Neues Wohnen

Änderungen im Neubaugebiet Winterberg

Dies ist der aktuelle Planungsstand,. der an einigen Stellen noch geändert werden muss.

Dies ist der aktuelle Planungsstand,. der an einigen Stellen noch geändert werden muss.

Foto: WP

Schwelm.   Frieder Altrogge, Geschäftsführer der S-Probis, sieht notwendige Eingriffe in den Bebauungsplan unkritisch. Der erste Spatenstich soll am 15. Februar erfolgen. Die ersten neuen Hausbesitzer sollen noch in diesem Jahr einziehen können.

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Was ist los im Wohngebiet Winterberg? Das war die große Frage, über die der Hauptausschuss diskutierte. Fakt ist: Es hat Fehler im Bebauungsplan gegeben. Doch führen diese zu einer Verzögerung? Diese Zeitung sprach mit Frieder Altrogge, der als Geschäftsführer der S-Probis das Projekt entwickelt und vermarktet. Er trat mit einigen Ansinnen auf die Verwaltung zu.

Altrogge trifft eine nicht zu interpretierende Aussage: „Es wird keine zeitliche Verzögerung geben. Die Änderungen im Bebauungsplan und Befreiungen sind nicht von einer Dimension, dass sie das Projekt gefährden könnten.“ Gleichwohl wundert er sich über die aus seiner Sicht zweifelhafte Logik, die die Politik in dem Bebauungsplan an einer Stelle hat walten lassen.

Paradoxe Planungsvorgaben

Der Plan sieht vor, dass verschiedene Wohnformen auf dem Areal Platz finden. Als Konsequenz wurden etwa 80 Prozent frei stehende Einfamilienhäuser eingeplant und an der Winterberger Straße entlang der Lärmschutzwand fünf Mehrfamilienhäuser. Diese sollten Platz für jeweils fünf Wohneinheiten bieten. Nun hatte die Politik ebenfalls festgesetzt, dass pro Haus nicht mehr als zwei Wohneinheiten entstehen dürfen – ein Paradoxon.

Die Änderung sieht nun vor, dass nur noch in einer Parzelle ein Mehrfamilienhaus gebaut wird, die restlichen vier großen Grundstücke werden mit Doppelhaushälften bebaut. Ein zweites Fünf-Familien-Haus entsteht dafür an der oberen Zufahrt der Frankfurter Straße. Dem scheint nichts im Wege zu stehen.

Zwei weitere Änderungen betreffen die Straßen. Bisher sollte die Hauptachse über die beiden Zufahrten ins Gebiet 30er-Zone werden, der Rest Spielstraße. „Wir wollen nun den kompletten Bereich auf sieben Stundenkilometer beruhigen“, sagt Altrogge. Probleme gab es auch mit einem Stichweg zu zwei Grundstücken. „Hier entstehen Häuser mit Garagen und Stellplätzen, aber es war lediglich ein Gehrecht eingeplant. Das macht natürlich keinen Sinn. Hier werden auch Autos fahren dürfen“, sagt Altrogge und spricht damit gleich das nächste Thema an: die Stellplätze.

Bisher sieht der Bebauungsplan vor, dass alle Stellplätze auf überbaubarer Grundstücksfläche zu liegen haben. Das hätte zur Konsequenz, dass vor den Garagen keine Autos stehen dürften. Diese Flächen sollen nun auch als Stellplätze anerkannt werden.

Zu guter Letzt wurde ein privater Garten eines bestehenden Anliegers als öffentliche Grünfläche ausgewiesen. Das soll rückgängig gemacht werden.

Diesen Änderungen steht laut Frieder Altrogge nichts im Wege, so dass am 15. Februar der Startschuss für das Wohngebiet Winterberg erfolgt. „Wir werden dann mit der Erschließung beginnen, die bis Ende Mai andauert.“ Am 30. Mai könne der erste neue Bauherr mit dem Bau des Eigenheims beginnen. „Wenn es jemand extrem eilig haben sollte, können wir sicherlich auch schon etwas eher beginnen“, sagt Frieder Altrogge. Er legt sich fest: „Die ersten Eigentümer werden in diesem Jahr ihr Weihnachtsfest im neuen Heim am Winterberg feiern.

Von dem Erfolg ist er überrascht. „Die Vermarktung läuft hervorragend. Stand jetzt sind noch 35 Prozent der Grundstücke zu haben.“ Dies sei für einen Zeitraum von drei Monaten, seit Verkaufs- und Reservierungsbeginn, ein exzellenter Wert. Natürlich könne jeder umgehend jede freie Parzelle anfragen.

70 Prozent der Bauherren Schwelmer

Die Bauherren haben vor allem Interesse an den freistehenden Einfamilien-Häusern, die innerhalb eines planerischen Rahmens individuell errichtet werden dürfen. Altrogge lobt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Sparkasse und der Stadt Schwelm – insbesondere der TBS.

Mit vielen Neubürgern ist hingegen nicht zu rechnen. „Bisher kommen mindestens 70 Prozent der Interessenten aus Schwelm“, sagt er. Dies sei aber nicht ungewöhnlich. Sie alle werden sich freuen, dass das Baugebiet wie geplant bestückt werden kann.

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