Politik

Alles unter einem Dach an drei Orten in Schwelm

Links die Brauerei-Brache, auf die das neue Rathaus gesetzt wird. Rechts oben die Römerstraße. Dort grenzt die Villa Xtra-Dry an den Parkplatz der Sparkasse an. Hier könnte das neue Kulturzentrum gebaut werden.

Links die Brauerei-Brache, auf die das neue Rathaus gesetzt wird. Rechts oben die Römerstraße. Dort grenzt die Villa Xtra-Dry an den Parkplatz der Sparkasse an. Hier könnte das neue Kulturzentrum gebaut werden.

Foto: Hans Blossey

Schwelm.   Der Rat der Stadt Schwelm nimmt am 22. März eine Weichenstellung für das neue Rathaus vor. Die Villa Xtra-Dry soll einem Kulturzentrum weichen

Alles unter einem Dach: Stadt und Politik rücken bei der Planung des neuen Rathauses auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei von ihrem ursprünglichen Plänen ab. Nun ist statt von einem, von drei Standorten die Rede, an denen sich die kommunalen Einrichtungen in der Kreisstadt wiederfinden sollen. Das ist der Vorlage der Verwaltung für die Sitzung des Rates der Stadt Schwelm zu entnehmen, der am Donnerstag, 22. März, ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung zusammenkommt.

Investitionskosten eingehalten

Der Arbeitskreis Zentralisierung hat (hinter verschossenen Türen) ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Der bis Mitte Januar 2018 von dem Projektsteuerer Assmann ermittelte Raum- und Flächenbedarf von 14 515 qm wird an drei Standorten dargestellt. Laut der von Bürgermeisterin Gabriele Grollmann unterzeichneten Vorlage belaufen sich die Gesamt-Investitionskosten für die Umsetzung dieser Maßnahmen nach Berechnungen von Assmann auf rund 29,5 Mio. Euro, demnach rund 500.000 Euro unter der durch die Politik beschlossenen Baukostenobergrenze von 30 Mio. Euro (zuzüglich Kosten für den Grundstückserwerb über 5,5 Mio. Euro).

Grundstück „Alte Brauerei“

Auf dem Grundstück „Alte Brauerei“ wird für die Zusammenführung der Verwaltungsstandorte gemäß der Ermittlung des Flächen- und Raumprogramms (Stand Februar 2018) ein Neubau mit einer Gesamtfläche von 11.210 qm Bruttogeschossfläche (BGF) errichtet. Die Gesamtfläche ergibt sich wie folgt: Verwaltung = 6.310 qm BGF, Ladenpassage = 2.500 qm BGF, Tiefgarage = 2.400 qm BGF (1 Ebene mit 80 Stellplätzen).

Ex-Schule Linderhausen

Im ehemaligen Schulgebäude Linderhausen werden für die Unterbringung des Zentralarchivs (875 qm BGF) die notwendigen baulichen Maßnahmen umgesetzt. Es handelt sich um die Flächen, die nach dem Auszug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus den Schulungsräumen frei werden. Der Betrieb von Kindergarten/Feuerwehr ist hiervon nicht betroffen.

Römerstraße/Wilhelmplatz

Auf dem Grundstück Römerstraße 10/Wilhelmsplatz wird für die Unterbringung der Musikschule, der Stadtbücherei sowie der VHS ein Neubau mit einer Gesamtfläche von 2.430 qm BGF errichtet. Das hat den Abriss der Villa Xtra-Dry zur Folge. Im städtischen Objekt Römerstraße 10, in dem bis zum 30. November 2017 das Blaue Kreuz Deutschland seinen Betrieb hatte, ist es laut Stadt nicht möglich, den festgestellten Flächen- und Raumbedarf abzubilden. Ein Anbau am Bestandsgebäude wäre notwendig gewesen. Durch die notwendige Kernsanierung des nicht unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes sowie des notwendigen Anbaus würden Investitionskosten in einem erheblichen Umfang entstehen. Eine wirtschaftliche und nachhaltige Lösung im Bestand sei demnach nicht realisierbar, so die Verwaltung. Bereits im Herbst 2017 wurde vor dem Hintergrund der Kündigung des Nutzungsvertrages durch das Blaue Kreuz Gespräche geführt, die geleistete Jugendarbeit an anderer Stelle im Stadtgebiet zu leisten. Aktuell liegen keine neuen Erkenntnisse vor.

Weitere Beschlüsse

Der Rat der Stadt Schwelm beauftragt, das Vergabeverfahren „Generalplanungsbüro“ durchzuführen. Die Bestandsgebäude „Altes Kesselhaus“ und „Patrizierhaus“ sollen entwickelt werden mit dem Ziel, im Erdgeschoss einen Gastronomiebetrieb anzusiedeln. Ob es Interessenten dafür gibt, darüber sagt die Vorlage nichts aus.

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