Gala

AWo Ennepe-Ruhr: Ein dickes Dankeschön ans Ehrenamt

| Lesedauer: 4 Minuten
Auszeichnung für die ehrenamtlichen Helfer der AWo EN: Hannelore Hartbecke, Bernd Rhönisch, Bernhard Kott, Doris Eckel-Unke, DetlefMielcarek, Dirk Quambusch, Marcin Jan Rakoczy, Hans-Christian Schäfer, Conchita Perez, Olaf Waltenberg, Herbert Jankowoi, Mike Eppmann, Debbi Krumm und Arne Thomas.

Auszeichnung für die ehrenamtlichen Helfer der AWo EN: Hannelore Hartbecke, Bernd Rhönisch, Bernhard Kott, Doris Eckel-Unke, DetlefMielcarek, Dirk Quambusch, Marcin Jan Rakoczy, Hans-Christian Schäfer, Conchita Perez, Olaf Waltenberg, Herbert Jankowoi, Mike Eppmann, Debbi Krumm und Arne Thomas.

Foto: Bernd Henkel / AWo / WP

Schwelm.  Im Rahmen einer Gala vom Feinsten danke die AWo ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern im Schwelmer Ibach-Haus.

„Die moderne Arbeitswelt macht es schwer, Beruf, Familie und Ehrenamt zu verbinden. Da ist auch die Politik gefordert, das Ehrenamt zu stärken und zu fördern. Denn Sie alle hier leisten einen unschätzbar wichtigen Beitrag für die Gesellschaft“, sprach Bärbel Bas (SPD), Präsidentin des Deutschen Bundestags, bei der Ehrenamt-Gala der AWo EN im Schwelmer Ibach-Haus wachsenden Nachwuchsmangel in der ehrenamtlichen Arbeit an, der auch die AWo-Ortsvereine belastet.

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Die seit mehr als 100 Jahren in der AWo gelebten Werte Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz, so hatte Bas gleich zu Beginn ihrer Festansprache unterstrichen, seien gerade jetzt „während wir die Angriffe autoritärer Staaten auf unsere Demokratie erleben“, besonders wichtig. Es sei wichtig, dass die AWo mit ihren etwa 3000 Mitgliedern und 1300 hauptamtlichen Mitarbeitenden im EN-Kreis für die Menschen da sei. Dass Bärbel Bas, die Frau mit dem zweithöchsten Amt nach dem Bundespräsidenten, sich die Zeit genommen hatte, zur Ehrenamt-Gala zu kommen, war für die vielen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler ein erfreulicher Beweis, dass ihr tägliches Engagement auch „ganz oben“ gesehen und geschätzt wird.

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Die Besucherzahl bei dieser Dankeschön-Veranstaltung zum „Tag des Ehrenamts“ war gegenüber früheren Jahren zum zweiten Mal in Folge mit Blick auf die Corona-Pandemie und Sicherheitsaspekte reduziert. „Wir sind aber sehr froh, dass die Gala heute stattfinden kann. Wir haben eine Zeit erlebt, in der unsere Begegnungsstätten geschlossen bleiben mussten. Doch unsere Ehrenamtlichen haben still und heimlich immer weitergearbeitet“, betonte AWo-Geschäftsführerin Esther Berg.

„Frisch lackiert und mit einer Super-Besatzung hat Esther Berg im Sommer das Boot der AWo EN von Jochen Winter übernommen, aber in schweren Zeiten. Denn auch für uns sind dunkle Wolken aufgezogen“, hatte René Röspel, Kreis- und Unterbezirksvorsitzender bei der Begrüßung der Gäste auch ernste Töne anschlagen müssen. Zwar sei die AWo EN finanziell noch gut aufgestellt, Preissteigerungen seien jedoch bedrohlich für ein Unternehmen, das nicht „wie eine Tankstelle die Preise erhöhen“ könne. „Wir sind für die Menschen da, wenn sie Hilfe brauchen, ohne Profite zu erzielen. Unser Profit ist es, wenn es den Menschen besser geht. Das kostet, aber damit verdienen wir nicht unbedingt“, erklärte Röspel und kritisierte, dass es auch in sozialen Arbeitsfeldern EU-weite Ausschreibungen gebe, bei denen ausschließlich der Preis noch Entscheidungskriterium sei.

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Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus den Ortsvereinen im EN-Kreis als Dank für ihre Arbeit einmal im Jahr Unterhaltung und Spaß und Abwechslung zu bieten, ist der eigentliche Sinn der Ehrenamt-Gala. Nach den ernsten Worten luden die „Quarrymen Beatles“ zu einer Zeitreise ein. Mit Pilzkopfperücken und schmalen Krawatten intonierten sie frühe Hits von „A hard Days night“ bis „I want to hold your hand“ so täuschend nah an den legendären Originalen, dass die Gäste begeistert im Takt wippten und mit klatschten. Bei den Hits aus den 70ern hielt es manche dann nicht mehr auf den Sitzen, sie mussten einfach tanzen, bevor die Band mit Standing Ovations verabschiedet wurde.

Kabarettist Fritz Eckenga hatte es von seiner Heimatstadt Dortmund am Morgen nicht weit nach Schwelm, wo er 45 Minuten lang Gedichte und Plaudereien aus seinen immer ganz dicht am Ruhrpott orientierten Programmen präsentierte. So ließ er das Publikum am „evidenzbasierten Faktenwissen“ seiner Mutter teilhaben: „Meine Mutter hat immer gesagt: ‚Von Bier wirße doof. Mit Schnaps steckße Häuser an.‘ Da hat unsere Familie beim Trinken immer im Sinne des Brandschutzes entschieden.“ Und Freunden von Tattoos gab er in einem Werbespot mit auf den Weg: „Hast Du große freie Flächen, lasse Dich von Tanja stechen.“ Zum Abschluss der Gala wurden wie immer Helfer aus den Ortsvereinen geehrt, die sich besonders verdient gemacht haben.

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