Kultur

Das Stück „Männerabend“ feierte seine Premiere im Leo-Theater

Männerabend“ im Schwelmer Leo-Theater: Tom (Marc Neumeister, rechts) trifft hier denskurrilen schwäbischen Fitnesstrainer alias Robin Schmale. Fürs Publikum gab es eine Menge Spaß.

Männerabend“ im Schwelmer Leo-Theater: Tom (Marc Neumeister, rechts) trifft hier denskurrilen schwäbischen Fitnesstrainer alias Robin Schmale. Fürs Publikum gab es eine Menge Spaß.

Foto: WP

Schwelm.   Marc Neumeister und Robin Schmale überzeugten auf der Bühne und das Publikum kam aus dem Lachen nicht mehr heraus.

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„Das habt ihr ganz, ganz toll gemacht“ - hieß es von der Bühne als das begeisterte Publikum dem fiktiven Dr. Bück von dem Montagskreis der „Hormonen“ in seiner marktschreierischen Art antwortete und sich in das Stück „Männerabend“ lebhaft einbrachte. Dieses Kompliment gaben die Premierengäste im Leo-Theater später den beiden Schauspielern Marc Neumeister und Robin Schmale mit Beifallrufen stehend zurück.

Es war in der Tat „ganz, ganz toll“, was die beiden jungen Männer auf die Bühne gebracht hatten. Dem Leo war es gelungen, als erstes fremdes Theater die Rechte für das Stück von dem Autorenteam Martin Luding/Roland Baisch/Michael Schiller zu erhalten.

Skurriler schwäbischer Fitnesstrainer

Kurz zum Inhalt: Tom (Marc Neumeister) wird von seiner Frau Heike verlassen. Gemeinsam mit anderen Männern – alle von Robin Schmale gespielt – denkt er über das Leben nach. Schmale brillierte in insgesamt elf Rollen, denen er allesamt einen eigenen Klang gab.

Auf die Frage „Was ist denn ihre Lieblingsrolle?“ fiel dem ansonsten sehr wortgewandten Schauspieler die Antwort nicht leicht. Er entschied sich dann aber für den skurrilen schwäbischen Fitnesstrainer, der sehr überzeugend eine Sackkarre zum Fitnessgerät erweckte.

Der sexy Polizist

Aber auch der Sachse Ulf, „spielt Golf“, sei ihm ans Herz gewachsen. Ähnlich schwer tat man sich in Zuschauerkreisen: War es nicht der Frauenschwarm Helmut oder das Elvis-Imitat oder der sexy Polizist, der Frauenherzen mit seiner Tanzeinlage deutlich höher schlagen ließ oder der rätselhafte singende Cowboy, der es bald geschafft hätte, das eine Zuschauer-Polonaise durch den Raum ging, wenn es nicht in letzter Minute von Neumeister unterbunden wurde, oder, oder, oder?

Es wurde heftigst diskutiert – jede Figur war liebevoll herausgearbeitet, hatte das besondere Etwas und fand ihren Liebhaber. Ein Zuschauer aus Wuppertal gestand: „Ganz ehrlich, man ist hin und her gerissen – Tom alleine ist sehr unterhaltsam, aber man ist doch ein bisschen gespannt, wer gleich noch um die Ecke kommt.“

Zwiegespräche mit der Frau

Mit „es ist etwas zwischen uns“ - erklärten die beiden Schauspieler es. Neumeister, der immer präsent war, stand oft alleine auf der Bühne und setzte eine Pointe nach der anderen, telefonierte mit Freunden oder hielt Zwiegespräche mit seiner Frau, die er alle wundervoll parodierte.

Das Publikum kam aus dem Lachen nicht mehr heraus, war jedoch bei der gekonnten Breakdance Einlage zudem auch sprachlos. Selbstverständlich durfte der spezielle lokale Bezug nicht fehlen. Für Christina und Andreas aus Schwelm, die zum ersten Mal im Leo waren, stand schnell fest: „Wir kommen wieder. Sehr empfehlenswert.“

Geburtstagslied wurde angestimmt

Es waren nur zwei Personen auf der Bühne. Aber die zahlreichen gespielten Rollen begeisterten das Publikum, welches schnell mit integriert wurde und Eigeninitiative entwickelte.

Der zufällig ausgewählte Zuschauer Andreas Purschke (63) nannte sich in der Montagsrunde schnell mal eben „Klaus“, und um so überraschter war er, dass sein Geburtstag dem Leo nicht verborgen blieb und ein Geburtstagslied angestimmt wurde. Nicht nur für Klaus oder besser Andreas war es ein gelungener Abend.

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