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Dialog zwischen Christen und Muslimen

Treffen sich zum interreligiösen Austausch: (von links)

Treffen sich zum interreligiösen Austausch: (von links)

Foto: Veronika Gregull

Ennepetal.   Eein Zeichen setzten gegen Fremdenfeindlichkeit – unter diesem Leitgedanken trifft sich in Ennepetal der Arbeitskreis Christen und Muslime.

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Können Christen und Muslime gemeinsam beten? Macht der Glaube an Gott intolerant? Wie gehen wir mit Islamismus um? Über diese und viele weitere Fragen sprechen Christen und Muslime regelmäßig in Ennepetal. Miteinander ins Gespräch kommen, anstatt sich gegenseitig ausgrenzen, ein Zeichen setzten gegen Fremdenfeindlichkeit – unter diesen Leitgedanken trifft sich in Ennepetal seit 2012 der Arbeitskreis Christen und Muslime, erhielt dafür auch den Ennepetaler Friedenspreis. Alle Bürger sind hierzu eingeladen.

Angst abbauen

„Es gibt viele Spannungen, Angst und Vorurteile. Das kann man nur überwinden, wenn man sich persönlich begegnet. Das ist durch nichts zu ersetzen“, sagt der Geschäftsführer des Integrationsrats und Mitglied im Leitungskreis, Michael Schmidt. Auch Bigül Hatice vom Bildungs- und Kulturverein sieht in dem regelmäßigen Austausch eine große Chance: „Hier können wir auf neutralem Terrain miteinander sprechen. Durch den Dialog können wir für mehr Verständnis untereinander sorgen.“ Und das scheint dringend nötig. Muslimische Menschen auf offener Straße zu beschimpfen, sei wohl gesellschaftstauglich geworden, sagt Bigül Hatice. Und das sei verstärkt während der vergangegen Wochen aufgetreten. „Ich musste mir schon Sprüche anhören wie ‘geh doch zurück in dein Land.’“ Auch Ishak Kilic hat solche Erfahrungen gemacht: „Das sind Einzelfälle, aber die Abstände werden kürzer. Das ist im Alltag schon ein mulmiges Gefühl.“

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