Ehrung

Die Stadt Ennepetal feiert ihre herausragenden Sportler

Alle Geehrten, die Ehrenden und die Leo-Schauspieler versammeln sich am Ende zum großen Gruppenbild.

Foto: Hans-Jochem Schulte

Alle Geehrten, die Ehrenden und die Leo-Schauspieler versammeln sich am Ende zum großen Gruppenbild. Foto: Hans-Jochem Schulte

Ennepetal.   Der Stadtsportverband und die Stadt Ennepetal ehrten gemeinsam aktive Sportler und Ehrenamtliche wie Trainer und Übungsleiter aus den Vereinen.

Frauen, Männer und Kinder standen auf der Bühne in der Aula des Reichenbach-Gymnasiums, erhielten Urkunden, Pokale und Blumen für hervorragende sportliche Leistungen und großen Dank für vielfältiges Engagement. Der Stadtsportverband (SSV) und die Stadt Ennepetal ehrten wieder aktive Sportler und Ehrenamtliche wie Trainer und Übungsleiter aus den Vereinen. Für alle gab es schöne lustige Szenen auf der Bühne, dargestellt vom Leo-Theater aus Schwelm, und nach dem Programm waren alle zum Büfett ins Foyer geladen. Der Sport wurde gefeiert.

Ausgezeichnet als „Persönlichkeit des Sports im Jahre 2017“ wurde Dorothea Oehm, „die gute Seele des Reitervereins Ennepetal“. Von 1991 bis 1995 und von 1999 bis 2015 war sie Vorsitzende des auf Meininghausen ansässigen Vereins. Sie vermittelte in Kursen und beim „Sportkarussell“ Kindern die Freude am Reitsport. Aktuell ist sie als Fachschaftsleiterin „Reiten“ im SSV tätig. Ihr Ehemann, Klaus Oehm, wurde 1996 als „Persönlichkeit des Sports“ ausgezeichnet.

Reiten, Judo, Schach und Fußball

„Sportlerin des Jahres“ ist Lesley-Anne Baltzer vom Judoclub Samurai Schwelm/Ennepetal. Sie wurde beim Bezirksturnier in Holzwickede Siegerin in ihrer Gewichtsklasse 57 kg, qualifizierte sich bei der Bezirksmeisterschaft in Bochum für die NRW-Meisterschaft. Sie wurde dort 7. in ihrer Gewichtsklasse.

„Sportler des Jahres“ ist der 12-jährige Aik Arakelian von der Schachgemeinschaft Ennepe-Ruhr-Süd. Er zählt in seiner Altersklasse zu den besten Schachspielern Deutschlands und belegte bei den Deutschen Meisterschaften in Willingen den 16. Platz von 56 Teilnehmern und qualifizierte sich für die Teilnahme an den Junior-Europameisterschaften in Rumänien. Dort erreichte er den 26. Platz von 137 Teilnehmern. Aik Arakelian kam 2015 mit seiner Familie als armenischer Flüchtling nach Ennepetal.

Als die „Mannschaft des Jahres“, die U10/1 des TuS Ennepetal, auf die Bühne kam, fieberten zahlreiche Eltern mit. „Eine geile Saison“ war auf den T-Shirts der jungen Fußballspieler zu lesen. Die Mannschaft ist das stärkste Team in der Region, schlug sogar die U9 von Borussia Dortmund und sorgt für Aufmerksamkeit in der Bundesliga-Nachwuchsrunde. Mannschaftskapitän Joel Gerlich nahm den Pokal entgegen. Trainer Lutz Otto meinte: „Macht weiter so und in ein paar Jahren sehen wir euch erfolgreich beim Pfingstturnier.“

Leo-Theater unterhält mit Loriot

Geehrt wurden alle Sportler durch Bürgermeisterin Imke Heymann, Alt-Bürgermeister Willi Wiggenhagen, Hans Walter Bellingrath und Dirk Baunscheidt vom Stadtsportverband sowie Bianca Euteneuer, Leiterin des Sportamtes der Stadt.

Verliehen wurden auch die Sportabzeichen. In ihrem Grußwort sagte Imke Heymann: „Außerhalb des Wettkampfs und des Spitzensports ist das Sportabzeichen die höchste sportliche Anerkennung mit Ordenscharakter, die ein Sportler erreichen kann.“ Die Bürgermeisterin animierte die Ennepetaler, sich durch Sport gesund und fit zu halten. Die Ablegung des Sportabzeichens erfordere Konsequenz und Disziplin im Training. Imke Heymann: „Ich kann Ihnen versichern, dass in Ennepetal ein besonderes Augenmerk auf das Sportgeschehen geworfen wird. Rat und Verwaltung werden alles dafür tun, dass Ennepetal eine Sportstadt bleibt“.

Zum Schluss sprach Dirk Baunscheidt von einer „großen Sportfamilie in Ennepetal“ und dankte allen Beteiligten, auch dem Leo-Theater mit dem künstlerischen Leiter Marc Neumeister, Carola Schnidt, André und Steffi Bornhöft, Hugo Becker und Denise Hausmann. Sie hatten mit ihrem Loriot-Programm für viele Lacher gesorgt.

Sportkonzept wird erstellt

Beim Ehrentag für die Ennepetaler Sportler gab es nicht nur Auszeichnungen, Urkunden und Abzeichen, sondern auch einen Blick in die Zukunft des heimischen Sports. Dirk Baunscheidt, kündigte im Beisein des erkrankten 1. Vorsitzenden Hans Walter Bellingrath, der Bürgermeisterin Imke Heymann, des Sportausschussvorsitzenden Manfred Drabent (CDU), der Vertreter der Ratsfraktionen und des Altbürgermeisters Wilhelm Wiggenhagen die Erstellung eines Sportentwicklungskonzeptes an. Er stellte Peter Wehr vom Unternehmen Peter Wehr Consulting vor. Wehr habe sich bereits ein Bild vom Sport in Ennepetal gemacht, so Baunscheidt. Er verschwieg nicht, dass die Verwaltung seit Jahren versucht habe, ein Sportkonzept zu erstellen. Dies sei aus unterschiedlichsten Gründen gescheitert. Die Erkenntnisse eines solchen Konzeptes seien aber existenziell wichtig für alle Vereine, Politiker und natürlich für alle Bürger der Stadt. Zukunftsstrategien für die Vereine sollen entwickelt werden, dabei gehe es auch um die Themenfelder wie Demografie, Gesundheitsbewusstsein, gesunde Lebensführung „auch bei unseren Sportvereinen“.

Aufruf zur Mitarbeit

Baunscheidt rief alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Politik und Verwaltung zur Mitarbeit auf. Der Landessportbund, der Kreissportbund und die benachbarten Stadtverbände (Andreas Happe, Schwelm; Peter Schneider, Breckerfeld; und Hans-Jürgen Piorreck, Sprockhövel) waren anwesend. Baunscheidt: „Nur wenn alle Interessengruppen mitarbeiten, können wir auch ein für alle gutes Konzept entwickeln.“ Schon in seiner Begrüßung bot er im Namen des SSV der Politik eine Ausweitung der bisherigen Zusammenarbeit an. Dass Ennepetal eine Sportstadt sei, betonten sowohl Dirk Baunscheidt als auch Bürgermeisterin Imke Heymann.

INFO:

Beim Sportehrentag wurden auch die Sportabzeichen vergeben. Auf der Bühne geehrt wurden Edmund Groha, Günter Jellinghaus und Lynn Freund. Edmund Groha, der sich viele Jahre beim CVJM am Büttenberg fit hielt, legte jetzt zum 40. Male die Sportabzeichenprüfung ab. Das 20. Abzeichen schaffte Günter Jellinghaus, der Vorsitzende des TV Rüggeberg. Lynn Freund wurde für ihr 10. Abzeichen ausgezeichnet, auch symbolisch für ihre Mitsportlerinnen und Mitsportler, die nach dem Programm ihre Abzeichen erhielten.

Den Sonderpreis des Stadtsportverbands für den Verein mit den prozentual meisten Sportabzeichen unter den erwachsenen Mitgliedern erhielt die DJK GW Ennepetal vor dem TV Rüggeberg und RW Rüggeberg.

Der 2. Vorsitzende des SSV, Dirk Baunscheidt, stellte Antje Hühner als neue Obfrau für das Sportabzeichen vor. Bezogen auf die Einwohnerzahl seien in Ennepetal über 33 Prozent der Bürger in Sportvereinen organisiert. „Im Ennepe-Ruhr-Kreis werden wir lediglich von der Stadt Sprockhövel um 4 Prozent übertroffen“, sagte Dirk Baunscheidt.

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