Adventsmarkt

Besondere Atmosphäre im Industriemuseum

Tausende Besucher kamen zum 2. Kreativ-Weihnachtsmarkt.

Tausende Besucher kamen zum 2. Kreativ-Weihnachtsmarkt.

Foto: Angelika Trapp

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Ennepetal. Schon die Premiere des Kreativ-Weihnachtsmarktes im Industriemuseum war ein riesiger Erfolg. Der Förderkreis Industriekultur hatte auch die zweite Auflage auf die Beine gestellt. Und es bewies sich einmal mehr: Auch im Winter schläft das Industriemuseum nicht. Hunderte Menschen waren schon vor der Mittagszeit dort, Tausende traf man bereits am frühen Nachmittag an. „Das ist ja einmalig schön hier, kaum zu toppen“, sagte Gisela Werrn, die mit lustigen Filz-Igeln liebäugelte.

„Die Leute sind begeistert“, freute sich Manfred Henning über den Andrang. Gisela Dottschadis staunte: „Hier werden ja ausgewählt schöne Dinge präsentiert.“ Und Besucherin Angelika Dauer, die ihrem Mann zuflüsterte, „mal Geld rauszurücken“, kaufte Wolle, weil sie sich eine Mütze stricken wollte.

Die Besucher zeigten sich überrascht, einmal vom geschmackvollen Angebot, einmal von der Gemütlichkeit in der Halle. Die Beleuchtung des alten Kruse-Fabrikgebäudes sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre. In 14 Fenstern waren beleuchtete Weihnachtsbäumchen zu sehen. Wunderbar festlich strahlte somit die ehemalige Fabrikhalle.

Manfred Henning hatte sich einmal mehr mit Anke Bilstein-Blaufelder, die schon im Industriemuseum Kunst ausgestellt hatte, zusammengesetzt, um den 2. Kreativ-Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen. Rund 15 ehrenamtliche Helfer hatte man an der Seite, zeigte sich Henning dankbar.

Waren es im vergangenen Jahr 28 Stände, an denen man vorbeischlendern konnte, hatten nun über 40 Aussteller Interesse bekundet, im alten Backsteingebäude mit von der Partie zu sein. „Wir mussten 15 Interessierten sogar absagen.“ Zwischen den Säulen in der mittleren Etage des Fabrikgebäudes sah man handwerklich Gefertigtes wie Krippen von Duro Bockor, Schmuck, gestrickte Handpuppen, die Anne und Lisa begeisterten, Filzarbeiten, Weihnachtsgestecke, Keramik, Schieferarbeiten, Bücher, Bilder, Kerzen, Honigprodukte und Metallkunst. Letztere präsentierte die Gebal. Sogar ein gefertigtes Katzen-Kino gab es. Die Sparkasse war mit Heike Gräfe und Bianca Zurnieden vertreten, die in ihrer Räuberhöhle Hotzenplotz-Glühwein und Räuberschnaps anboten. Und auch das Leo-Theater präsentierte sich.

Klutert-Käse war gefragt

Erstmals wurde der Klutert-Käse, der in einem Felsenkeller im Bereich der Rahlenbecke reift, am Stand der Kluterthöhle verkauft. Volker Külpmann, Geschäftsführer der Kluterthöhlen & Freizeit GmbH, konnte gar nicht schnell genug Käse-Stückchen schneiden, wie diese über die Theke gingen. An seiner Seite war Höhlenführerin Anne-Marie Kronfeld, die ebenso die Hände fliegen ließ. Das Ehepaar Mexner kaufte gleich drei Kilo, da die Schwiegertochter im Externtal, die einen Bio-Hof betreibt, in Kürze auch Käse herstellen möchte. „Wir haben noch Lagerfläche zu vergeben!“, rief Külpmann. Hubert Mexner schob sich ein Stückchen Klutert-Käse in den Mund und urteilte: „Wunderbar“. Aber auch Barbara Hedtmann, die mit ihren sechs Enkeln gekommen war, zeigte sich begeistert vom Klutert-Käse.

Für die passende Adventsstimmung sorgten die Sängerfreunde der Feuerwehr Oberbauer mit Peter Tillmann.

Ulla Halverscheidt und Inge Weuster hatten gestrickte Wichtelmützen und hübsche Decken im Angebot. Mit dem Buch „Lamettaspuk“, das Margit Bäcker präsentierte, liebäugelte Lara. Ingold Schneider und Brigitte Engelking boten Marmeladen an. „Früchte selbst angebaut, selbst geerntet, selbst gekocht“. Der Erlös sei für die Jugendarbeit des Shanty-Chores bestimmt.

Der Förderkreis Industriekultur war mit einem Info-Stand vertreten, an dem Horst Berens Auskunft erteilte. Die Frauen des Förderkreises hatten Berge Waffeln gebacken, den Teig selbst angerührt.

Bäcker Kritzler war vor Ort und zog frisches Brot aus dem Ofen. Die IG Altenvoerde hatte sich dem Kreativmarkt angeschlossen, bot im Außenbereich Grillwurst und Glühwein. „Wahnsinnig gut“, hörten die Mitglieder des Förderkreises Industriekultur um Manfred Henning so oft, dass sie die Lobesworte nicht mehr zählen konnten.

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