Großräumige Umleitungen

Baustelle: Arbeiten an Gartenstraße begonnen

Dienstagmorgen um halb 8 ging es los. Dienstagmittag war die erste Hälfte der Fahrbahn zwischen Wasser- und Wittener Straße bereits abgefräst.

Dienstagmorgen um halb 8 ging es los. Dienstagmittag war die erste Hälfte der Fahrbahn zwischen Wasser- und Wittener Straße bereits abgefräst.

Foto: Carmen Thomaschewski / WP

Gevelsberg.  Nur 80.000 Euro kostet die Fahrbahnsanierung an der Gartenstraße in Gevelsberg. Eine kleine Maßnahme, die den Autofahrern umso mehr Nerven kostet.

Es sind nur wenige Meter, doch für den Verkehrsfluss in der Stadt spielen sie eine gewaltige Rolle – die kurze Gerade der Gartenstraße zwischen Wasser- und Wittener Straße. Seit Dienstag wird die Fahrbahndecke auf diesem Stück saniert. Für die Autofahrer bedeutet das derzeit, dass sie eine große Umleitung in Kauf nehmen müssen, wenn sie Richtung Börkey fahren möchten. Im Anschluss wird voraussichtlich ab Freitag die linke Spur für einige Tage gesperrt. Wer Richtung Innenstadt fahren will, muss dann eine Runde im Kreisel an der Königsburg drehen.

Die Straße sei schon länger im schlechten Zustand gewesen, flicken sei nicht mehr in Frage gekommen, „die Maßnahme war nicht mehr aufzuschieben“, erklärt Ivo Knezovic von den Technischen Betrieben Gevelsberg. Also habe die Stadt 80.000 Euro in die Hand genommen, um die Asphaltdecke zu erneuern. „Sonst wäre uns die Oberfläche in diesem Jahr um die Ohren geflogen, und es wären große Löcher entstanden.“ Bürgermeister Claus Jacobi betont, dass durch die Sanierung die Umsetzung des Verkehrskonzeptes nicht beeinflusst werde. Wie berichtet, hat die Politik vor wenigen Tagen dieses Konzept für den Bereich der Wasser-, Wittener und Gartenstraße auf den Weg gebracht. Ziel sei es, in sechs Jahren mit der Umsetzung zu beginnen, erklärt Jacobi. „Wir arbeiten gerade mit Hochdruck daran, die Landesförderfähigkeit herzustellen.“ Er rechne mit guten Chancen, schließlich sei die Stadt bereits von Platz 30 auf 11 auf der Förderliste nach oben gerückt.

Bis die große verkehrliche Lösung auf dem Plan steht, wird die Fahrbahn der Gartenstraße jedenfalls halten – zumindest die Oberfläche. Die wurde am Dienstag halbseitig abgefräst. Als nächstes wird die Fläche verdichtet, die Abläufe werden repariert, „vor allem auf der rechten Seite, dort sammelt sich das Wasser in der Senke“, wie Robert Miezioch erklärt. Er ist bei den Technischen Betrieben Gevelsberg für den Straßenbau zuständig und rechnet damit, dass die Arbeiten bereits am Freitag auf der anderen Straßenseite beginnen können.

Freitag ist die andere Seite dran

Bis dahin wird als erstes die Asphaltbinderschicht aufgetragen, diese nach dem Trocknen mit Haftkleber eingesprüht. Zum Abschluss kommt die Asphaltdeckschicht. Wenn das Wetter mitspielt, könnte die Sanierung bis zum Ende der kommenden Woche abgeschlossen sein.

Den Technischen Betrieben sei bewusst, wie sehr sich die halbseitigen Sperrungen auf den Verkehr auswirken würden. Vor allem, als die Baustelle am Montagnachmittag eingerichtet wurde, habe es einige verärgerte Autofahrer gegeben, sagt Miezioch. Am Dienstagmorgen hätte sich der Verkehr erst einmal gestaut, im Laufe des Tages hätten sich die Verkehrsteilnehmer jedoch auf die veränderte Verkehrsführung eingestellt. Ivo Knezovic betont, dass es zwar aktuell starke Beeinträchtigungen gebe, die Autofahrer am Ende aber von der Maßnahme profitieren werden.

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