DRK-Neubau

Bäume Am Ochsenkamp in Schwelm müssen Rettungswache weichen

Das DRK leistet Vorarbeiten, um am Ochsenkamp seine neue Rettungswache bauen zu können, und hat dort Bäume gefällt.

Das DRK leistet Vorarbeiten, um am Ochsenkamp seine neue Rettungswache bauen zu können, und hat dort Bäume gefällt.

Foto: Bernd Richter / WP

Schwelm.  Das DRK Schwelm hat auf seinem Grundstück Am Ochsenkamp Bäume gefällt. Dort wird die neue ettungswache gebaut.

Wer aus der Viktoriastraße in die Kreuzung Carl-vom-Hagen-Straße/Am Ochsenkamp einbiegt, sitzt vom Ausblick her in der ersten Reihe. Die Bäume, die einmal auf dem gegenüberliegenden Gelände gestanden haben, sind alle gefällt worden. Auf dem 6000 qm großen Grundstück wird der DRK-Ortsverband Schwelm seine neue Rettungswache bauen.

Die neue Rettungswache ersetzt das seit Jahrzehnten angestammte Domizil des DRK-Ortsvereins an der Hauptstraße 109. DRK-Vorsitzender Oliver Flüshöh spricht von einem bevorstehenden „zügigen Start“ der Tiefbauarbeiten noch in diesem Jahr. Für den Neubau gibt es zwar bereits eine Baugenehmigung, jedoch soll der Komplex nach Rücksprache mit dem Kreis und den Krankenkassen nun etwas kleiner als ursprünglich geplant umgesetzt werden. Dafür muss die Baugenehmigung angepasst werden.

Der Architekt ist zurzeit mit der Ausführungsplanung befasst. Wenn alles glatt geht, könnte im Frühjahr mit dem Hochbau begonnen werden.

Eigentlich sollte die neue DRK-Wache in Schwelm im Sommer 2019 fast fertig sein. Aber bekanntlich steckt der Teufel im Detail. In diesem Fall war es die Refinanzierung des Projekts. Der Bauherr, der Ortsverband Schwelm des Deutschen Roten Kreuzes, und die Kostenträger, die Krankenkassen, hatten sich lange nicht über die Rahmenbedingungen einigen können, zu denen gebaut und was wie groß gebaut werden soll. Der Streit ging um die Refinanzierungsdauer und über den anzusetzenden Mietzins.

Zur Erinnerung: Die Vertreter der Krankenkassen stießen sich an der Größe des Projekts. Sie wollten mit ihrem Geld lediglich die Räumlichkeiten Rettungsdienst und für den Betrieb desselben sicherstellen. Der DRK-Ortsverein wollte zukunftsfähig bauen und am neuen Ort nicht nur Platz für den Ortsverein, sondern auch die eigene Schule, die heute noch an der neuen Feuerwache in Lindenhausen zur Miete untergekommen, schaffen. Das sich in Stadteigentum befindliche DRK-Heim Hauptstraße 109 würde damit überflüssig.

„Wir haben tatsächlich den Knoten mit den Kassen durchschlagen können und haben eine Lösung zur Finanzierung gefunden“, sagte Oliver Flüshöh im April unserer Zeitung. DRK und Krankenkassen haben sich laut dem Vorsitzenden insbesondere auf ein Bauvolumen für die Wache von 890 m² und ein refinanzierbares Budget von etwa 2,3 Millionen Euro verständigt. „Ich bin froh und erleichtert, dass wir den Knoten nach langen Verhandlungen endlich haben durchschlagen können. Das gibt insbesondere unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine klare Perspektive für ihren Arbeitsplatz. Ich danke Allen, die daran beteiligt waren, diese Lösung zu finden“, so Oliver Flüshöh damals.

So sahen die ersten Entwürfe aus

Nach den ersten Entwürfen war im Dezember 2017 noch von Gesamtkosten von bis zu fünf Millionen Euro einschließlich Grunderwerb die Rede. Der Neubau sollte über eine Gesamtnutzungsfläche von 2400 m² verfügen.

Die ursprünglichen Planungen sahen vor, die Rettungswache nach neustem Standard zu erstellen. Sie sollte nach damaligen Planungsstand über Stellplätze für Einsatzfahrzeuge, eine Desinfektionshalle mit Personenschleuse und eine wintertaugliche Waschhalle verfügen. Für die Fahrzeughalle waren 780 m² und zehn Tore im Gespräch, Dienst-, Funktions-Aufenthalts- und Ruheräume sollten 530 m² umfassen. Mit der gemeinsamen Unterbringung von Ortsverein mit Verwaltung und Gemeinschaftsräumen und DRK-Bildungsinstitut Schwelm wollte das DRK seine Aktivitäten auf dem Grundstück am Ochsenkamp bündeln.

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