Stichwahl

Darum legt sich die CDU Schwelm beim Bürgermeister nicht fest

Das Rennen um das Amt des Bürgermeisters tritt in die heiße Phase. Nachdem der dritte Mitbewerber Jürgen Lenz am Wahltag ausgeschieden ist, gehen nun Philipp Beckmann (FDP) und Stephan Langhard (parteiloser Kandidat auf dem Ticket der SPD) am 27. September in die Stichwahl. Deshalb haben auch die Wahlplakate, die noch überall in der Stadt anzutreffen sind, noch nicht ausgedient.

Das Rennen um das Amt des Bürgermeisters tritt in die heiße Phase. Nachdem der dritte Mitbewerber Jürgen Lenz am Wahltag ausgeschieden ist, gehen nun Philipp Beckmann (FDP) und Stephan Langhard (parteiloser Kandidat auf dem Ticket der SPD) am 27. September in die Stichwahl. Deshalb haben auch die Wahlplakate, die noch überall in der Stadt anzutreffen sind, noch nicht ausgedient.

Foto: Bernd Richter / WP

Schwelm.  Bei der Stichwahl zum Bürgermeister in Schwelm am kommenden Sonntag gibt die CDU Schwelm keine Wahlempfehlung ab.

Der Bürgermeister ist noch gar nicht gewählt, schon zeichnet sich ab, dass der neue Chef im Rathaus es schwer haben wird, bei sieben im Rat vertretenen Fraktionen politische Mehrheiten zum Wohle der Stadt zu schmieden. Die Linke hatte nach einer Mitgliederversammlung zum Wochenstart dazu aufgerufen, bei der Stichwahl am kommenden Sonntag den parteilosen Bürgermeisterkandidaten der SPD, Stephan Langhard, zu wählen. Die CDU Schwelm hingegen sieht von einer Wahlempfehlung für das Bürgermeisteramt ab.

Keine Wahlempfehlung der CDU

In einer Mitteilung des Stadtverbands heißt es: „Die CDU Schwelm hat in der vergangenen Woche mit den beiden Bewerbern und den Unterstützungsparteien konstruktive Gespräche geführt. Gerade weil sich die CDU Schwelm ihrer politischen Verantwortung bewusst ist, wurde nach gemeinsamen Schnittmengen gesucht. Mit beiden Kandidaten und ihren Unterstützungsparteien konnten Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden. Im Ergebnis haben die Gremien der CDU-Schwelm einstimmig entschieden, von einer Wahlempfehlung abzusehen.“ Die CDU werde auch zukünftig mit dem gewählten Bürgermeister und dem neuen Rat konstruktiv zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger zusammenarbeiten.

FDP zeigt sich verwundert

Das sieht die FDP jedoch anders. Die Liberalen hätten mit Verwunderung zur Kenntnis genommen, dass sich die CDU weder für eine Empfehlung des FDP-Kandidaten Beckmann, als auch des SPD-Kandidaten Langhard ausgesprochen habe, so Michael Schwunk in einer Stellungnahme. „Die CDU beharrt auf ihrem Rathauskonzept und ignoriert die neue Situation und eklatanten Planungsfehler.“

Mit Blick auf den neuen Stadtrat, der um 10 auf nunmehr 48 Mitglieder anwächst, legt Michael Schwunk bereits einen Planungsfehler offen. „Der Ratssaal ist für diese Größe einfach nicht vorgesehen und es müssten Abstriche bei den ohnehin schon jetzt wenigen Sitzen von 20 für die Bürger gemacht werden. Bisher sind nur 48 Sitzplätze vorgesehen, der neue Bürgermeister müsste also stehen“, rechnet der FDP-Fraktionsvorsitzende vor. Gleichzeitig zeigt Schwunk einen Weg aus diesem Dilemma auf: „Verzichtet man z.B. auf den Einzelhandel im Erdgeschoss und verlagert den Ratssaal dorthin, gewinnt man ohne viel Aufwand Planungsfreiheit und erheblich erweiterte Nutzungsmöglichkeiten. Es ergeben sich dann erhebliche Einsparpotenziale durch den Wegfall der fünften Etage und gegebenenfalls der Tiefgarage.“

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