Unfall

Umgekippter Lkw in Gevelsberg: Am Sinnerhoop wieder geöffnet

Ein Lkw kippt am Sinnerhoop

Ein Lkw kippt am Sinnerhoop

Foto: Max Kölsch

Gevelsberg.   Ein Silofahrzeug ist in Gevelsberg umgekippt und hat zwei Autos unter sich begraben. Eine Frau wurde verletzt. Am Sinnerhoop ist wieder geöffnet.

Ein spektakulärer Unfall Am Sinnerhoop hat am Mittwoch für ein Verkehrschaos gesorgt. Gegen 13.30 Uhr kippte ein Silofahrzeug einer Spedition aus Vreden (Münsterland) vor der Firma Licatec Profilextrusion zur Seite und begrub zwei Fahrzeuge unter sich. Dabei wurde eine Frau leicht verletzt. Ein Rettungswagen brachte sie in ein Krankenhaus nach Wuppertal. Der Lkw musste abgeschleppt werden. Die Straße ist nach der Vollsperrung seit Donnerstagmorgen (Stand 8.00 Uhr) wieder geöffnet.

„Ich war erstmal geschockt“, sagt der Fahrer des Lkw. Der Bochumer steht am Straßenrand, während Feuerwehr und Polizei mit der Unfallstelle beschäftigt sind. Sein Lkw sei mit mehreren Tonnen Kreide beladen gewesen, erzählt er. Diese habe er über einen Schlauch in ein Silo geblasen.

Er habe gemerkt, dass sein Laster fast leer gewesen sei. „Die Stützen haben sich angehoben“, so der 64-Jährige. „Da waren noch etwa zwei, zweieinhalb Tonnen drin“, schätzt er.

Zu diesem Zeitpunkt habe er hinter seinem Lkw gestanden. Das sei aus Sicherheitsgründen so vorgeschrieben, damit beim Abladen nichts passiere. „Der steht aber krumm“, soll ein Licatec-Mitarbeiter noch gesagt haben, da sei der Lkw auch schon umgekippt.

„Ich habe direkt die Verriegelung geschlossen, damit kein Produkt ausläuft“, so der Lkw-Fahrer.

Mitarbeiter leistet Erste Hilfe

Das Silo des Lasters fiel auf den weißen Mercedes eines Licatec-Mitarbeiters, der zu dem Zeitpunkt gerade in der Pause gewesen sein soll. Die Zugmaschine erwischte den vorbeifahrenden schwarzen Ford einer Frau und traf diesen an der Beifahrerseite.

„Ich habe erstmal die Notfalltasche geholt und die Frau versorgt“, sagt ein Licatec-Angestellter, der nach dem Unfall direkt vor Ort war. „Ich fahre seit 15 Jahren für den Rettungsdienst“, so der Angestellte. „Das habe ich noch nicht erlebt.“

Der Ehemann der Frau habe ihm bei der Erstversorgung geholfen. Dieser sei in einem anderen Auto direkt hinter seiner Frau gefahren. Ein Rettungswagen habe die Verletzte schließlich ins Krankenhaus gebracht.

Kran kann Laster nicht heben

Der Fahrer des Lkws betont, sein Fahrzeug während des Abladens ordnungsgemäß gesichert zu haben. Der Licatec-Angestellte bestätigt das. „Ich habe über sechs Millionen Kilometer Erfahrung“, so der Lkw-Fahrer. „Sowas habe ich noch nicht erlebt.“ Seit Mitte Februar sei er bei der Spedition, für die er fährt, angestellt.

Der Abschleppdienst rückte mit einem Kran an, trennte den Hydraulik-Zylinder, mit dem das Silo des Lkw angehoben werden kann ab, und versuchte, den Laster wieder aufzurichten.

Das Fahrzeug sei aber zu schwer für den Kran gewesen, so Peter Dietrich, der zuständige Einsatzleiter der Feuerwehr Gevelsberg, die den Einsatz des Abschleppdienstes absicherte. Der Abschleppdienst habe einen größeren Kran anfordern müssen.

Angaben zum Sachschaden oder zum Gesundheitszustand der verletzten Frau konnten Polizei und Feuerwehr am Abend noch keine machen.

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