Landesprogramm

2 154 596 Euro für die Sanierung der Gevelsberger Schulen

Ein Blick auf das Schulzentrum West. Die Gevelsberger Schulen sollen so schnell wie möglich ans Netz kommen

Foto: Hans Blossey

Ein Blick auf das Schulzentrum West. Die Gevelsberger Schulen sollen so schnell wie möglich ans Netz kommen Foto: Hans Blossey

Gevelsberg.   Das Geld für die Gevelsberger Schulen kommt vom Land NRW. Die Modernisierung der Toiletten-Anlagen steht ganz oben auf der Prioritäten-Liste.

Einen informativen Abend erlebten die Besucher der Veranstaltung „Gute Schule 2020“, zu dem der SPD Ortsverein Gevelsberg in die Mensa des Schulzentrums West eingeladen hatte. Wer sich darüber informieren wollte, was in Gevelsberg gegen den Sanierungsstau in Schulen unternommen wird, wurde in jeder Hinsicht zufrieden gestellt.

Gebäude in die Jahre gekommen

Zunächst berichtete der heimische Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer darüber, mit welcher Zielsetzung die vorige, SPD-geführte Landesregierung das Programm „Gute Schule 2020“ einst aufgelegt hatte: Die Kommunen sind als Schulträger für die Bereitstellung der Schulgebäude und für deren Ausstattung verantwortlich.

Dafür zu sorgen, dass die Kinder in den Schulen gern und gut lernen können, ist dabei das erklärte Ziel. Viele Schulgebäude in Nordrhein-Westfalen sind aber buchstäblich „in die Jahre“ gekommen und genügen den Anforderungen an das moderne Schulleben nicht mehr, argumentieren die Sozialdemokraten.

Sportanlagen brauchen „Update“

Insbesondere für die Arbeit mit den neuen Medien wie das weltweite Internet sind die baulichen Voraussetzungen an den Schulen oft nicht mehr gegeben. Auch die meisten Schulsportanlagen benötigen nach Jahrzehnten der Nutzung oftmals ein „Update“. Aufgrund der Haushaltssituation in vielen Kommunen ist jedoch an eine großflächige Modernisierung ihrer schulischen Einrichtungen nicht zu denken.

Hier befindet sich der Ansatz für das gemeinsam mit der NRW Bank aufgelegte Förderprogramm der nordrhein-Westfälischen Landesregierung mit einem Gesamtvolumen von immerhin bis zu zwei Milliarden Euro.

Land übernimmt Schuldenlast

Den Kommunen in Land sollen damit langfristige Finanzierungsmöglichkeiten für die Sanierung, die Modernisierung und den Ausbau ihrer Schulinfrastruktur zur Verfügung gestellt werden. Das Land übernimmt dabei den kompletten Schuldendienst, so dass den Kommunen keine finanziellen Lasten entstehen. Die Stadt Gevelsberg hat diese Chance genutzt und erhält aus diesem Fördertopf in den Jahren 2017-2020 einen Gesamtbetrag von 2 154 596 Euro.

Stadtrat beschließt Konzept

Wofür dieses Geld aus Düsseldorf verwendet werden soll, welche Projekte und Maßnahmen die Stadt Gevelsberg daraus finanziert, dies berichtete anschließend der Leiter des Fachbereichs Bildung, Jugend und Soziales der Stadt Gevelsberg, Michael Pfleging. Sein Vortrag wurde ergänzt durch die Ausführungen der Leiterin der städtischen Schulverwaltung, Bettina Bothe, sowie des zuständigen Abteilungsleiters der Technischen Betriebe Gevelsberg, Ivo Knezovic.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Finanzleistungen der NRW-Bank, so erläuterte Michael Pfleging den Anwesenden, sei ein vom Rat der Stadt Gevelsberg beschlossenes Konzept, mit dem die beabsichtigte Verwendung der Mittel des Förderprogramms dargestellt wird.

Die Prioritäten-Liste

Dabei habe man sich in Abstimmung mit den Schulleitungen der Gevelsberger Schulen auf die folgende Relevanz in der Umsetzung festgelegt:
1. Sanierung der Toiletten-Anlagen in den städtischen Schulgebäuden,
2. Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume in den weiterführenden Schulen
3. energetische Sanierung der städtischen Schulgebäude,
4. Ausbau der digitalen Infrastruktur in den weiterführenden Schulen.

Letzteres korrespondiere mit dem vom Rat bereits beschlossenen „Konzept Informationstechnologische Ausstattung der Gevelsberger Schulen“ und dem Medienentwicklungsplan.

Noch stärker in die Pflicht nehmen

Die Ortsvereins-Vorsitzende der Sozialdemokraten, Elke Kramer, zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Das ist ein guter Anfang, um unsere Schulen zukunftsfähig zu machen. Es gibt in diesem Bereich aber noch viel mehr zu tun, deshalb müssen die Kommunen über ihre Spitzenverbände das Land und den Bund in Zukunft noch stärker in die Pflicht nehmen.“

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