Frühförderstelle

Anlaufstelle für Autismus-Therapie bleibt

Die Evangelische Stiftung Volmarstein hat das „Zentrum für Interdisziplinäre Frühförderung Autismus-Therapie und Heilpädagogik“ an der Voerder Straße 44 übernommen. Von links: Markus Bachmann und Ekkehard Meinecke (Stiftung Volmarstein), Bernhard Bertina und Cordula Bauschke-Bertina.

Die Evangelische Stiftung Volmarstein hat das „Zentrum für Interdisziplinäre Frühförderung Autismus-Therapie und Heilpädagogik“ an der Voerder Straße 44 übernommen. Von links: Markus Bachmann und Ekkehard Meinecke (Stiftung Volmarstein), Bernhard Bertina und Cordula Bauschke-Bertina.

Foto: Angelika Trapp

Ennepetal.   Stiftung Volmarstein übernimmt das Zentrum für Interdisziplinäre Frühförderung an der Voerder Straße

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Die Evangelische Stiftung Volmarstein hat zum 1. Juli das „Zentrum für Interdisziplinäre Frühförderung Autismus-Therapie und Heilpädagogik“ an der Voerder Straße 44 übernommen. Dort werden rund 150 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Ennepetal und Umgebung, deren Entwicklung durch verschiedene Faktoren erschwert, beziehungsweise beeinträchtigt ist, betreut. Außerdem werden Eltern und Familien beraten.

Neben heilpädagogischen Leistungen werden auch medizinisch-therapeutische Behandlungen als Komplexleistung (Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie) angeboten.

Cordula Bauschke-Bertina, die die Praxis mit ihrem Ehemann Bernhard Bertina vor 22 Jahren eröffnet und kontinuierlich weiterentwickelt hat, erklärte: „Ich habe die Praxis an die Ev. Stiftung Volmarstein aus persönlichen Gründen verkauft.“

Mitarbeiter werden übernommen

Bernhard Bertina ist dort nun angestellt, bleibt Ansprechpartner. Alle neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wozu auch eine Psychologin zählt, wurden von der Ev. Stiftung Volmarstein übernommen. „Und auch all unsere Kooperationspartner machen weiter mit“, sagt Cordula Bauschke-Bertina, die betont: „Ich freue mich, dass ich die Praxis in gute Hände geben, einen neuen Träger der Frühförderstelle finden konnte.“ Man sei sich schnell einig geworden mit Verantwortlichen der Stiftung, so Bauschke-Bertina.

So waren auch im Rahmen der Übernahme der Praxis Markus Bachmann, kaufmännischer Vorstand der Ev. Stiftung Volmarstein, und Ekkehard Meinecke, Leiter der Behinderten- und Jugendhilfe der Ev. Stiftung Volmarstein, nach Ennepetal gekommen. „Der Standort in Ennepetal Milspe an der Voerder Straße 44 bleibt bestehen“, erklärte Markus Bachmann. „Dieser Baustein in der Gesamtstruktur fehlte uns noch, und es ist wichtig, dass der Standard erhalten bleibt.“ Denn die Praxis erhielt aufgrund ihrer mehrjährigen Erfahrung in der Autismus-Therapie im Jahr 2013 die Anerkennung als Zentrum für Autismus-Therapie (ATZ) durch den EN-Kreis. Ekkehard Meinecke betonte, dass man sich gefreut habe, in diese Sparte einsteigen zu können.

„Das Schicksal meines Sohnes hat mich seinerzeit in den Bereich hereingeführt und ich war dankbar, anderen betroffenen Familien helfen, Unterstützung leisten zu können“, so die gelernte Heilpädagogin Cordula Bauschke-Bertina. „Wir haben mit drei Kindern begonnen“, blickt Bauschke-Bertina zurück. „Nun sind es wöchentlich 150.“

„Die Mitarbeiter in Ennepetal weisen eine hohe Qualifikation auf, so können wir solide weiterarbeiten“, sagte Ekkehard Meinecke. Alles gehe nahtlos über, und auch mit den Behörden des EN-Kreises und den Krankenkassen laufe es optimal. In der Praxis stehen neun Räume zur Verfügung, durchweg mit Holz ausgestattet: Babybereich, Spielbereich mit Puppenhaus, Kaufladen und Handpuppen, Testraum, Autismusbereich mit entsprechenden Fördermaterialien.

„Für die bestmögliche Entwicklung der Kinder ist es wichtig, so früh wie möglich mit der speziellen Förderung zu beginnen“, so Ekkehard Meinecke.

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