und vor allem „Menschen, die die Atmosphäre genießen“ und nach dem „Kirmeseffekt“ handeln.

Auch wertvolle Bücher wurde ausgestellt

Damit meinte der Ständehalter das Phänomen, wenn Spazierende beim Vorbeigehen ein Werk entdecken, das sie unbedingt sofort haben müssten. Helmut van Bebber hatte daneben Stücke aus seinem Antiquariat „Zeitzeichen“ in Kleve ausgelegt. Das älteste Buch davon wurde im Jahr 1580 gedruckt und wurde von einer Glasvitrine geschützt.

Trotzdem war das Medizinbuch mit seinem stolzen Preis von 120 Euro billiger, als eine dicke illustrierte Bibel, die 800 Euro kostete. Die Bibel hätte allerdings für ihn mehr Ausstellungswert, als dass er wirklich darauf hoffe, sie in Rees zu verkaufen, gestand van Bebber. „Seit Anfang an bin ich dabei“, schloss er sich seinem Standnachbarn und auch den Vertretern eines Antiquariats aus Amsterdam an.

Auch junge Besucher schauten vorbei

Ab 11 Uhr kamen immer mehr Interessenten aller Altersgruppen – ein Beweis dafür, dass die Atmosphäre des Büchermarkts an der Rheinpromenade vielleicht trotz Regen anlockte. So war auch Familie Volmering mit dem kleinen Sohn in Regensachen losgezogen: „Er kann Schiffe gucken und wir sind für die Bücher da“, lachten sie. Doch obwohl alle sich so gut es ging angepasst hatten, hoffte man, dass der Regen bald aufhören würde und durch besseres Wetter sich noch mehr Besucher auf die Rheinpromenade trauten.

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