Neue Mitte Schwelm

Bagger auf dem Brauerei-Gelände in Schwelm

Mehrere metertiefe Löcher hat der Bagger auf dem Gelände der Brauerei gegraben. Das war nötig, damit ein Sachverständiger die Bodenbeschaffenheit in Nachbarschaft der Bestandsbauten Schulstraße 12 und Neumarkt 3 beurteilen konnte, damit die Fundamente für den direkt angrenzenden Neubau entsprechend berechnet werden können.

Mehrere metertiefe Löcher hat der Bagger auf dem Gelände der Brauerei gegraben. Das war nötig, damit ein Sachverständiger die Bodenbeschaffenheit in Nachbarschaft der Bestandsbauten Schulstraße 12 und Neumarkt 3 beurteilen konnte, damit die Fundamente für den direkt angrenzenden Neubau entsprechend berechnet werden können.

Foto: Bernd Richter / WP

Schwelm.  „Das Leistungsverzeichnis für das Kulturhaus ist fertig, die Ausschreibung wird kurzfristig erfolgen“, so Thomas Striebeck von der Stadt Schwelm.

Nein, es war nicht der inoffizielle Start der Erdarbeiten für das neue Rathaus. Der Bagger, der dort vor Tagen auf dem ehemaligen Gelände der Brauerei Schwelm anrückte (und auch schon wieder verschwunden ist), hat vielmehr das Gelände in Nachbarschaft der Bestandsbauten Schulstraße 12 und Neumarkt 3 sondiert. Konkret geht es darum, wie es um die Fundamenten und die Beschaffenheit des Untergrund dort bestellt ist. Der Fachmann spricht von Schürfarbeiten zur Ergründung des Bau-Untergrundes für den Rathaus-Neubau.

Beim Neubau des Rathauses wird das Fundament für den Baukörper direkt an die bestehenden Gründung der Bestandsgebäude rücken. Ein Sachverständiger hat nun die Lage beurteilt und nachgeschaut, ob alles für die geplante Bebauung geeignet ist. Dazu wurden mehrere zwei bis drei Meter tiefe Löcher gebaggert, wie vom städtischen Immobilienmanagement zu erfahren war. Bereits vor ca. drei Wochen sei deshalb schon einmal ein Bagger auf dem Gelände zum Einsatz gekommen.

„Die Informationen, die wir für die weitere Fachplanung brauchen, haben wir“, sagt Thomas Striebeck, Leiter des städtischen Immobilienmanagements, auf Nachfrage dieser Zeitung. In diesem Monat werde es keine weiteren Aktivitäten auf dem Brauerei-Gelände mehr geben.

Derweil liegen die Neubauprojekte Rathaus und Kulturhaus bereits hinter der ursprünglichen Zeitplanung zurück. Die Baugenehmigung für das Verwaltungsgebäude auf der Brache am Neumarkt ist noch nicht erteilt worden. Die Baugenehmigung für das Kulturzentrum an der Römerstraße liegt hingegen vor. „Das Leistungsverzeichnis für das Kulturhaus ist fertig, die Ausschreibung wird kurzfristig erfolgen“, so Thomas Striebeck.

Zwischenzeitlich sind auch Fördermittelzusagen durch das Land im Rathaus eingegangen (wir berichteten). So hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Städtebauförderungsprogramm 2020 der Stadt Schwelm für die Maßnahme „Neue Mitte Schwelm“ Fördermittel in Höhe von 70 Prozent – das sind 5.893.000 Euro - zugesprochen. Die Mittel dienen dem Bau des Kulturzentrums (5.826.800 Euro) sowie dem Parkraumkonzept (21.000 Euro) und vorbereitenden Planungen (45.200 Euro für die Refinanzierung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes). Die Stadtverwaltung hatte die Fördermittel im vergangenen Jahr beantragt.

Zurzeit wird an der Römerstraße kräftig gebuddelt. Dabei geht es allerdings um Kanalarbeiten. Dafür ist auch das Material bestimmt, das zum Teil auf dem Grundstück gelagert ist, auf dem einmal die Musikschule, Stadtbücherei und Volkshochschule ihren Platz finden werden.

Petition fordert Neuplanung der Neuen Mitte Schwelm

Nicht die ganze Politik und auch nicht alle Bürger sind für einen Neubau des Rathauses auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei zwischen Schulstraße und Neumarkt. So beurteilt beispielsweise die FDP das Projekt Neue Mitte Schwelm von den Kosten her als zu teuer. Aktuell hat Dr. Robert Seckelmann, einst Mitglied des Rates der Stadt für die FDP, die Argumente für die Neuplanung in einer Petition aufgearbeitet und an Bürgermeisterin Gabriele Grollmann-Mock geschickt (wir berichten noch).

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