Ehrenamt

Auch neue Kleiderkammer in Schwelm braucht Ehrenamtler

Die Fahrradwerkstatt im ehemaligen Warenhaus für Flüchtlinge soll auch in der neuen Kleiderkammer ihren Platz bekommen.

Die Fahrradwerkstatt im ehemaligen Warenhaus für Flüchtlinge soll auch in der neuen Kleiderkammer ihren Platz bekommen.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Sozialausschuss begrüßt gemeinsames Projekt von DRK, Caritas und Diakonie. Erster Öffnungstag im Juni vorgesehen

Die neue gemeinsame Kleiderkammer von DRK, Caritas und Diakonie Mark-Ruhr, die in die bisher von der Willkommensinitiative Schwelm genutzte Turnhalle Kaiserstraße einziehen wird, setzt auch weiterhin auf die Mitarbeit von Ehrenamtlern. Das machte Caritasdirektor Dominik Spanke vor den Mitgliedern des Sozialausschusses im Rathaus deutlich. Der Neustart der Kleiderkammer ist für Juni geplant.

Kleiderkammer zahlt keine Miete

Die Stadt begrüßt die Bündelung des Kleider-Angebots mehrerer Schwelmer Träger. „Für die Bürger entsteht eine neue zentrale Anlaufstelle für die Ab- und Ausgabe von Kleiderspenden“, sagt der Beigeordnete Ralf Schweinsberg. Man sei froh, dass sich etwas entwickle, die Stadt stelle die Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung, wie das bereits bei der Willkommensinitiative passiert sei. Wie berichtet, hatte die Willkommensinitiative das Warenhaus 2015 gegründet, um die Flüchtlinge mit dem Nötigsten zum Leben auszustatten. Durch Abnahme der Flüchtlingsströme hatte sich der Verein entschlossen, das Angebot zum Jahresende 2018 auslaufen zu lassen.

Das Rote Kreuz und die Caritas stellen aktuell jeweils eigene Kleiderkammern bereit. Die Diakonie betreibt sowohl den Kleiderladen im Sozialkaufhaus, als auch eine kleine Kleiderausgabe in der Schwelmer Tafel. „Die große Kleiderkammer in unmittelbarer Nähe zum Sozialkaufhaus ist eine tolle Ergänzung zu unserem Kleiderladen“, ist Stefanie Krah-vom Reth von der Diakonie überzeugt. „Das Raumangebot in der Turnhalle bietet ganz neue Möglichkeiten“, zeigt sich Angelika Beck, Mitarbeiterin der Caritas, beeindruckt.

Nicht nur die Räumlichkeiten will man gemeinsam nutzen, auch die Arbeit wollen sich die neuen Träger zukünftig teilen. „Es geht uns nicht nur um die Ausgabe der Bekleidung. Viel wichtiger ist für uns der Kontakt und das Gespräch mit den Kunden“, berichtet Bärbel Weyersberg, Leiterin der DRK-Kleiderkammer.

„Uns ist die Zusammenführung der berechtigten Personen wichtig“, sagt Ralf Schweinsberg. Das Modell des Tafelladens dient der neuen Kleiderkammer als Blaupause. Die Kunden des Tafelladens sollen automatisch auch die Berechtigung haben, in der Kleiderkammer „einzukaufen“.

Übrigens: Auch die Fahrradwerkstatt, die bisher zum Warenhaus gehörte, soll unter Regie der neuen Kleiderkammer am selben Ort weiterlaufen, wie Spanke mitteilt. Hingegen wird die von der Willkommensinitiative ehrenamtlich geleistete Beratung von Flüchtlingen zwar weiterlaufen, aber nicht mehr wie bisher in der Turnhalle Kaiserstraße erfolgen. Stadt und Willkommensinitiative sind über neue Räumlichkeiten für das Angebot im Gespräch.

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