Umweltverschmutzung

Die Ennepe in Gevelsberg als Müllhalde missbraucht

Müll aus der Ennepe. Selbst sperrige Teile werden geborgen.

Müll aus der Ennepe. Selbst sperrige Teile werden geborgen.

Foto: Privat

Gevelsberg.   21 Helfer des Angel- und Gewässerschutzvereins Ennepe reinigen eine Strecke entlang der Ennepe. Was sie dabei finden, ist unfassbar.

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Es sei „richtige Arbeit“ gewesen, berichteten die Beteiligten, es sei wirklich unfassbar, was die Leute alles in der Ennepe „entsorgen“; neben enormen Mengen an Plastiktüten, Reinigungstüchern oder Binden wurden auch ein Rechner, eine Gardine, ein Verkehrsschild, eine Platine, ein Rolladenpanzer, ein Wahlplakat der AfD eingesammelt. Die Helfer hatten eine etwa 3,5 Kilometer Strecke entlang der Ennepe gereinigt.

Allein auf dem Teilstück zwischen den Ennepebrücken an der Mauerstraße und der Sparkasse kam so viel Müll zusammen, dass die Ladefläche eines Kleintransporters fast voll war.

Plastiktüte mit Schmuckstücken

An der Brücke über die Jahnstraße wurde zudem eine Plastiktüte mit Schmuckstücken (Ringe, Ketten, Ohrsticker, Broschen) gefunden, die anschließend bei der Gevelsberger Polizei abgegeben wurde.

In anderen Teilstücken wurden schwere Metallteile gefunden, die nur mit vereinten Kräften aus dem Flussbett geborgen werden konnten. Insgesamt dürften es mindestens zehn Zentner Müll gewesen sein, die am Samstagvormittag in der Ennepe und an deren Ufern gesammelt worden sind.

Der gesammelte Unrat wurde an drei verschiedenen Stellen deponiert und von den Technischen Betrieben der Stadt Gevelsberg abgeholt.

Unzählige Elritzen gesichtet

Es gab aber auch Erfreuliches. Denn am Ennepebogen wurden unzählige Elritzen gesichtet. Die dort im vergangenen Jahr – nach der Bergungsbefischung am sogenannten Bröking-Wehr – ausgesetzten Tiere scheinen sich prächtig vermehrt zu haben.

Zum Abschied hieß es, allen Beteiligten habe die Aktion wieder richtig Spaß gemacht. Der Dank des Vereinsvorsitzenden und vieler Passanten war ihnen gewiss.

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