Kommentar

Danke für den Einsatz

Stefan Scherer Portrait sw

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Foto: WP

Redaktionsleiter Stefan Scherer zur Auflösung der Partei „Die Bürger“.

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Die Partei „Die Bürger“ hat ein Schicksal ereilt, das schon zahlreiche neu gegründete Wählergemeinschaften und Parteien ebenfalls nach kurzer Zeit in die Knie gezwungen hat: Durch gemeinsamen Ärger auf eine bestimmte Entwicklung haben sich Menschen zusammengetan, um Dinge zu bewegen, zu verändern, verkrustete Strukturen aufzubrechen, dem Filz und der Hinterzimmerpolitik den Kampf anzusagen. Dann war das eigentliche Problem aber gelöst und die Mitglieder stellten fest, dass sie bei anderen Fragen oftmals komplett unterschiedlicher Meinung waren. Das ist für eine politische Vereinigung in den Kinderschuhen eine nicht zu unterschätzende Hürde.


Als sie sich dann noch im Handumdrehen selbst mitten im politischen Taktieren befanden, auf Verwaltungsrats- oder stellvertretende Bürgermeisterposten schielten, geriet das eigentliche Ziel immer mehr aus dem Fokus und die Verfechter der neuen Schwelmer Transparenz reihten sich bald bei denen ein, die Entwicklungen mit Vorliebe unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten.


Auch wenn „Die Bürger“ am Ende gescheitert sind, zeigt ihr kurzes Wirken auf kommunalpolitischer Ebene aber etwas Positives sehr deutlich: Wer sich engagiert und den Finger in die Wunden legt, kann sehr wohl die Chance erhalten, etwas zu verändern, Dinge mitzugestalten und einen großen Vertrauensvorschuss von den Wählern bekommen. Mit 9,8 Prozent und vier Ratsmandaten schwang sich die frisch gegründete Partei bei den Kommunalwahlen im Jahr 2014 aus dem Stand zur drittstärksten Kraft im Schwelmer Stadtrat auf und musste sich nur den Etablierten von SPD (31,3 Prozent) und CDU (29,5 Prozent) geschlagen geben.


Dafür gilt es, den zuvor politisch vollkommen Unbeschriebenen, Danke zu sagen. Danke für ihre viele Freizeit, die sie aufgebracht haben, um die Geschicke in ihrer Heimatstadt mit zu lenken und dafür, dass sie auch jetzt den Wählerauftrag bis zum Ende erfüllen wollen.

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