Verkehr

Bund gibt Mittel für neue Schwelmetalbrücke frei

Abgerissen und neugebaut wird der ältere, innere Teil der Schwelmetalbrücke. Er wird von dünneren Pfeilern getragen, die auch erneuert werden.

Abgerissen und neugebaut wird der ältere, innere Teil der Schwelmetalbrücke. Er wird von dünneren Pfeilern getragen, die auch erneuert werden.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Weg frei für Ausschreibung und Vergabe: Der Bund hat offiziell 25 Millionen Euro für den Neubau der Schwelmetalbrücke bewilligt.

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Der Neubau der Schwelmetalbrücke auf der A 1 hängt doch nicht so sehr von der Bildung einer neuen Regierung in Berlin ab, wie nach Aussagen während der Informationsveranstaltung der IHK in Wuppertal noch zu befürchten war. Dort wurde die Sorge laut, die für viele Bundesministerien nach wie vor geltende Haushaltssperre könne das für unsere Region so wichtige Straßenbauprojekt um Monate verzögern. Jetzt erreichte die DEGES als Projektleitung die gute Nachricht: Der Bund hat offiziell die Mittelfreigabe erteilt.

Rund 25 Millionen Euro, und damit die gesamte Summe, mit der der Neubau der Schwelmetalbrücke aktuell veranschlagt ist, wurden vom Bund als sogenannte Baumittel bewilligt. „Damit kann’s jetzt losgehen“, erklärte Projektleiterin Ines Nordhaus aus ihrem Büro in Berlin.

Ausschreibung Mitte Februar

Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, die den Neubau im Auftrag des Bundes plant und koordiniert, ist gerade mit dem letzten Feinschliff der Ausschreibung beschäftigt. Der Leistungskatalog soll Mitte Februar europaweit veröffentlicht werden. Etwa 40 Tage können Firmen dann ihre Angebote einreichen, so dass es tatsächlich klappen könnte mit dem Baubeginn Mitte des Jahres, wie es auf der Homepage der DEGES bereits angekündigt wird.

Zwischen Auftragserteilung und dem sichtbaren Start der Bauarbeiten werden dann nochmal ungefähr drei Monate vergehen, wie die Projektleiterin ausführte. Solange braucht es, bis die Pläne unter anderem für die Baustelleneinrichtung und für den Bauablauf erstellt und von allen Beteiligten (wie die Kommunen und die Bahn) auch genehmigt sind. Danach kann es endlich losgehen, was nach aktueller Rechnung irgendwann im Herbst der Fall sein wird.

Der Verkehr unterhalb der Brücke wird die Baustelle als Erstes zu spüren bekommen. Die B 7 wird gleich zu Beginn der Arbeiten unmittelbar unter dem Brückenbauwerk verengt. Der Platz ist nötig, um links und rechts der bestehenden Pfeiler Hilfsstützen aus dickem Stahl aufzustellen, die später das Gewicht des Überbaus tragen müssen.

Die Pfeiler müssen übrigens abgerissen und neu gebaut werden, weil es sich um so genannte Pendelstützen handelt, die in Bewegung geraten und instabil werden, sobald der Überbau nicht mehr auf ihnen liegt. „Die gesamte Statik stimmt dann nicht mehr, wenn wir oben die Last entfernen“, erklärte Ines Nordhaus. So habe man in den Sechziger Jahren eben gebaut.

Dies gilt aber nur für den älteren Teil der Brücke, der jetzt abgerissen und neugebaut wird, weil er nicht mehr den aktuellen Anforderungen der Standsicherheit entspricht.

Nicht betroffen von den Arbeiten ist die im Jahr 2002 eröffnete Brückenerweiterung auf beiden Seiten der Schwelmetalbrücke, die technisch gesehen eigenständige Bauwerke darstellen und für hoffentlich viele Jahre noch ausreichend standsicher sind. Sie bleiben unberührt. Auf ihnen führen heute in beiden Fahrtrichtungen die äußeren Fahrspuren für den Lkw-Verkehr her.

Während der vierjährigen Bauzeit soll der Verkehr auf der Autobahn 1 weiter sechsspurig an der Baustelle vorbeirollen. Dies ist nur möglich, indem erst die Brücke auf der einen Fahrbahnhälfte abgerissen und dann neugebaut wird und danach die Brücke auf der anderen Seite. Aus diesem Grund spricht die DEGES bei dem Projekt auch von eigentlich vier Brückenbauten.

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