Corona

Corona in Gevelsberg: Saison des Jazzclubs geht weiter

Wolf Ossenberg kündigt an, dass es auch weiterhin geplant sei, Konzerte im Zentrum für Kirche und Kultur in Gevelsberg stattfinden zu Lassen. Erst einmal.

Wolf Ossenberg kündigt an, dass es auch weiterhin geplant sei, Konzerte im Zentrum für Kirche und Kultur in Gevelsberg stattfinden zu Lassen. Erst einmal.

Foto: Jens Pommerenke / airpicture.de / WP

Gevelsberg.  Der Jazzclub aus Gevelsberg sieht sich trotz Corona mit seinem Hygiene- und Sicherheitskonzept gut aufgestellt. So laufen die Konzerte ab.

Die Barrelhouse Jazzband stand zum wiederholten Male auf der Bühne im Zentrum für Kirche und Kultur und präsentierte ihren 75 coronabedingt „maskierten“ Zuhörern ein Repertoire an Klassikern der Jazz-Ära, die gepaart waren mit ihren eigenen Werken im Stile des Swing, Blues und des kreolischen Jazz. Veranstalter Wolf Ossenberg setzt auf ein umfassendes Hygienekonzept und glaubt, dass die Saison weiter laufen wird. Das nächste Konzert ist für den 13. November geplant - unter Vorbehalt der weiteren Entwicklungen.

Um in dieser Zeit überhaupt etwas Gesellschaftliches stattfinden zu lassen, bedarf es im Vorfeld einem behördlich, genehmigten Hygiene- und Sicherheitskonzept. Ein solches legte auch Wolf Ossenberg vor, damit die Barrelhouse Jazz Gala im Zentrum für Kirche und Kultur über die Bühne gehen durfte. „Wir verfügen glücklicherweise über getrennte Ein- und Ausgangsmöglichkeiten und können im großen Saal bei stark reduzierter Sitzplatzzahl die erforderlichen Sicherheitsabstände einhalten“, erklärte er.

Zentrum für Kirche und Kultur

Zudem stehen am Eingang, in den Toiletten sowie an den Türen zum großen Saal Desinfektionsgeräte zur Verfügung und nach dem Ende einer jeden Veranstaltung werden zudem die Tische und Stühle desinfiziert. „Auf eine Bewirtung, wie sie sonst bei uns üblich ist, verzichten wir allerdings zur Zeit“, erklärte der Gitarrist der „Old Friends“. Zudem würden alle Besucher namentlich und zur möglichen Nachverfolgung mit Adresse erfasst.

Mit dem „Frühlingszauber“ vom Tanzatelier Sarah Tiranno fand am 7. März die letzte Veranstaltung im Zentrum für Kirche und Kultur unter normalen Bedingungen statt. Was folgte, ist bekannt: ein Lockdown. „Mein erster Gedanke war, dass es vielleicht gar nicht so schlimm werden wird“, so Ossenberg. Nicht nur für ihn, für alle, kam es letztendlich jedoch anders als gedacht. Der Förderverein entschloss sich, alle Veranstaltungen abzusagen, da „wir der Meinung waren, dass eine Weiterführung gegenüber unseren Gästen nicht mehr zu verantworten sei“. Erst ab Juni wurde wieder im großen Saal des Zentrums mit Seminaren und WEG-Versammlungen begonnen .

Positiver Blick nach vorne

Am 25. September dann endlich das erste Konzert mit dem Sänger und Gitarristen Jörg Seidel, der gemeinsam mit seiner Band das Publikum in die Musikwelt von Udo Jürgens mitnahm. Zwischenzeitlich hat auch die Konzertgesellschaft Gevelsberg, ein ständiger Mieter des Hauses, zwei Konzerte unter verschärften Bedingungen abgehalten.

Dem Förderverein vom Zentrum für Kirche und Kultur, dessen Engagement zum Erhalt des ehemaligen CVJM-Heims an der Südstraße dient, macht die anhaltende Pandemie – wie vielen anderen auch – unheimlich zu schaffen. Neben den eigenen Veranstaltungen bietet der Verein schließlich auch anderen Vereinen, Unternehmen, Institutionen sowie Privatpersonen die Räumlichkeiten zur Miete an. „Wir haben aufgrund der momentanen Situation natürlich Einnahmeausfälle durch abgesagte Veranstaltungen und Vermietungen, können diese aber in diesem Jahr noch auffangen“, erklärte Wolf Ossenberg.

Und jetzt, wo der Ennepe-Ruhr-Kreis den Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten hat, wird es durch die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung des Landes mit einer neuen Allgemeinverfügung nicht gerade leichter. Nichtsdestotrotz blickt Wolf Ossenberg positiv nach vorne und plant – natürlich unter Vorbehalt – ein Programm bis Juni nächsten Jahres.

Gypsi-Swing im November

So kommt zum Beispiel am 13. November 2020 das Romeo-Franz-Ensemble, eine Formation aus dem Bereich des Gypsi-Swing, an die Ennepe und am 11. Dezember findet die jährliche Jazz Gala mit den Old Friends und ihren Gästen statt.

„Im nächsten Jahr holen wir zunächst die ausgefallenen Termine des Frühjahrs mit der Boogie-Woogie-Company, Katrin Eggert und MachMaJatz nach, erwarten die Dreamboat Ramblers sowie das Lorenzo Petrocca Organ Trio gemeinsam mit der Flötistin Isabelle Bodenseh und hoffen zum Saisonabschluss dann auf unseren traditionellen Jazz im Garten.“

Keiner kann jedoch sagen, was noch alles kommt; „darum gehen auch wir von einer längeren Phase an bereits bestehenden und noch kommenden Einschränkung aus“, so Ossenbergs abschließender Kommentar.

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