Kultur

200 Zuschauer rocken das Ibach-Haus in Schwelm

Auch unplugged rockte Smithy das Ibach-Haus und begeisterte die mehr als 200 Zuschauer.

Auch unplugged rockte Smithy das Ibach-Haus und begeisterte die mehr als 200 Zuschauer.

Foto: Luca Samlidis

Schwelm.  Die Kulturfabrik kann nicht nur Klassik-Konzerte. Der Verein präsentierte jetzt die Band Smithy an der Wilhelmstraße in Schwelm.

Der Karneval nimmt anderen Veranstaltungen die Gäste? Mit Sicherheit nicht in diesem Fall: Am Freitag verfolgten ungefähr 200 Zuschauer das Auftaktkonzert der Band Smithy für das Jahr 2018 im Schwelmer Ibach-Haus. „Das ist ideal, damit kann man diesen Saal füllen“, freut sich die verantwortliche Organisatorin Christina Kerckhoff. Spontan hatten sich die Kulturfabrik Ibach-Haus und Smithy sogar dazu entschieden, das Konzert „unplugged“, also ohne elektrische Effekte, zu veranstalten.

Musikalische Zeitreise

Die Band präsentierte ein mehr als dreistündiges Programm mit den Höhepunkten aus den besten Party- und Rock-Hits der vergangenen 40 Jahre. Von 80er Rock Classics über Neue Deutsche Welle bis hin zu aktuelleren Nummern aus dem Radio deckten die sieben Musiker alles ab – und begeisterten so das Publikum, das im Laufe des Abends zum neuen „Ibachhauschor“ wurde, wie Sänger Daniel Hinzmann bekanntgab. Der neue Chor konnte jedoch nicht nur singen, sondern nutzte auch die Pausen, um die Band lautstark zu unterstützen.

Jedes Event erfordert einen hohen Arbeitsaufwand und eine Menge an Planungen im Vorfeld. Für den Auftritt von Smithy trug Christina Kerckhoff vom Vorstand der Kulturfabrik die Verantwortung. Die Arbeit rund um das Konzert habe sie gern in Kauf genommen, wie sie berichtet. „Wir sind eine sehr freundschaftlich verbundene Truppe“, betont sie mit Blick auf den siebenköpfigen Vorstand, der das gesamte Jahresprogramm ehrenamtlich umsetzt.

„Wir lassen uns nicht festlegen auf klassische Musik“, sagt Ulrike Brux, 1. Vorsitzende der Kulturfabrik. Im Ibach-Haus finden nun schon seit einiger Zeit Veranstaltungen aller Art ihren Platz. Besonders bekannt sind die sogenannten „Best of NRW“-Konzerte, bei denen junge Musiker auf Bühnen des Landes stehen und ihr Publikum begeistern. Schwelm ist eine von 14 Städten in NRW, in denen die Künstler diese Bühne erhalten. Besonders stolz darauf ist die 1. Vorsitzende der Kulturfabrik, Ulrike Brux. Das Ibach-Haus sei für „hochkarätige Veranstaltungen bekannt“, das zeige auch die Professionalität der Band Smithy. Allerdings ziehen nicht nur musikalische Programme, sondern auch Lesungen oder Kabarett regelmäßig Zuschauer in den Saal. „Wir versuchen möglichst viele Menschen anzusprechen“, erklärt die Vorsitzende. Das Modell funktioniert: Es habe bisher noch keine Veranstaltung gegeben, die mit einem Defizit abgeschlossen wurde.

Unterstützung gern gesehen

Die Motivation im Vorstand sei nach wie vor groß, berichten sowohl Organisatorin Christina Kerckhoff als auch Vorsitzende Ulrike Brux. In der Kulturfabrik werde deutlich, was die „Liebe zur Kultur“ ausmache und welchen Stellenwert Kultur auch heute noch hat. „Was nutzt die wirtschaftlich stärkste Stadt, wenn niemand dort leben möchte?“, fragt Brux.

Auch in der Zukunft soll Schwelm kulturell vielfältig bleiben, das gehe jedoch nur mit engagierten, jungen Leuten: „Mitarbeiten kann jeder“, ruft die Vorsitzende auf.

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