Hintergrund

26 000 Jahre alte spirituelle Praxis

Neben Rasseln und Trommel hängt das Bild eines Schamanen im Wintergarten von Simone Kowalewski.

Neben Rasseln und Trommel hängt das Bild eines Schamanen im Wintergarten von Simone Kowalewski.

Foto: Veronika Gregull

Gevelsberg.  Was ist Schamanismus? Gevelsbergerin erklärt die Naturreligion

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Schamanismus ist eine der ältesten Formen der spirituellen Praxis, eine praktische Erfahrungslehre und mehr als 26 000 Jahre alt. Aus schamanischer Sicht ist alles lebendig und beseelt. Alles ist demnach miteinander in Wechselwirkung verbunden. Es gibt im Schamanismus eine obere, mittlere und eine untere Welt sowie geistige Helfer wie zum Beispiel Ahnen, Lehrer, Krafttiere und Medizinpflanzen.

Schamane als Toröffner

Der Schamane arbeitet laut Sabine Kowalewski als Tür- beziehungsweise Toröffner. Er oder sie sei ein Mittler zwischen den Welten, der irdischen und geistigen Welten, dem Diesseits und Jenseits. „Er kann zudem in den sichtbaren Phänomenen die unsichtbaren Einflüsse wahrnehmen“, sagt die Gevelsbergerin. Ein Schamane sei bewusst in der Lage sich in einen veränderten Bewusstseinszustand zu begeben, zum Beispiel durch Singen, Tanzen, Trommeln oder Rasseln. So kann er Kontakt mit den „Spirits“, also Helfern der geistigen Welt, aufzunehmen. Dies geschieht meist in Form einer Anrufung oder eines Gebets, um in Verbindung zu treten und um Rat, Hilfe und Heilung zu bitten. „Ein Schamane wird durch die ,Spirits’ auserwählt. Der eigene Wille spielt dabei keine Rolle“, sagt Simone Kowalewski. Wenn es darum geht, Leiden zu lindern, kümmere sich der Schamane um die spirituelle Wunde als Ursprung von Krankheit.

Der schamanische Weg sei zwar für alle da, die sich mit der Natur verbunden fühlen, und man müsse auch kein Schamane sein, um Schamanismus zu praktizieren, „doch so manche Pfade und Einsichten werden immer Schamanen vorbehalten bleiben.“

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