Kommentar

Die Zeche zahlt letztendlich der Bürger

Das liebe Geld war schon immer ein Thema in Schwelm. Die Kreisstadt ist nicht nur gefühlt seit Jahrzehnten in der Haushaltssicherung. Doch durch intelligente Maßnahmen ist es sowohl Politik als auch Verwaltung bisher immer gelungen, die Kuh vom Eis zu bringen und den Haushalt durch die Kommunalaufsicht in Arnsberg genehmigen zu lassen. Damit wurde das Einsetzen eines Sparkommissars in der Vergangenheit stets erfolgreich verhindert.


Doch seit Corona sieht die Welt anders aus als bisher. Es wird viele Kommunen geben, die sich durch die wegbrechenden Steuereinnahmen vor unlösbare finanzielle Probleme gestellt sehen. Wohl dem überwiegenden Teil der Städte wird es schlichtweg unmöglich sein, sich durch Sparbeschlüsse am eigenen Schopf aus der Krise zu ziehen.


Ob das auch Auswirkungen auf die Pläne für die Neue Mitte Schwelm haben wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt wohl niemand mit Sicherheit sagen. Nur eins ist klar. Kommunen, Land und Bund werden in den kommenden Jahren viel Geld benötigen, um die finanziellen Schäden, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind, zu beheben. Bezahlen muss die Zeche letztendlich der Steuerzahler – und das sind alle Bürger.

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