Gevelsberg. Der 22. März ist der Tag des Wassers. Warum im Ennepe-Ruhr-Kreis die Ennepetalsperre eine so große Bedeutung hat.

Zum Tag des Wassers am 22. März weist die AVU als heimischer Versorger auf die hohe Qualität des Trinkwassers hin. „Das Trinkwasser für unsere Kunden kommt hauptsächlich aus unserem Wasserwerk Rohland an der Ennepetalsperre. Unsere langfristigen Planungen sind darauf ausgerichtet, die hohe Qualität für die Zukunft zu sichern“, erklärt AVU-Vorstand Uwe Träris.

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Dafür sei man im ständigen fachlichen Austausch mit dem Ruhrverband als Eigentümer der Talsperre. Denn sowohl Trockenperioden als auch die Starkregen-Ereignisse haben gezeigt, dass Modellberechnungen und Planungen neu bewertet werden müssen. „Das haben wir in den vergangenen Jahren getan“, erklärt Träris. Die AVU fördert Trinkwasser hauptsächlich aus der Talsperre – anders als in vielen anderen Teilen Deutschlands. Da ist Grundwasser die wichtigste Ressource:

Verbraucher können Beitrag leisten

Auch Verbraucherinnen und Verbraucher können etwas tun, um den Wasserkreislauf nicht unnötig zu belasten.

Dazu gehört zum Beispiel, Arzneimittel nicht über die Toilette, sondern über den Restmüll oder über gesonderte Schadstoffsammelstellen zu entsorgen. Oder im privaten Gartenbereich ganz auf den Einsatz chemischer Mittel zu verzichten.

Tipps zum Wassersparen gibt es auch in allen AVU-Treffpunkten.

Rund 74 Prozent des Trinkwassers stammen aus Grundwasser. Darauf weist der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) zum Tag des Wassers hin. „Wenn wir den Hahn aufdrehen oder unter der Dusche stehen, ist uns oft nicht bewusst, wie elementar, kostbar und unverzichtbar Grundwasser ist. Unser Grundwasser ist ein nasser Schatz unter der Erde, den wir für uns und die junge Generationen schützen sollten“, sagt VKU-Vizepräsident Karsten Specht. Dabei spricht er sich für das Vorsorge- und Verursacherprinzip aus. Technische Lösungen zum Beispiel bei der Aufbereitung in den Wasserwerken belasten hingegen die Bürgerinnen und Bürger durch höhere Wasserpreise.

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„Wir brauchen eine erweiterte Herstellerverantwortung und eine konsequente Einbeziehung des Gewässerschutzes bei der Stoffzulassung und -anwendung. Die Verursacher von Verunreinigungen, zum Beispiel Pflanzenschutzmittel-Hersteller, sollten sich beteiligen. Und es muss zuerst darum gehen, dass Stoffe gar nicht erst in Verkehr oder eben deutlich weniger in Verkehr gebracht werden, sodass ein Eintrag in die Gewässer verhindert wird“, so der VKU-Vizepräsident.