Prunksitzung

Akrobatisch, turbulent und verrückt

Bei der Prunksitzung der Kolpingsfamilie wurde der Saal in eine Zirkusmanege verwandelt.

Foto: Laura Dicke

Bei der Prunksitzung der Kolpingsfamilie wurde der Saal in eine Zirkusmanege verwandelt.

Schwelm.  Prunksitzung der Kolpingsfamilie. Jugenddreigestirn regiert die Schwelmer Jecken.

„Manege frei, der Zirkus ist los im Kolpinghaus“. Beim diesjährigen Karneval der Kolpingsfamilie ging es ganz schön bunt her. Wilde Tiere, verrückte Clowns und geheimnisvolle Zauberer mischten den Saal des Kolpinghauses auf und machten ihn zum Zirkuszelt.

Pünktlich um 20.11 Uhr zogen die jecken Akteure zur großen Prunksitzung ein. Sitzungspräsident und Zirkusdirektor Christian Beckmann stellte sein Zirkusteam vor. Da sind die Tiere, zwei durchgedrehte Clowns, ein Zauberer, Jongleure und eine Wahrsagerin, zusammen bilden sie den Elferrat.

Zirkusdirektor Christian Beckmann

Die Ehrengäste im Zirkuspublikum – Propst Norbert Dudek und sein Pastoralteam, Präses Heinz Ditmar Janousek und die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Sartor – wurden von Christian Beckmann begrüßt und erhielten prompt die ersten Orden des Abends. Da durften eine Rakete und ein dreifaches „Schwelm Helau“ nicht fehlen.

„Doch das Zirkusleben ist nicht einfach. Ich habe lange gesucht aber es gibt kein Prinzenpaar“, erzählte Christian Beckmann. Von der Suche und der schließlichen Lösung des Problems berichtete der Zirkusdirektor Beckmann in einem selbst komponierten Lied, das er zum Besten gab. Schnell war eine Lösung gefunden: ein Dreigestirn. Und nicht nur irgendeines, sondern das Jugenddreigestirn regiert den Schwelmer Karneval. Bäuerin Johanna Wittwer, Prinzessin Jana Wagener und Jungfrau Luis Neizert zeigten sich anschließend endlich dem Karnevalsvolk.

„Wir sind zur Stelle, wenn die Erwachsenen machen ne‘ riesen Welle“, hieß es in ihrer Begrüßungsrede. Für die Ausreden der Erwachsenen von zu wenig Zeit oder zu viel Aufwand hatte das neue Dreigestirn kein Verständnis, also standen nun die Jüngsten an der Spitze des Kolpingkarnevals. „Die Kleinsten werden die Größten sein“, sagte Bäuerin Johanna. Die drei Jugendlichen gehen alle noch zur Schule und sind seit Jahren aktiv in der Kolpingjugend.

Akrobatische Glühwürmchen

Anschließend hieß es Manege frei für das Bühnenprogramm. Der Kolpingchor trat als erster Showact in die Manege und brachte das Publikum zum Mitsingen und zum Schunkeln. Begleitend spielte der Leiter des Chors, Ludger Janning, Akkordeon. Akrobatisch turbulent wurde es danach bei dem Auftritt der Glühwürmchen. Die kleinsten der Kolpingjugend zeigten, wie gelenkig sie sind und das Publikum forderte prompt eine Zugabe. Auch das Pastoralteam um Propst Dudek ließ sich seinen diesjährigen Auftritt nicht nehmen. Mit viel Witz und Ironie nahmen sie sich selbst, Politiker wie Donald Trump oder Angela Merkel sowie die Schwelmer Zukunft aufs Korn und sorgten für lautes Gelächter im Publikum. Sie versuchten sich als Zauberer und Wahrsager, doch das ging schief. Das umkomponierte Lied „Nur noch kurz die Propstei retten“, gesungen von Propst Dudek war allerdings ein richtiger Erfolg.

Genauso witzig war der Auftritt des neuen Dous Vater (Bastian Thier) und Sohn (Linus Hartje), die ein nicht ganz so typisches Vater-Sohn-Gespräch darstellten. Und damit war der Abend noch lange nicht vorbei. Weitere Acts boten die quietschenden Popcornwürmer und die Les Dames Barbues, bevor es zum Finale eine große Playbackshow gab. Damit war die Zirkusshow beziehungsweise die Prunksitzung auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Darauf ein dreifach-kräftiges „Schwelm Helau“.

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