Feuerwehr Schwelm

Die Ursache für den Gebäudebrand am Samstag in Schwelm

Ein große, schwarze Rauchsäule steht am Samstagabend über Schwelm - Folge des Gebäudebrands in der Jesinghauser Straße.

Ein große, schwarze Rauchsäule steht am Samstagabend über Schwelm - Folge des Gebäudebrands in der Jesinghauser Straße.

Foto: privat

Schwelm.  Ein Großaufgebot an Feuerwehr hat am Samstag den Gebäudebrand in Schwelm löschen können. Jetzt hat die Polizei die Ursache für das Feuer gefunden.

Durch einen Großeinsatz konnte die Feuerwehr Schwelm am Samstagabend in der Jesinghauser Straße ein brennendes Gebäude löschen und Schlimmeres verhindern. Nun hat der Brandermittler der Polizei seine Arbeit abschließen können. Die Brandursache steht für die Beamten seit Montagnachmittag fest.

Der Gebäudebrand an der Jesinghauser Straße ist auf einen technischen Defekt zurückzuführen. „Der Brandermittler hat als Brandursache einen Defekt in der Beleuchtungsanlage ausgemacht“, sagte Sonja Wever, Polizei-Pressesprecherin, dieser Zeitung.

50 Einsatzkräfte und 20 Fahrzeuge

Wie in der Montagsausgabe unserer Zeitung berichtet, war das Feuer am Samstagabend ausgebrochen und die Feuerwehr Schwelm um 20.24 Uhr alarmiert worden. Mit einem massiven Kräfteaufgebot von mehr als 50 Einsatzkräften und annähernd 20 Fahrzeugen vor Ort gelang es der Feuerwehr, ein Übergreifen auf andere Gebäude zu verhindern und das Feuer zu löschen. Der Einsatz war gegen 00:00 Uhr beendet worden.

Am Samstagabend (19.09.2020) um 20:24 Uhr wurde die Feuerwehr Schwelm mit dem Stichwort „Feuer Gebäude“ in die Jesinghauser Straße alarmiert. Aufgrund der bereits während der Anfahrt erkennbaren starken Rauchentwicklung ließ Einsatzleiter Markus Kosch noch vor dem Eintreffen erster Kräfte Vollalarm für die Feuerwehr Schwelm auslösen und im gesamten Stadtgebiet heulten die Sirenen.

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle bot sich den Einsatzkräften ein beängstigendes Bild, annähernd die gesamte Gebäuderückseite des in der Jesinghauser Str. an den DRK-Kindergarten angrenzenden 2-geschossigen Wohnhauses sowie ein hölzerner Anbau und Gegenstände standen in Flammen. Die Flammen schlugen unter den Dachüberhang des Gebäudes und drohten auf den Dachstuhl überzugreifen. Im Erdgeschoss war von einer Wohneinheit bereits eine Scheibe geplatzt und das Feuer hatte auf die Wohnung übergegriffen. Im 1. OG platzten die Scheiben einer Wohnung kurz nach dem Eintreffen der ersten Kräfte und auch hier drohte das Feuer auf die Wohnung überzugreifen. Der Zugang zum Gebäude erfolgt über die Holthausstraße, so dass die Einschätzung der Gesamtlage schwierig war, da die Gebäuderückseite nur schwer zugänglich war und dort keine Drehleiter in Stellung gebracht werden konnte. Das betroffene Wohnhaus war beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits geräumt, das angrenzende Wohnhaus ließ der Einsatzleiter ebenfalls sofort räumen.

Die Feuerwehr bildete die Einsatzabschnitte „Vorderseite“ und „Rückseite“ und bekämpfte das Feuer mit 2 C-Strahlrohren im Innenangriff und 2 C-Strahlrohren von der Gebäuderückseite im Außenangriff. Hierzu wurden mehrere Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Zur Kontrolle des feuerbeaufschlagten Dachstuhls wurde ein weiterer Trupp mit C-Strahlrohr unter Atemschutz im Dachgeschoß eingesetzt und der Treppenrauch sowie der Bereich des Dachgeschosses wurden mit einem Hochleistungslüfter entraucht, nachdem durch den Trupp entsprechende Abluftöffnungen geschaffen wurden. Dank des schnellen Eingreifens konnte das Feuer von den Einsatzkräften auf den Bereich begrenzt werden, der beim Eintreffen der Kräfte bereits betroffen war. Eine Wohneinheit im Erdgeschoss wurde jedoch erheblich durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen und eine weitere Wohneinheit im 1. Obergeschoss wurde durch Brandrauch stark beschädigt. Diese beiden Wohnungen sind bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar, während die anderen Wohnungen des Gebäudes vor dem Feuer geschützt werden konnten. Nach den Löscharbeiten wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. In den Nachtstunden erfolgte eine Kontrolle der Einsatzstelle mit Hilfe einer Wärmebildkamera. Glücklicherweise wurde bei dem Einsatz niemand verletzt und es mussten auch keine Personen mehr aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich gerettet werden, so dass sich die Einsatzkräfte auf die Bekämpfung des Feuers konzentrieren konnten.

Unterstützt wurden die Schwelmer Einheiten durch eine zusätzliche Drehleiter der Feuerwehr Ennepetal sowie Kräfte der Kreisfeuerwehrzentrale, die Atemschutzgeräte zum Tausch bereitstellten. Darüber hinaus war das zuständige Energieversorgungsunternehmen mit Kräften vor Ort, unterstützte ebenfalls den Einsatz und schaltete die beiden schwer betroffenen Wohnungen spannungsfrei. Der Einsatz war gegen 00:00 Uhr beendet und noch in der Nacht erfolgte eine Kontrolle der Einsatzstelle.

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