Geschichte

Alte Akten erzählen von Schwelmer Gräberfeldern

Die kleine neoromanische Kapelle auf dem Friedhof Oehde, aufgenommen 1960, 1961 abgerissen. Foto: H. Köhler

Die kleine neoromanische Kapelle auf dem Friedhof Oehde, aufgenommen 1960, 1961 abgerissen. Foto: H. Köhler

Schwelm.  Über 50 Zuhörer bei Vortrag von Pfarrer i.R. Ernst Martin Greiling im Martfeld. Streifzug durch wechselvolle Geschichte der Schwelmer Friedhöfe.

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„Altes neu entdeckt!“ hieß es wieder im Foyer des Hauses Martfeld. Mit Ernst Martin Greilings reich bebildertem Vortrag über „Abschied vom alten Friedhof“ startete die Lesereihe des Vereins für Heimatkunde vor mehr als 50 Zuhörern in das sechste Jahr.

Als unumstrittener Spezialist in Sachen Schwelmer Kirchenarchiv war Greiling als Pfarrer im Ruhestand genau der richtige Forschergeist, der historische Akten und Schriftstücke heranzog, um Auskunft über die wechselvolle Geschichte der Friedhöfe zu geben. Abbildungen der Korrespondenz einstiger Pfarrer, Fotos und Pläne der verschiedenen ehemaligen Gräberfelder im Stadtgebiet und des derzeitigen Friedhofs an der Oehde rundeten seine Ausführungen ab.

Vergessene Orte

Wer kann sich heute noch an das kleine „Totenhäuschen“ auf dem Friedhof an der Bahnhofstraße erinnern? Oder an das anschließende, mit Hecken und Zäunen eingefriedete und dicht bepflanzte Friedhofsgelände an der Döinghauser Straße? Auch dieses Areal wurde zwischenzeitlich als Park genutzt, musste aber mittlerweile der Schließung einer sogenannten Baulücke weichen.

Auch haben heute nur noch wenige Schwelmer Kenntnis über die Existenz der kleinen neoromanische Kapelle, die bis 1961 auf dem Friedhof an der Oehde stand, bevor weiter nordwestlich die noch heute genutzte Trauerhalle erbaut wurde.

Die Geschichte der Grablegungen in Schwelm ist bewegt. Die Gemeinden und die Kommune mussten große Schwierigkeiten überwinden, um zu einer einvernehmlichen Lösung der Bestattungsfragen zu gelangen.

Dank seiner akribisch recherchierten Aktenlage brachte Ernst Martin Greiling Licht in diesen Teil der Schwelmer Geschichte. Ausgangspunkt für das Thema waren Schriften aus der Historischen Bibliothek Martfeld, etwa die „Gesänge zur Feier des Abschiedes vom alten Kirchhofe und zur Einweihung des Neuen. Am Gedächtnißfeste der Verstorbenen“ aus dem Jahr 1829 sowie „Abschied vom alten Friedhof. Einweihung des neuen Kirchhofs am 13.10.1878“.

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